Erfolge und Rückschläge des SCF

SC Freiburg: Gründung, Erfolge, Stadion – alle Infos auf einem Blick

Der SC Freiburg ist mit einigen Unterbrechungen in der 1. Liga am Start. Derzeit wird die Mannschaft von Christian Streich trainiert.

  • Das Schwarzwald-Stadion in Freiburg fasst nur 24.000 Zuschauer und soll daher einer neuen Spielstätte weichen.
  • Volker Finke trainierte den SC Freiburg bereits mehr als 16 Jahre lang – eine echte Trainerlegende also.
  • 2013 konnte der Club aus dem Breisgau in das DFB-Pokal-Halbfinale einziehen.

Freiburg – DerSC Freiburg ging 1904 aus dem Vorgängerverein Freiburger FV 04 und dem FC Schwalbe Freiburg hervor. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte er in der Region eine eher untergeordnete Rolle. So stand der Verein kurz nach seiner Gründung in direkter Konkurrenz zum FC Freiburg. In der Nachkriegszeit war er längere Zeit in der neu gegründeten Zonenliga Süd unterwegs und bewegte sich in der Amateurliga stets in den oberen Tabellenregionen. So wäre 1965 und 1968 beinahe der Aufstieg in die Regionalliga Süd geglückt.

Erst Ende der 70er Jahre gelang es dem SC Freiburg jedoch, sich vom direkten Kontrahenten, dem Freiburger FC, abzusetzen. Zwar war der FC mittlerweile auch in der 2. Bundesliga vertreten, jedoch platzierte sich der Ortsrivale SC Freiburg stets höher und konnte sich somit in der 2. Fußballliga etablieren.

SC Freiburg: Trainer-Ära Volker Finke

Im Jahr 1993 stieg der Verein schließlich in die 1. Liga auf. Zu verdanken ist dieser Erfolg vor allem dem Trainer Volker Finke (72), der bereits im Jahr 1991 zum SC Freiburg kam. Finke und der Verein konnten sich Mitte der 90er in der 1. Liga halten und in der Saison 1994/95 mit der Drittplatzierung in der Bundesliga einen der größten Erfolge erzielen. Somit war der Fußballclub aus dem Breisgau auch direkt für den UEFA-Pokal der kommenden Spielzeit qualifiziert. Dort gelang dem SC Freiburg jedoch kein großer Erfolg, da die Breisgauer bereits in der ersten Runde gegen den tschechischen Club Slavia Prag ausschieden.

Im Jahr 1997 kam es schließlich zum Abstieg aus dem Oberhaus des deutschen Fußballs. Nach nur einem Jahr in der 2. Bundesliga gelang jedoch – ebenfalls unter Finke – der Wiederaufstieg in die 1. Liga. Einige Jahre später bewegte sich der SC Freiburg auch wieder auf der internationalen Bühne des Fußballs.

SC Freiburg: Rückschläge und Niederlagen

2001 konnte der SC Freiburg zwar international einige Erfolge verzeichnen und besiegte in den ersten Runden des UEFA-Pokals Vereine wie den Schweizer Club FC St. Gallen. National kam es jedoch zum Verbleib im Tabellenkeller der 1. Liga. So stiegen die Freiburger nach Ende der Saison 2001/2002 wieder ab. Abermals gelang Finke mit Freiburg der zügige Wiederaufstieg, sodass der FC in der Spielzeit 2003/04 schon wieder in der 1. Liga mitmischen konnte.

In der darauffolgenden Saison kam es dann jedoch zum schlechtesten Gesamtresultat der Breisgauer. Magere 18 Punkte und nur drei Siege bedeuteten den erneuten Abstieg aus der 1. Bundesliga. Der direkte Wiederaufstieg sollte dem SC Freiburg diesmal nicht gelingen, sodass der Club auch in der Spielzeit 2006/07 in der 2. Liga verblieb. Dort kam es in der Hinrunde erneut zu einem enormen Leistungsabfall, sodass der Club Gefahr lief, auch aus der 2. Liga abzusteigen. In der Folge endete die langjährige Ära des Trainers Volker Finke.

