Ohne Erfolge ist der Job weg

Schalke-Trainer Gross verliert zum Einstand: Sportchef Schneider koppelt seine Zukunft an ihn - „nicht um den heißen Brei herumreden“

Schalke 04 präsentiert Neu-Trainer Christian Gross: Der Schweizer verrät direkt eine knackige Info - Christian Baum wird genau hinhören.
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Schalke 04 präsentiert Neu-Trainer Christian Gross: Der Schweizer verrät direkt eine knackige Info - Christian Baum wird genau hinhören. (Screenshot)

Christian Gross ist neuer Trainer bei Schalke 04. Sein Chef koppelt nun sein Schicksal an den Erfolg des neuen Coaches.

  • Schalke 04 präsentiert Neu-Trainer Christian Gross.
  • Der Schweizer plaudert über die Kontaktaufnahme des Revierklubs. Hätte er dieses Detail verraten dürfen?
  • Sein erstes Spiel konnte er aber auch nicht gewinnen.

Update vom 3. Januar 2021, 12.44 Uhr: Auch der neue Schalke-Trainer Christian Gross konnte bislang keine Besserung bringen. Zu seinem Einstand setzte es eine 0:3-Niederlage gegen die Hertha. Sportchef Jochen Schneider hat seine Zukunft beim FC Schalke 04 bei „Sky90“ erstmals selbst direkt an den Erfolg der Arbeit seines neuen Trainers gebunden. Sollte der Schweizer als bereits vierter Trainer in dieser Saison beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga scheitern, ginge demnach auch Schneiders Zeit auf Schalke zu Ende. „Ja, das ist klar“, sagte Schneider auf eine entsprechende Frage. „Da brauchen wir auch nicht um den heißen Brei herumreden.“ Er werde aber bis zum Schluss „kämpfen“. „Wenn mir dann einer sagt, dass ich nicht mehr gebraucht werde, werde ich gehen, kein Problem.“

Schneider wird seit geraumer Zeit wegen der Kaderzusammenstellung und der unglücklichen Trainerwahl kritisiert. „Das gestern war natürlich eine Enttäuschung, aber wir geben nicht auf“, sagte Schneider. „Wir werden alles daran setzen, dass wir uns noch retten.“ Von Gross ist er trotz des missglückten Einstiegs überzeugt. „Er ist ein sehr erfahrener Trainer und eine große Respektsperson. Er weiß, wie man die Spieler anpacken muss, er wird den richtigen Schlüssel finden.“

Trotz der finanziell heiklen Situation sollen neben Rückkehrer Sead Kolasinac vom FC Arsenal noch weitere Spieler im Winter kommen. Dafür könnten Schalke und Schneider auch die zuletzt vom ehemaligen Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies in Aussicht gestellten finanziellen Hilfen annehmen. „Das werden wir intern klären und besprechen“, sagte Schneider .

Willkommen auf Schalke: Neu-Trainer Gross plaudert direkt sensible Info aus - Pikanter Bock zum Einstand

Erstmeldung vom 27. Dezember 2020:

Gelsenkirchen - Aus einer Mega-Liste mit teils sehr prominenten Kandidaten hatte sich Christian Gross schnell als Favorit auf den Posten bei Schalke 04 herauskristallisiert. Jetzt ist es auch öffentlich. Der Schweizer übernimmt den strauchelnden Revierklub. Am Sonntag wurde er per Pressekonferenz vorgestellt.

Christian Gross widerspricht den Gerüchten, er habe mit seiner Trainer-Karriere bereits abgeschlossen. Dass ihn Schalke aus dem Ruhestand geholt hat, bestätigt er aber doch. „Ich habe mir immer die Option offen gehalten, wenn eine Möglichkeit kommt, die spannend ist, und das ist Schalke, dass ich dann zurückkomme aus der Rente.“

Schalke 04: Verplappert? Neu-Trainer Gross verrät - S04 hat ihn kontaktiert, da war Manuel Baum noch da

Während einige Schalke-Fans noch bei Twitter über die nächste Langweilige-PK jammern, wird es unvermittelt pikant. Wann gab es denn den ersten Kontakt zum Revierklub? „Ich war überrascht über den Anruf, aber auch erfreut“, plaudert Gross, „der Anruf kam vor drei Wochen.“

Moment mal. Vor drei Wochen? Manuel Baum wurde erst am 18. Dezember entlassen. Da hatte Schalke 04 ganz offenbar aber schon den Kontakt zum Nach-Nachfolger hergestellt. Klar, es ist durchaus legitim für einen Verein nach der Entlassung seines Chef-Trainers nicht mit leeren Händen dastehen zu wollen. Die pikante Info sollte dann aber doch nicht bei der ersten PK verraten werden.

Schneider und Stevens betonen: Christian Gross war Wunschlösung auf Schalke - Bundesliga-Erfahrung

Jochen Schneider und Huub Stevens betonen abseits davon, dass Gross ihr absoluter Wunschkandidat gewesen sein. „Er stand in meinen Gedanken an erster Stelle“, erklärt Aufsichtsratsmitglied Stevens. „Jochen hat mich angerufen und gefragt, was ich über Christian denke. Ich habe gesagt: Er ist der Richtige.“

„Die Mission lautet Klassenerhalt“, beruft sich Schneider auf gemeinsame Bundesliga-Erfahrungen. „Christian Gross und ich haben vor elf Jahren in Stuttgart eine ähnliche Situation angetroffen und diese ordentlich gemeistert. Ich kann genau einschätzen, wie er arbeitet und wie er die Mannschaft führt.“

Schalke 04: Christian Gross zurück auf der Bundesliga-Bühne - Wie groß ist der Unterschied zu Ägypten?

Den meisten Fans geht es da anders. Gross war die letzten acht Jahre von der deutschen Fußball-Bühne verschwunden. Ein Umstand, der ihm nicht gerade schmeichelhaft ausgelegt wird. Beim VfB Stuttgart hatte seine Zeit damals darüber hinaus vorzeitig geendet. „Auch da wird Fußball gespielt“, sagt Gross jetzt über Ägypten, „die Ansprache an die Spieler ist in erster Linie entscheidend. Wir brauchen Zuversicht und Zielstrebigkeit.“ Zuletzt war der Zürcher bei Al-Ahli unter Vertrag.

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