Das sagen unsere Gruppengegner

"Deutschland war brutal" - Experten beeindruckt

München - Ein knackiges 4:0 gegen Portugal – das dürfte auch die Konkurrenz beeindruckt, wenn nicht sogar geschockt haben! Die tz hat sich bei unseren Gruppengegnern umgehört: So haben Portugiesen, Ghanaer und Amis den DFB-Sieg gesehen.

 

Deutschland war brutal!

Nuno Farinha, Chefredakteur von Record.

Das 4:0 geht in Ordnung. Wir waren selbst schuld. Pepe, Bruno Alves und vor allem Cristiano Ronaldo waren einfach nicht auf der Höhe. CR7 war physisch am Boden, so kennen wir ihn hier gar nicht. Das soll aber nicht die Leistung der deutschen Mannschaft schmälern, ganz im Gegenteil! Das DFB-Team war brutal, anders kann man es nicht ausdrücken. Diesen Killerinstinkt kennen wir aber schon von anderen Turnieren. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist das Kombinationsspiel, das die Mannschaft von Jogi Löw aufgezogen hat. Sie spielen genauso wie die Bayern unter Pep Guardiola, und der Schlüssel dafür lautet Philipp Lahm. Löw hat wie Pep erkannt, dass sein Kapitän im Mittelfeld viel wertvoller ist als hinten in der Abwehr – und das wirkt sich auf das deutsche Spiel aus wie nie zuvor. Und als ob das Bayern-Gen nicht schon genug wäre, spielen in der deutschen Mannschaft auch noch Dortmunder und ein gewisser Mesut Özil mit. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die Bayern mit Mesut Özil das wohl beste Team der Welt wären. Ach ja, und dann ist da ja auch noch dieser Thomas Müller. Was hat der unsere Innenverteidiger schwindlig gespielt! Bruno Alves und Pepe sind zwar in der Luft stark, am Boden brauchen sie aber stets eine feste Zuordnung. Müller bleibt aber nicht links oder rechts – dieser Junge ist überall. Er ist nicht auszurechnen, und das mit gerade mal 25 Jahren. In einem Spiel hat er jetzt schon drei Kisten gemacht. 2010 war er ja schon mal Torschützenkönig und dieses Jahr kann er sogar bester Spieler des Turniers werden. Das Zeug dazu hat er. 

Das 4:0 war schon beeindruckend

Ralf Zumdick, Ex-Coach Ghanas.

Da hat die deutsche Mannschaft direkt mal ein Ausrufezeichen zum Auftakt gesetzt. Das 4:0 war beeindruckend und hat wieder einmal gezeigt: Wenn Deutschland ins Rollen kommt, ist es nur schwer zu stoppen. Für Ghana ist es sicher nicht schlecht, dass Portugal eine so hohe Niederlage kassiert hat. Zwar guckt man erst am Ende auf das Torverhältnis, aber trotzdem kann es entscheidend sein. Der starke Auftritt gegen Portugal hat nochmal das bestätigt, was Kevin-Prince Boateng & Co. aber sowieso schon wussten: Deutschland ist der klare Gruppenfavorit. Doch ich warne trotzdem davor, Ghana zu unterschätzen. Spielerisch ist die Mannschaft sehr stark und auch physisch hat sie im Vergleich zu den vergangenen Jahren zugelegt. 2010 hat Deutschland die Afrikaner noch mit 1:0 besiegt, aber trotzdem sind beide Teams in die K.o.-Runde eingezogen. Dieses Szenario kann ich mir auch dieses Mal vorstellen. Die deutsche Mannschaft hat gegen Portugal hervorragend harmoniert, die Mannschaftsteile haben wunderbar ineinander übergegriffen. Vor allem haben sie unheimlich schnell nach vorne gespielt. Und wenn die ghanaische Mannschaft Schwächen hat, dann in der Abwehr. Richtet Jogi Löw seine Truppe am Samstag ähnlich flexibel und ohne echten Stürmer nach vorne aus, dann kann sie Ghana schon vor ernste Probleme stellen. Aber es geht wieder bei Null los, Ghana wird hochmotiviert sein. Zum einen, weil sie einem WM-Favoriten Paroli bieten wollen und zum anderen, weil sie sich zum dritten Mal in Folge für das Achtelfinale qualifizieren sollen. Doch natürlich bleibt Deutschland der klare Favorit – das haben sie gegen Portugal nochmal eindrucksvoll bewiesen.

Der Titel ist drin – wenn kein Spieler ausfällt…

Salman Mitha, Redakteur bei Sport Eagle TV.

Amazing! Anders lässt sich der deutsche Auftakt bei der WM in Brasilien wohl nicht beschreiben. Von der 1 bis zur 11, von Neuer bis Müller, ja sogar auf der Bank hat alles gepasst. Aber mal im Ernst:überrascht hat mich das nicht! Ich wusste schon vor dem Turnier, dass auch in diesem Jahr mit Deutschland zu rechnen ist – und zwar weil das DFB-Team heute mehr denn je zu einer Einheit zusammengeschweißt ist. Ich fand es großartig, dass Jogi Löw gesagt hat, dass es keine Stammelf gibt, sondern das sämtliche 23 Spieler „WM-Teilnehmer“ sind. Und wenn das einer sagen kann, dann Jogi! Schließlich ist sogar die zweite Garde des DFB-Teams immer noch ein Stück weit besser als unser Stammteam, aber das ist nun wirklich auch nichts Neues. Vielmehr beschäftigt mich die Frage, warum Thomas Müller in der vergangenen Saison so oft auf der Bank saß. Heute hat man gesehen, wozu er in der Lage ist – denn genau das hat den Münchner im Halbfinale der Königsklasse gefehlt: Genie, Unbekümmertheit und Wahnsinn. Dieser Spieler ist einfach nicht auszurechnen. Er schießt Tore, provoziert rote Karten – einfach Weltklasse!

Alles in allem ist Deutschland nach diesem Spiel für mich der Topfavorit, doch auch das ist ja nichts Neues. 2006 war die Mannschaft auch wie im Rausch, 2010 in Südafrika war das auch nicht anders – dann musste das Team aber immer wieder Ausfälle verkraften. 2006 Frings gesperrt, 2010 Müller – das gilt es jetzt zu vermeiden. Dann ist der Titel drin.

Rubriklistenbild: © dpa

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