Uwe Seeler: Rührende Rede bei Geburtstagsfeier

+
Herzlichen Glückwunsch, Uwe Seeler!

Hamburg - Mit 330 Weggefährten und einer rührenden Rede hat Fußball-Idol Uwe Seeler am Samstag seinen 75. Geburtstag im Hamburger Volksparkstadion gefeiert.

Als das erste Mal “Happy Birthday to you“ eingespielt wurde und die 330 Gäste rhythmisch klatschten, stand Uwe Seeler noch am Fuß der Treppe zum ViP-Bereich und gab Interviews. Nicht alles klappt, wenn man ein begehrtes Fußball-Idol ist und 75 Jahre alt wird. Erst beim zweiten Versuch ging alles gut, Stevie Wonders Lied wurde erneut eingespielt, der Jubilar wie früher im Stadion mit “Uwe, Uwe“-Rufen empfangen. Seeler war bei seinen Gästen, die Fete konnte beginnen.

Uwe Seeler wird 75! Prominente Gäste bei Geburtstagsfeier

Uwe Seeler wird 75! Prominente Gäste bei Geburtstagsfeier

Herzlichen Glückwunsch, Uwe Seeler! Das Fußball-Idol hat mit 330 geladenen Gästen seinen 75. Geburtstag gefeiert © dpa
Uwe Seeler vor einem alten Foto © dpa
“Ich kriege zuhause sicher Ärger, weil ich das nicht sagen darf“, erklärte Seeler in seiner kurzen Rede vor der Eröffnung des Buffets, “liebe Ilka, ich danke dir, dass du alles gemeistert hast. Ohne die Hilfe der Familie hätte ich nicht alles schaffen können. Mach bitte weiter so, dass du weiterhin mit dem Alten zurecht kommst.“ Und damit war dann auch Seelers größter Geburtstagswunsch ausgesprochen. © dpa
Franz Beckenbauer mit Uwe Seelers Gattin Ilka © dpa
Franz Beckenbauer © dpa
Der bekannte Physiotherapeut des Hamburger SV Hermann Rieger (r) und Fußballfunktionär Reinhard Rauball © dpa
Olli Dittrich © dpa
Der ehemaligee Fußballspieler Willi Reimann mit Seelers Gattin Ilka © dpa
Jörg Wontorra und seine Frau Heike © dpa
Berti Vogts © dpa
Franz Beckenbauer © dpa
Der Intendant des Ohnsorg-Theaters, Christian Seeler mit Begleitung © dpa

Rund 330 geladene Familienmitglieder, Freunde, Mitspieler und Funktionäre aus einem ruhmreichen Fußballerleben waren in die Arena des Hamburger SV gekommen, um auf das Wohl des “nach Helmut Schmidt bekanntesten und beliebtesten Hamburgers“ (HSV-Chef Carl-Edgar Jarchow) anzustoßen. Der HSV hatte es sich nicht nehmen lassen, die Feier auszurichten und dafür auch seine Catering-Partner ins Boot geholt.

“Verspreche, dass ich bleibe wie ich bin“

Jarchow überreichte außerdem eine Spende über 75.000 Euro für die Uwe-Seeler-Stiftung, die sich vor allem um unverschuldet in Not geratene Menschen kümmert. Seelers Wunsch an die Mannschaft, am Abend aus Leverkusen mindestens einen Punkt mitzubringen, wollte Jarchow nicht versprechen. “Ich freue mich, dass ihr alle zum Teil von weit her gekommen seid, das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Seeler, “ich freue mich, dass ich in meinem Leben nicht allzu viel falsch gemacht habe und ich verspreche euch, dass ich bleibe wie ich bin.“

Unter den Gästen waren auch Theo Zwanziger, der Präsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB), DFL-Präsident Reinhard Rauball, die Fußballgrößen Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath und Berti Vogts, mit denen Seeler befreundet ist. Und seine persönliche Freundesclique der “Schneeforscher“, mit denen er in der Nacht vor dem Fest schon “ein wenig angefeiert“ hatte.

