BVB-Schlappe gegen Sevilla: Festwochen beendet

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Luca Cigarini (Mitte) erzielt die Führung für Sevilla gegen Borussia Dortmund

Dortmund - Die Fußball-Festwochen bei Borussia Dortmund sind zu Ende. Nach zuletzt sieben Siegen verloren die Westfalen am Donnerstag ihr Gruppenspiel in der Europa League.

Der BVB unterlag gegen den FC Sevilla in Unterzahl höchst unglücklich mit 0:1 (0:1) und setzten damit ihre gute Ausgangsposition in der Gruppe J aufs Spiel. Vor 49 100 Zuschauern stellte Luca Cigarini (45.+2) mit seinem Treffer den Spielverlauf im Signal-Iduna-Park auf den Kopf und verdarb den Borussen zugleich die Generalprobe für den Bundesliga-Klassiker am Sonntag gegen Bayern München.

FC Arbeitslos: Wer noch immer auf Vereinssuche ist

Der Liga-Spielbetrieb läuft schon lange - und noch immer sind einige Spieler arbeitslos, die man aus der höchsten deutschen Spielklasse kennt. Das Transferfenster hat seit dem 1.9. geschlossen, arbeitslose Spieler dürfen weiter verpflichtet werden. Dadurch sind die Chancen der vereinslosen Spieler gestiegen. Sehen Sie hier, welche ehemaligen Erst- und Zweitliga-Spieler unter anderem auf einen Anruf warten. © dpa
Marko Babic, zuletzt Real Saragossa, davor u.a. Hertha BSC © Getty
Yildiray Bastürk, zuletzt Blackburn Rovers, davor u.a. VfB Stuttgart © Getty
Dino Drpic, zuletzt Karlsruher SC © Getty
Berkant Göktan, zuletzt Muangthong United, davor u.a. 1860 München © Sampics
José Goncalves, zuletzt Hearts of Midlothian, davor u.a. 1. FC Nürnberg © Getty
Vahid Hashemian, zuletzt VfL Bochum © Getty
Klemen Lavric, zuletzt Sturm Graz, davor u.a. MSV Duisburg © dpa
Aleksandar Mitreski, zuletzt FC Sion, davor u.a. 1. FC Köln © Getty
Marcello Pletsch, zuletzt FK Vojvodina Novi Sad, davor u.a. 1. FC Kaiserslautern © Getty
Markus Pröll, zuletzt Eintracht Frankfurt © Getty
Vinicius, zuletzt Hannover 96 © Getty
Pierre Womé, zuletzt 1. FC Köln © Getty
Delron Buckley, zuletzt Anorthosis Famagusta, davor u.a. Borussia Dortmund © Getty
Martin Stoll, zuletzt FC Aarau, davor u.a. Karlsruher SC © Getty
Ervin Skela, zuletzt TuS Koblenz © Getty

Den Unmut der Fans zog sich vor allem Schiedsrichter Michael Dean zu. Der Engländer fällte zahlreiche strittige Entscheidungen und stellte zum Entsetzen der Dortmunder Abwehrspieler Marcel Schmelzer (50.) wegen angeblicher Schauspielerei mit der Gelb-Roten Karte vom Platz. Bei ihrer Aufholjagd in Unterzahl waren die Gastgeber auch noch vom Pech verfolgt. So traf der Japaner Shinji Kagawa in der 70. Minute bei der größten BVB-Chance nur den Pfosten. Wie schon zum Bundesliga-Start im August gegen Leverkusen (0:2) gelang es der Elf von Jürgen Klopp nicht mehr, einen Rückstand noch aufzuholen.

Dabei knüpfte der BVB nahtlos an seine jüngsten Vorstellungen in der Liga an und imponierte auch gegen den zweimaligen UEFA-Cup-Sieger mit hoher Laufbereitschaft und großer Passgenauigkeit. Die junge Dortmunder Mannschaft agierte zwar erneut druckvoll, ließ gegen defensiv eingestellte Spanier aber die zuletzt gezeigte Effizienz vor dem Tor vermissen. Selbst in Unterzahl gaben die Westfalen noch den Ton an, scheiterten aber an ihrer mangelnden Durchschlagskraft.

In einem verbissen geführten Kampfspiel dauerte es bis zur 26. Minute, ehe die Hausherren durch Barrios die erste klare Chance verzeichneten. Der Angreifer aus Paraguay scheiterte mit seinem Kopfball am glänzend reagierenden Andres Palop im Tor der Spanier. Die Vorarbeit hatte mit seiner Flanke Jakub Blaszczykowski geleistet. Der Pole ersetzte auf der rechten Dortmunder Seite Jungstar Mario Götze, der wegen einer Oberschenkelverhärtung passen musste.

Der BVB bestimmte auch weiterhin klar das Geschehen, fand aber gegen die aufmerksame Viererkette des FC Sevilla nicht den Spielraum wie zuletzt in der Liga. Auf der Gegenseite fand ein Offensivspiel bei den Spaniern bis auf einen Schuss von Luis Fabiano, der weit am Kasten von Roman Weidenfeller vorbeiflog, gar nicht statt. Drei Minuten vor der Pause verhinderte erneut Palop mit einer Klassereaktion gegen Barrios die eigentlich verdiente BVB-Führung.

Statt sich für ein überlegen geführtes Spiel selbst zu belohnen, gingen die Dortmunder nach einem Gegentor aus dem Nichts sogar mit einem Rückstand in die Kabine. Als die Abwehr in der Nachspielzeit einmal nicht im Bilde war und den Ball nicht aus dem Strafraum bekam, bestrafte Cigarini diese Unaufmerksamkeit mit dem 0:1. Fünf Minuten nach Wiederbeginn traf die Borussen der nächste Schock. Wegen einer angeblichen Unsportlichkeit sah Schmelzer Gelb-Rot. Dean schickte den Abwehrmann vom Platz, weil dieser ein Foul vorgetäuscht haben soll.

dpa

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