Er outete sich im Februar

Robbie Rogers schreibt Geschichte

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Robbie Rogers wurde kurz vor Schluß unter großem Beifall eingewechselt.

Los Angeles - Robbie Rogers hat Sportgeschichte geschrieben und als erster bekennender Homosexueller ein Spiel in einer der großen US-Profiligen bestritten.

Robbie Rogers ist zurück: Drei Monate nach seinem öffentlichen Bekenntnis zu seiner Homosexualität hat der US-Nationalspieler eine erfolgreiche Rückkehr in den Profi-Fußball gefeiert. Der 26-Jährige gab beim 4:0 (4:0) gegen die Seattle Sounders vor 24.811 Zuschauern sein umjubeltes Debüt für seinen neuen Arbeitgeber Los Angeles Galaxy und ist damit der erste schwule MLS-Profi.

„Ich werde diesen Abend niemals vergessen. Ich liebe mein neues Zuhause L.A. Galaxy“, twitterte Rogers, der in der 77. Spielminute eingewechselt wurde. Kapitän Robbie Keane (24./34./44.) führte L.A. mit einem Hattrick in der ersten Halbzeit innerhalb von 21 Minuten fast im Alleingang zum Erfolg, bei dem Sean Franklin (12.) den Treffer zum 1:0 erzielte. „Das Wichtigste ist, dass wir die drei Punkte geholt haben“, betonte Rogers, der für Juninho ins Spiel kam.

Der 18-malige US-Auswahlspieler hatte seine sexuelle Ausrichtung Mitte Februar auf seiner Homepage öffentlich gemacht und zugleich seinen Rücktritt erklärt. Doch bereits Ende März stellte Rogers ein Comeback in Aussicht. Bis Januar stand Rogers beim mittlerweile zweitklassigen englischen Ex-Meister Leeds United unter Vertrag, zuletzt war er aber an den Drittligist FC Stevenage ausgeliehen. 2008 hatte Rogers mit Columbus Crew die US-Meisterschaft gewonnen.

Rogers, der am Samstag bei Galaxy unterschrieben hatte, ist der erste aktive Profi, der offen zu seiner Homosexualität steht. „25 Jahre lang hatte ich Angst, mein Geheimnis mit jemandem zu teilen“, hatte er während seiner Vorstellung beim Ex-Klub von David Beckham aus der nordamerikanischen Profiliga MLS gesagt: „Aber ich habe es getan. Ich habe so lange geschwiegen, weil ich dachte, ich könne nicht beides sein: Ein Fußballer und ein homosexueller Athlet. Aber jetzt bin ich hier, und alles ist vollkommen normal.“

Auf dem Trainingsplatz des Glamourklubs am Avalon Boulevard spielte Rogers Bekenntnis kaum mehr eine Rolle. „Um Gottes willen - wir haben 2013“, sagte Keane: „Egal, wer, wie oder was du bist - wir sind alle gleich. Wir gehen alle auf die gleiche Art auf die Toilette.“ Der ehemalige Leverkusener und Münchner Bundesligaprofi Landon Donovan meinte: „Wie jeder andere Spieler, der eine Weile weg war, braucht er noch ein bisschen. Er wird besser und besser.

"Ich glaube, es ist gut, diese Botschaft mit allen Athleten, allen Menschen auf dieser Welt zu teilen“, sagte Rogers: „Sie müssen sehen, dass ich so bin, wie ihr Sohn, dass ich ein Spieler bin, der seinen Sport liebt.“

An alle Fußballer: Diese Jubel müsst Ihr beherrschen!