Zwanziger erinnerte in seiner Rede daran, dass der DFB seinen Ehrenspielführer vor fünf Jahren zum Dauermitglied der DFB-Delegation bei Länderspielen ernannt hatte: “Ich dachte damals, das ist ein Geschenk für dich, tatsächlich hast du uns beschenkt“, sagte der DFB-Boss, “du hast mit deiner Art nach dem Krieg auch für ein gutes internationales Ansehen unseres Landes gesorgt, das ist einer deiner großen Verdienste.“

Seelers Verdienste beim Bau des Stadions

Jarchow hob in seiner Rede besonders hervor, dass die HSV-Arena 1998 während Seelers Präsidentschaft gebaut wurde. “Es wird Zeit, noch einmal daran zu erinnern, ohne dich gäbe es dieses Stadion nicht“, sagte der HSV-Chef, dessen Vorgänger Bernd Hoffmann nicht eingeladen war.

Auf einem roten Teppich waren die Gäste ab 11.30 Uhr nacheinander in den ViP-Bereich des Stadions gekommen. Zahlreiche Fotografen und TV-Teams drängelten sich um die Bilder. Ehefrau Ilka, mit der er seit 1959 verheiratet ist, nahm die Gäste zunächst in Empfang, Hamburger Volkslieder wurden gespielt. Das Geburtstagskind erschien als Letzter gegen 12.25 Uhr.

“Ich kriege zuhause sicher Ärger, weil ich das nicht sagen darf“, erklärte Seeler in seiner kurzen Rede vor der Eröffnung des Buffets, “liebe Ilka, ich danke dir, dass du alles gemeistert hast. Ohne die Hilfe der Familie hätte ich nicht alles schaffen können. Mach bitte weiter so, dass du weiterhin mit dem Alten zurecht kommst.“ Und damit war dann auch Seelers größter Geburtstagswunsch ausgesprochen.

dapd

Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten

Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten

Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Uwe Seeler, Debüt am 16.10.1954 mit 17 Jahren und 11 Monaten, gegen Frankreich (1:3), insgesamt 72 Länderspiele © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Mario Götze, Debüt am 17.11.2010 mit 18 Jahren und 5 Monaten gegen Schweden (0:0). Noch aktiv. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Olaf Thon am 16.12.1984 mit 18 Jahren und sieben Monaten gegen Malta (3:2), insgesamt 52 Länderspiele. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Lukas Podolski am 06.06.2004 mit 19 Jahren gegen Ungarn (0:2). Noch aktiv. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Karl-Heinz Schnellinger am 02.04.1958 mit 19 Jahren gegen die CSSR (2:3), insgesamt 47 Länderspiele. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Helmut Haller am 24.09.1958 mit 19 Jahren und zwei Monaten gegen Dänemark (1:1), insgesamt 33 Länderspiele. Vier Jahre zuvor gab Klaus Stürmer am 16.10.1954 mit 19 Jahren und zwei Monaten sein Debüt gegen Frankreich (1:3), insgesamt zwei Länderspiele - hier die WM-Elf von 1954 aus dem gleichen Jahr. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Lothar Matthäus am 14.06.1980 mit 19 Jahren und zwei Monaten gegen die Niederlande (3:2), insgesamt 150 Länderspiele © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Marko Marin am 27.05.2008 mit 19 Jahren und zwei Monaten gegen Weißrussland (2:2), noch aktiv. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Ludwig Kögl am 15.06.1985 mit 19 Jahren und drei Monaten gegen Mexiko (0:2), insgesamt zwei Länderspiele (Kögl ist hier bei einem Altstars-Spiel zwischen dem FC Bayern und Real Madrid zu sehen). © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Bernd Schuster, Debüt am 22.05.1979 mit 19 Jahren und fünf Monaten gegen Irland (3:1), insgesamt 21 Länderspiele. © dpa
Teenager in der DFB-Elf: Die jüngsten Debütanten
Karlheinz Förster, Debüt am 05.04.1978 mit 19 Jahren und acht Monaten gegen Brasilien (0:1), insgesamt 81 Länderspiele. © dpa

Auch interessant

Kommentare