8. Spieltag der Bundesliga

Schon wieder Unentschieden: Wolfsburg unter Schmidt der Remis-Meister

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Leverkusens Leon Bailey (l) und Wolfsburgs Victor Osimhen kämpfen um den Ball.

Wolfsburgs Trainer war mit dem Remis zufrieden, die Leverkusener haderten vor allem mit der Chancenauswertung. Im Duell zwischen Bayer und dem VfL gab es keinen Sieger. So richtig hilft das keinem.

Leverkusen - Ungeschlagen, aber auch immer noch sieglos: Der VfL Wolfsburg wird unter dem neuen Trainer Martin Schmidt zum Remis-Meister der Fußball-Bundesliga. Im vierten Spiel unter dem Schweizer spielten die Wolfsburger durch das 2:2 (1:1) bei Bayer Leverkusen zum vierten Mal unentschieden. Damit erzielten sie wie zuvor beim 2:2 in München einen Achtungserfolg, kommen als 14. im Tabellenkeller aber auch nicht richtig vom Fleck.

Auch Bayer, das nach zwei klaren Heimsiegen gegen Freiburg (4:0) und Hamburg (3:0) erstmals zu Hause wieder Punkte abgab, sucht weiter vergeblich den Anschluss an die oberen Tabellenplätze und ist nur Zwölfter. Dabei hatten der überragende Kapitän Lars Bender mit seinem ersten Treffer seit fast anderthalb Jahren (29. Minute) und 19-Millionen-Zugang Lucas Alario (61.) Leverkusen zweimal in Führung gebracht. Wolfsburg glich durch Divock Origi (44.) und Jakub Blaszczykowski (69.) aber zweimal aus.

„Wir können mit dem Punkt zufrieden sein, wir haben aus wenigen Chancen zwei Tore gemacht“, sagte Schmidt im TV-Sender Sky. „Wir sind zweimal zurückgekommen, es muss in die Köpfe rein, dass wir schwer zu schlagen sind. „In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Chancen liegen lassen. Das Unentschieden ist zu wenig“, sagte Alario.

Die Gäste mussten wie befürchtet auf Mario Gomez verzichten. Der Nationalstürmer, der beim 3:3 im Vorjahr alle drei Tore erzielt hatte, wurde nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk nicht rechtzeitig fit. Auch der 18 Jahre alte Außenverteidiger Gian-Luca Itter, den Schmidt in den vergangenen beiden Spielen 90 Minuten durchspielen ließ, fehlte wegen einer Oberschenkelzerrung.

Bayer-Coach Heiko Herrlich verzichtete auf Charles Aranguiz. Der Chilene war trotz eines Muskelfaserrisses für das Nationalteam nominiert und beim 0:3 gegen Brasilien sogar in der ersten Halbzeit eingesetzt worden. Bayer hatte auf das Vorgehen des chilenischen Verbandes verärgert reagiert.

Die Gäste pressten und verschoben zunächst gut und machten die Räume geschickt eng. In der Umschalt-Bewegung nach einigen Offensivaktionen offenbarte der VfL jedoch Schwächen. Bayer nutzte dies zu einigen blitzschnellen Kontern, spielte diese aber zu hastig aus.

Die erste Großchance ergab sich aus einer Standard-Situation: Bayer-Kapitän Lars Bender spitzelte den Ball nach der ersten Ecke des Spiels Richtung Tor, Paul Verhaegh schlug ihn von der Linie, die zurückgeschlagene Flanke köpfte Lars' Zwillingsbruder Sven Bender knapp daneben (20.). Diese Aktion war der Startschuss für eine Drangphase der Gastgeber, doch der spielfreudige Leon Bailey (25.), Lucas Alario (25.) und Lars Bender (36.) verpassten das mögliche 2:0. Kurz vor der Pause drehte plötzlich Wolfsburg auf und wurde prompt belohnt, als Origi nach einer Flanke von Verhaegh einköpfte.

Nach dem Wechsel dominierte wieder Bayer und Alario stellte seine Torjäger-Qualitäten nach schöner Hereingabe von Wendell eindrucksvoll unter Beweis. Doch die Gäste steckten nie auf, und Blaszczykowski nutzte einen Fehler von Abwehrchef Sven Bender zum 2:2.

dpa

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