1. tz
  2. Sport
  3. Fußball

Rummenigge für Reform des Fußball-Kalenders

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Karl-Heinz Rummenigge kann sich eine Umstellung des Spielplans vorstellen © Getty

München - Wird die Fußball-Welt bald reformiert? FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kann sich eine Umstellung des Spielplans auf das Kalenderjahr durchaus vorstellen.

„Ich halte den Plan für interessant und diskutabel, denn zur schönsten Jahreszeit ruht in allen Ländern Europas der Ball. Bei der UEFA wird auf breiter Ebene darüber diskutiert, den Spielplan auf das Kalenderjahr umzustellen und fixe Perioden zu schaffen“, sagte der 55-Jährige, Chef der europäischen Klub-Vereinigung ECA, der "Sport Bild".

Die Geldrangliste des Fußballs: Zwei Deutsche sind dabei

Bereits im Januar hatte es Berichte über Gedanken innerhalb der Europäischen Fußball-Union bezüglich einer möglichen Reform des Spielkalenders und der Umstellung auf das Kalenderjahr gegeben. Rummenigge sprach sich zudem erneut für eine Reduzierung der Anzahl der Länderspiele aus.

Die ECA habe vorgeschlagen, nur noch sechs Doppelspieltage in der Qualifikation über zwei Jahre verteilt stattfinden zu lassen. Rummenigge: „Freundschaftsspiele müssen extrem verringert werden. Die unmöglichen Termine im August und Juni müssen abgeschafft werden, damit die Nationalspieler entlastet werden. Sie brauchen dringend mehr Regeneration nach einer anstrengenden Saison.“

Die Forderung, die kontinentalen Meisterschaften (EURO, Afrika-Cup, Südamerika- und Asien-Meisterschaft) zeitgleich stattfinden zu lassen, steht seit Jahren im Raum. „Diese Harmonisierung hat Sepp Blatter (FIFA-Präsident, d.Red.) den Klubs schon vor Jahren versprochen. Leider ist bis heute nichts passiert“, sagte Rummenigge, der auch eine höhere Beteiligung der Klubs an den Vermarktungserlösen des Weltverbandes FIFA bei WM-Endrunden fordert: „Die FIFA hat nach der WM 2010 gerade einmal 1,5 Prozent ihrer Gesamteinnahmen als Abstellungsgebühren an die Klubs gezahlt. Da muss in Zukunft eine faire Lösung gefunden und mehr bezahlt werden.“

Die UEFA, so der ECA-Boss, soll zudem bis zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine „alle Spieler bei jedem Länderspiel zugunsten der Klubs“ versichern. An den Details werde bereits gearbeitet.

sid

Auch interessant

Kommentare