An alle Fußballer: Diese Jubel müsst ihr beherrschen!
Der Muskelprotz: Die Muskeln sollte nur spielen lassen, wer auch welche besitzt, wie Mario Balotelli. Wer statt Waschbrett- einen Waschbärbauch unter dem Trikot versteckt, sollte ihn dort auch belassen. Sonst lacht der Gegner noch über Ihr Tor.  © Getty
An alle Fußballer: Diese Jubel müsst ihr beherrschen!
Gruß nach oben: Danke Gott, dass ich so ein toller Kicker sein darf! Der gläubige Fußballer bedankt sich nicht nur beim Assistgeber, sondern auch ganz oben für den Torerfolg. © Getty
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Psssssssssssssst: Gerade gnadenlos ausgepfiffen worden? Ein Törchen zum richtigen Zeitpunkt ist immer die passende Antwort. Und schon schweigt die grölende Meute. Was für eine Genugtuung ... © Getty
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Der Hobbypilot: Der Traum vom Fliegen ist auch unter Fußballern verbreitet. Für alle Hobbypiloten, die vor Glück am liebsten abheben würden, empfiehlt er sich. Bitte darauf achten, dass kein Spieler die Tragflächen streift. © Getty
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Eckfahnenmikro: Die meisten Fußballer sollten das Singen lieber bleiben lassen, hat die Vergangenheit gezeigt. Wer den Fans trotzdem ein Ständchen trällern will, ist an der Eckfahne genau richtig. Die ist nämlich mit keinem Lautsprecher verbunden. © Getty
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Eckfahnengitarre: Die Eckfahne ist generell der Treffpunkt aller musikalischen Fußballer. Sie lässt sich auch als Gitarre missbrauchen, wie die ehemalige Mainzer Boygroup beweist. Mit nur einer Saite lässt sich's gar nicht so falsch klampfen. © Getty
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Herz: Sie schreiben ungern Briefe, kaufen eh immer die falschen Blumen, wollen Ihre Liebe aber trotzdem unter Beweis stellen? Dann ist der Herzjubel genau das Richtige für Sie! Je mehr Fotografen und TV-Kameras anwesend sind, desto besser. Spart auch das Porto.  © Getty
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Hörgerät: Warum seid ihr so leise? Wenn die eigenen Fans mehr mit der eigenen Stadionwurst beschäftigt sind als Ihnen zu huldigen, könnte das genau die richtige Reaktion sein. Klappt auch, wenn die gegnerischen Fans Sie zuvor mit Pfiffen bedacht haben (siehe Pssssssssst) © Getty
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Salto: Flickflack und Salto machen jedes noch so billige Abstaubertor nachträglich zum Highlight! Wenn Sie nicht wissen, was ein Flickflack ist, lassen Sie es besser bleiben. © Getty
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Jubelsprung: Wer über das Mutter-Kind-Turnen nie herausgekommen und beweglich wie eine Bahnschranke ist, dem ist der Jubelsprung zu empfehlen. Einfach Anlauf nehmen und im Sprung einen imaginären Kinnhaken rauslassen. Bääääm! © Getty
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Kreissäge: Ähnlich körperschonend wie der Jubelsprung. Wahlweise mit einer für Grobmotoriker oder zwei Händen für ambitionierte Hobbyheimwerker. © Getty
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Knierutscher: Ein Klassiker - schlecht für die Knie, schlecht für den Platzwart, gut für die Laune! Je nasser der Rasen ist, desto weiter werden Sie rutschen. Wichtig: Nicht bei Knieproblemen, extremer Dürre und auf Kunstrasen machen. © Getty
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Treuebeweis: Ein Kuss aufs Vereinsemblem zur rechten Zeit zeigt, wie loyal Sie zu ihrem Arbeitgeber stehen. Bitte nicht mehr als drei unterschiedliche Logos pro Jahr küssen. © Getty
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Küss den Ring: Der Liebesbeweis für die Ehefrau. Bitte nicht machen, wenn Sie am Abend zuvor fremdgegangen sind. © Getty
Daumenlutscher: Wer nicht nur die Spielerfrau, sondern auch den Nachwuchs grüßen will, macht am besten den Schnullerjubel siehe Jefferson Farfan. Zwei Daumen empfehlen sich bei Zwillingen. Bei Drillingen muss auch noch der große Zeh herhalten. Schwierig.  © dpa
Samba: Tanze Samba mit mir, Samba, Samba die ganze Nacht! Dieser Jubel ist vor allem Spielern wie Dante zu empfehlen, die nicht zur Kategorie Körperklaus zählen. Wer den Frauen schon beim Discofox auf die Zehen tritt, sollte es lieber lassen ... © Getty
An alle Fußballer: Diese Jubel müsst ihr beherrschen!
Ohrschrauber: Dieser Jubel ist eigentlich Luca Toni vorbehalten und der beste Beweis dafür, dass Sie ruhig kreativ sein dürfen und Ihren eigenen Jubel entwickeln sollten. Mindestens zehn Saisontore sollten Sie aber schon schießen, damit sich Ihr eigener Jubel sich bei den Fans einprägt. © Getty

SID

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