Ausraster via Twitter

Eklat um Frankreich-Star: Freundin beleidigt Coach

Samir Nasri und seine Freundin Anara Atanes.

München - Der skandalträchtige französische Fußball ­(Revolte gegen Trainer Domenech bei der WM 2010) wird von einem neuen Eklat erschüttert. Samir Nasris Freundin ließ bei Twitter ihrem Frust freiem Lauf.

Nach der Nichtnominierung von Offensivmann Samir Nasri (ManCity) ins WM-Aufgebot hat dessen Freundin Anara Atanes bei Twitter Nationaltrainer Didier Deschamps übelst beschimpft. „Fuck Frankreich und fuck Deschamps. Was für ein beschissener Trainer“, teilte Atanes (Victoria’s-Secret-Model, Schauspielerin und Sängerin) mit, um wenig später im selben Wortlaut nachzulegen mit dem Zusatz: „Wenn Sie meinen Tweet nicht richtig gelesen haben.“ Nasri selbst ging professionell mit der Entscheidung um: „Ich respektiere die Wahl. Ich werde die WM am TV schauen“, sagte der 26-Jährige, der schon für die letzten Länderspiele nicht nominiert worden war.

Das Problem für Nasri ist: Die Ausraster seiner Freundin Anara bestätigen alles, was gegen ihn und sein Umfeld spricht. Denn der Mann aus Marseille gilt als Egomane. Deschamps sagte bei der Präsentation seines WM-Kaders: „Ich habe nicht unbedingt die besten Spieler berufen, sondern die, mit denen ich die beste Gruppe auf die Beine stellen kann.“ Nasri teilte noch mit: „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker.“ Später zeigte Atanes ein wenig Reue: „Ich entschuldige mich, falls ich jemanden in Frankreich beleidigt haben sollte. Meine Tweets waren nicht gegen Frankreich als gesamtes Land gerichtet.“

Immer Stress mit Spielerfrauen

Bis in die 80er-Jahre galten Spielerfrauen – zumeist – als hübsches Anhängsel von Fußballprofis. Dann jedoch trat im Zuge der fortschreitenden Emanzipation eine neue Generation auf den Plan. Die Spieler-(Frau-)Managerin. Angela Häßler, Gaby Schuster, Martina Effenberg und Bianca Illgner galten als Vorreiterinnen.

Stefan Effenberg schilderte die Gespräche mit Bayern einst so: „Ich habe auf dem Sofa gelegen, während meine Frau mit dem Vorstand verhandelt hat.“ Und Reiner Calmund sagte über die Vertragsverhandlungen 1993 in seiner Zeit als Bayer-Leverkusen-­Manager mit Gaby Schuster: „Ich hatte noch nie einen so harten Verhandlungspartner wie Frau Schuster.“

Victoria Beckham (zu Beginn ihrer Karriere als Spice Girl weltweit viel bekannter und besser verdienend als ihr späterer Mann David) eröffnete ein neues Geschäftsmodell: Das der sich selbst vermarktenden Spielerfrau. Aktuell gefürchtetste Verhandlerin in Sachen Profi-Fußball ist übrigens Kerstin Lasogga. Die ist allerdings Spielermutter von HSV-Star und Beinahe-Nationalspieler ­Pierre-Michel Lasogga.

tz

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