Rummenigge fordert Verdoppelung der TV-Einnahmen

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Karl-Heinz Rummenigge ist mit der Entwicklung des Unternehmens FC Bayern sehr zufrieden

Berlin - Karl-Heinz Rummenigge hat für die Bundesliga erneut deutlich höhere Fernsehgelder gefordert und zieht einen Vergleich zu den konkurrierenden Italienern. Der FC Bayern ist für ihn ein Vorbild.

 “Unser Ziel muss sein, dass die TV-Einnahmen mittelfristig verdoppelt werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München in einem Interview der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Punktprämien: Was die 18 Bundesligisten kassieren

Wie sind eigentlich die Punkte-Prämien in der Bundesliga geregelt? Welches Team bekommt wieviel Geld? Die "Sport-Bild" hat die Prämienregelungen der 18 Bundesliga-Vereine veröffentlicht. Sehen Sie selbst, wer wann und wie abkassiert. © 
FC St. Pauli: Die Kiez-Kicker bekommen individuelle Punkt-Einsatz-Prämien. Im Schnitt sollen die Prämien bei 3.000 Euro pro Punkt liegen. © Getty
1. FC Kaiserslautern: Alle Prämien sind individuell in den Spielerverträgen geregelt. Bei Sonderprämien verhandelt der Mannschaftsrat. © Getty
1. FC Nürnberg: Die indivduellen Punkt-Prämien beim Club sollen zwischen 2.000 und 6.000 Euro liegen. Um in den Genuss einer Prämie zu kommen, muss ein Spieler aber mindestens 20 Minuten gespielt haben. © Getty
Hannover 96: Maximal 75 Prozent des Jahressalärs sind fix. Der Rest wird über eine individuelle Punkt-Einsatz-Prämie geregelt. Pro Zähler sind das zwischen 3.500 und 7.500 Euro. © Getty
SC Freiburg: Alle eingesetzten Spieler kassieren bei Punktgewinn und bei Sieg. Sonderprämien sind individuell geregelt. © Getty
1. FC Köln: Auch hier sind individuelle Prämien die Regel. Nur wer bei erfolgreichen Spielen auch eingesetzt wird, der darf auch kassieren. © Getty
Borussia Mönchengladbach: Das Gehalt ist an die Anzahl der Einsätze und die Zahl der erreichten Punkte gekoppelt. Verhältnis: Das Grundgehalt macht 60 Prozent aus, die restlichen 40 Prozent sind variabel. © Getty
1899 Hoffenheim: Für einen Sieg gibt es pro Mann etwa 3.000 Euro. Hinzu kommen individuelle Prämien. © Getty
Eintracht Frankfurt: Vom Einkommen sind nur 50 Prozent fix, der Rest setzt sich aus Prämien zusammen. Die kompletten Prämien gibt es aber nur dann, wenn die Mannschaft in der Saison 45 Punkte erreicht. © Getty
FSV Mainz 05: Die Mainzer kassieren pro Punkt zwischen 3.000 und 6.000 Euro. So kommt es, dass den Klub ein Punktgewinn in der Bundesliga 83.000 Euro kostet, da auch der Trainerstab und die Betreuer berücksichtigt werden. © Getty
VfL Wolfsburg: Beim VfL wurde die individuelle Punkt-Einsatz-Prämie eingeführt, damit die Spieler nicht 100 Prozent des Gehalts garantiert bekommen. Bis zu 9.000 Euro werden pro Punkt bezahlt. © Getty
Hamburger SV: Die Punkt-Prämien sind individuell geklärt. Angeblich sollen Top-Spieler wie Mladen Petric 11.000 Euro pro Punkt kassieren. © Getty
VfB Stuttgart: Der Klub zahlt lediglich Einsatz-Prämien. Punktprämien werden nur dann ausbezahlt, wenn die Mannschaft die Europa-League-Qualifikation erreicht. © Getty
Borussia Dortmund: Es gibt individuelle Punkt-Einsatz-Prämien beim BVB. Für den Fall der Meisterschaft hat der Mannschaftsrat eine Prämie von einer Million Euro ausbezahlt. © Getty
Bayer Leverkusen: Die Spieler haben individuelle Punkt-Prämien in ihren Verträgen. Sonder-Prämien werden erst am Saisonende verhandelt. © Getty
Werder Bremen: Die Bremer sollen an Punkt-Einsatzprämien bis zu 13.500 Euro kassieren. Wenn die Champions League erreicht wurde, gab es zuletzt noch für jeden Zähler 1.300 Euro nachträglich. © Getty
FC Schalke 04: Fast alle Spieler haben eine Meister-Klausel in ihrem Vertrag. Sollten andere Ziele erreicht werden, werden die Spieler anteilig bezahlt. © Getty
FC Bayern München: Der Mannschaftsrat der Bayern soll eine Meisterschaftsprämie verhandeln, die bis zu 250.000 Euro pro Spieler betragen kann. Auf den ersten beiden Plätzen stehend gibt es zudem 5.000 Euro pro Punkt. Darunter nichts mehr, wie Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge dem "Kicker" sagte. "Prämien werden nur dann bezahlt, wenn wir Meister oder Zweiter geworden sind". © Getty

Es könne nicht sein, dass “die Italiener, die wir gerade im UEFA- Ranking überholt haben, mehr als doppelt so viel einnehmen wie wir“, sagte Rummenigge. “Die Forderung der Bundesliga an die DFL kann nur lauten: Jeder muss mehr bekommen, alle 36 Clubs, erste wie zweite Liga.“

Aktuell kassieren die Profivereine in den höchsten beiden deutschen Ligen laut Rummenigge rund 420 Millionen Euro, Italien habe fast eine Milliarde an TV-Einnahmen. Das Fernsehgeld müsse “mit Kreativität extrem gesteigert werden“, betonte er.

Vor dem Hintergrund der neuen “Financial Fairplay“-Regeln der UEFA forderte Rummenigge die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu einer Veränderung ihres Lizenzverfahrens auf. Die DFL erteilt bislang die Lizenz bei Nachweis ausreichender Liquidität eines Vereins, die Spielerlaubnis der Europäischen Fußball-Union basiert künftig auf “Break Even“: Es darf nicht mehr ausgegeben als eingenommen werden. “Es ist eine tiefgreifende Veränderung, die Bundesligavereine jetzt in Kalkül ziehen müssen“, erklärte Rummenigge in dem Interview.

Für den deutschen Rekordmeister sieht der Vorstandsvorsitzende keine Probleme. “Wir sind neben Arsenal der einzige Topclub in Europa, der in den letzten Jahren immer schwarze Zahlen geschrieben hat. Bayern München muss sich nicht umstellen“, sagte Rummenigge.

dpa

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