SC Freiburg: Trainerhistorie und aktueller Coach

Nachdem die Ära Finke 2007 endete, übernahm Robin Dutt (55) den Posten des Cheftrainers beim SC Freiburg. Dutt konnte den Verein im Jahr 2009 abermals in die 1. Bundesliga führen. Somit war der vierte Wiederaufstieg perfekt. Unter dem neuen Trainer konnten sich die Breisgauer durchgehend in der 1. Bundesliga halten. Da Dutt eine neue Aufgabe in Leverkusen wahrnehmen wollte, kam es 2011 jedoch zum Trainerwechsel. Markus Sorg (54) sowie Assistent Christian Streich (54) übernahmen nun die sportliche Leitung der Breisgauer.

Unter Markus Sorgs Führung konnte der Club jedoch keine Titel erspielen, vielmehr kam es zu einer historischen Auswärtspleite. Am 10. September 2011 verloren die Freiburger mit einem 0:7 gegen den Rekordmeister Bayern München. Es folgten weitere Unstimmigkeiten, woraus schließlich Sorgs vorzeitige Entlassung resultierte. Die Leitung des Mannschaftstrainings übernahm nun der vorherige Assistent Christian Streich. Bis heute ist er der Cheftrainer des SC Freiburg.

SC Freiburg – Auszüge der Trainerhistorie:

  • Andreas Munkert (* 7 März 1908, † 23. April 1982): 1946 bis 1949 und 1953 bis 1955
  • Manfred Brief (80): 1972 bis 1978
  • Fritz Fuchs (76): 1983 bis 1984 sowie 1989

SC Freiburg: Kader und Top-Transfers des Vereins

Derzeit besteht der Kader des SC Freiburg aus 27 Profispielern mit einem Gesamtmarktwert von 125 Millionen Euro. Auch acht A-Nationalspieler zählen hierzu. Ab der Saison 2019/20 verstärkte sich der Club vor allem im Angriff und in der Verteidigung. So stießen der Linksverteidiger Gian-Luca Itter (20) und Rechtsverteidiger Jonathan Schmid (29) zum SC Freiburg hinzu.

Linksverteidiger Itter kam von VfL Wolfsburg und wurde für eine Ablösesumme von2,5 Millionen Euro übernommen. Der Rechtsverteidiger Schmid wechselte vom FC Augsburg für eine Ablöse von 4 Millionen Euro zu den Breisgauern. Um den Angriff des Clubs zu verstärken, wurde zudem der Stürmer Woo-Yeong (20) vom Drittligisten Bayern München II ablösefrei übernommen. Ganze 7 Millionen Euro gab der SC Freiburg zudem für den Stürmer Vincenzo Griffo (27) aus. Dieser spielte vorher für die TSG Hoffenheim.

SC Freiburg: Rekord-Transfers der Vereinsgeschichte

Erst zuletzt tätigte der SC Freiburg mit Griffo einen derteuersten Einkäufe in der bisherigen Vereinsgeschichte. Den Spieler, der von der TSG Hoffenheim übernommen wurde, ließen sich die Breisgauer ganze 7 Millionen Euro kosten. Eine solche Summe wurde zuvor nur in der Spielzeit 2014/15 ausgegeben, als der StürmerAdmir Mehmedi (23) von Dynamo Kiew zum SC Freiburg wechselte. Bei Mehmedi betrug die Ablösesumme ebenfalls ganze 7 Millionen Euro. Etwas günstiger war der Einkauf von Lucca Waldschmidt (22), der für einen Ablösebetrag von 5 Millionen Euro vom Hamburger SV zum SC Freiburg wechselte.

SC Freiburg: Vereinsfarben und Heimstadion

Die Vereinsfarben des SC Freiburg sind Weiß und Rot. Folglich werden alle Heimspiele in weiß-roten Trikots ausgetragen. Im Vereinswappen des Fußballclubs ist ein Greifvogel sowie das Vereinslogo und -kürzel zu sehen. Auswärtsspiele bestreitet der SC Freiburg in weißen Shirts mit schwarzen Streifen oder alternativ in blauen Shorts und Trikots.

Der Name der Spielstätte Schwarzwald-Stadion resultiert aus dem Sponsoring. Eigentlich wird die Spielstätte, deren genauer Standort sich via Google Maps ermitteln lässt, offiziell als „Dreisamstadion“ bezeichnet. Da seit 2016 das Unternehmen Schwarzwaldmilch der Hauptsponsor des Vereins ist, wurde das Stadion des SC Freiburg in „Schwarzwald-Stadion“ umbenannt. Auch Unternehmen wie die Molkerei Ehrmann, der Autohersteller Suzuki und der Energieanbieter Natur Energie engagierten sich in der Vergangenheit als Sponsoren des SC Freiburg.

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