Unzufriedene Bayern-Profis

Rummenigge wegen Sanches und Boateng gesprächsbereit

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Könnte den FC Bayern verlassen: Jérôme Boateng. Foto: Marius Becker

Jérôme Boateng und Renato Sanches sind nicht zufrieden beim FC Bayern. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist gewillt, mit den Spielern über ihre weitere Zukunft zu sprechen.

Berlin (dpa) - Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat mögliche Abgänge der unzufriedenen Bayern-Profis Jérôme Boateng und Renato Sanches nicht ausgeschlossen.

Mittelfeldspieler Sanches hatte beim 2:2 zum Bundesligastart gegen Hertha BSC nur fünf Minuten Spielzeit erhalten, Verteidiger Boateng kam für die Münchner gar nicht zum Einsatz.

"Renato ist ein Spieler, der natürlich spielen will. Ich habe ein Stück Verständnis. Er ist vor drei Jahren gekommen als 'Golden Boy', als hochdekorierter portugiesischer Europameister und hat seinen Platz in der Nationalmannschaft verloren, den möchte er sich zurückerkämpfen und dazu muss er spielen", sagte Rummenigge am Mittwoch in Berlin. "Das wird nicht einfach bei uns werden, speziell nach dem Zugang von (Philippe) Coutinho. Wir werden mit ihm und seinem Berater sprechen, dann wird man darüber befinden."

Rummenigge mag Sanches nach eigener Einschätzung als Spielertyp wegen dessen Wucht. Dennoch: "Wir müssen eine Lösung finden, die er mitspielt und die auch für den FC Bayern und vor allem den Trainer tragbar ist."

Bei Boateng stelle sich die Lage ähnlich dar. "Jérôme ist ein Spieler, der spielen möchte und wenn er nicht in einer gewissen Regelmäßigkeit spielt, wird er auch nicht zufrieden sein", sagte Rummenigge. Vor dem Hintergrund der Konkurrenz aus Niklas Süle, Benjamin Pavard und dem 80 Millionen Euro teuren Zugang Lucas Hernandez meinte der Bayern-Boss: "Es wird nicht einfach für den Trainer und auch nicht für Jérôme in dieser Konstellation kontinuierliche Einsatzzeiten zu kriegen." Wenn Boateng den Verein "verlassen möchte, dann muss er uns das mitteilen, dann werden wir uns damit befassen. Die grundsätzliche Aussage muss von ihm kommen."

Sanches hatte sich nach dem Bundesligastart gegen Hertha öffentlich über seine kurze Spielzeit als Reservist beklagt. Dafür soll er vereinsintern eine Geldstrafe erhalten haben. Boateng hatte eine klare Wechsel-Empfehlung von Präsident Uli Hoeneß erhalten, in der Sommervorbereitung hatten sich Spieler und Verein aber wieder angenähert.

Sanches (22) war vor drei Jahren für 35 Millionen Euro Ablöse von Benfica Lissabon gekommen. Sein Vertrag in München läuft bis zum 30. Juni 2021. Boateng (30) ist seit Sommer 2011 an der Isar aktiv. Sein Kontrakt läuft ebenfalls Ende Juni 2021 aus.

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