Scholes kann Tevez verstehen

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Paul Scholes nimmt Tevez in Schutz.

Manchester - Der frühere englische Nationalspieler Paul Scholes hat Verständnis für den mutmaßlichen Arbeitsverweigerer Carlos Tevez geäußert: "Wenn er nur Ersatz ist, bringt ihn das um."

"Ich kenne Carlos sehr gut", sagte Scholes, der mit Tevez bei Manchester United zusammen gespielt hat, dem englischen Rundfunksender BBC: "Er ist ein Spieler, der immer spielen will. Wenn er nur Ersatz ist, bringt ihn das um. Er denkt dann: 'Der Teammanager ist gegen mich.'"

Tevez soll sich beim 0:2 von Manchester City in der Champions League bei Bayern München geweigert haben, eingewechselt zu werden. Daraufhin war er für zwei Wochen suspendiert worden, Teammanager Roberto Mancini will Tevez "nie wieder" für City spielen lassen.

Für Scholes geht das zu weit. Er selbst habe sich im November 2001 geweigert, für United im Ligapokal zu spielen, weil er zuvor von Teammanager Alex Ferguson gegen den FC Liverpool in der Liga nicht berücksichtigt worden war. Das sei "genauso schlecht, wenn nicht schlimmer" gewesen als das, was Tevez nun getan haben soll. Scholes hat sich später entschuldigt und musste einen Wochenlohn Geldstrafe bezahlen. Der 36-Jährige hatte seine Karriere im Sommer nach 676 Pflichtspielen für United und 24 Titeln beendet.

sid

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