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Seinsch dreht Augsburg den Geldhahn zu

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Von: Tobias Kimmel

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München - Walther Seinsch hat den FC Augsburg mit seinem finanziellen Engagement aus den Untiefen der Bayernliga geholt. Jetzt stellt der Vereins-Präsident die Zahlungen ein.

Seine größten Träume mit dem FC Augsburg hat der millionenschwere Unternehmer in der Fuggerstadt bereits erfüllt: ein eigenes, schmuckes Stadion, in dem attraktiver Profi-Fußball gespielt wird.

Dazu hat Seinsch, ehemaliger Anteilseigner der Textilunternehmen KiK und Takko, vor Jahren eine schlagkräftige Investorengrupe zusammengetrommelt. Jetzt, wenige Tage vor der Jahreshauptversammlung der Vereins, sieht der 69-Jährige die Zeit gekommen, sich finanziell zurückzuziehen.

Die wertvollsten Spieler des FC Augsburg

"Die Investorengruppe hat ihre zugesagten Investitionen in den Verein und in das Stadion weit überfüllt und ist nicht mehr in der Lage, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen", sagt Seinsch im Interview mit der "Augsburger Allgemeine": "Ich selbst habe mich als Teil der Investorengruppe bis zur Grenze meiner Belastbarkeit finanziell engagiert. Weitere Investitionen sind mir nicht möglich. Das bedeutet, dass der Verein und der Profibereich zukünftig auf eigenen Füßen stehen müssen."

Seinsch ist zuversichtlich, dass dem Verein das unter Geschäftsführer Andreas Rettig und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Bircks gelingt. Ob der FCA aber künftig kleinere Semmeln backen muss, vermag er noch nicht abzusehen. Zur Saison 2011/12 fordert er einen ausgeglichenen Vereinshaushalt, der zurzeit noch nicht errreicht wird. Zahlungen an die Investorengruppe werden aber angeblich erst fällig, wenn die Zweiliga-Profis Gewinne erwirtschaften.

Seinschs Vermächtnis: Die Impuls Arena

"Ich werde auf der Mitgliederversammlung darlegen, dass der FCA nach wie vor ein armer Verein ist, der nicht in der Lage ist, dringend notwendige Investitionen in das Jugendleistungszentrum und in Trainingsplätze für die Profis zu tätigen", erklärt Seinsch in dem Interview: "Aber der FCA ist auch ein Club ohne Bankschulden, ohne Steuerschulden und dergleichen."

Zu Weihnachten wünscht sich Seinsch "ein Großunternehmen der bayerischen Wirtschaft" als Investor für den FCA.

kim

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