Der FCA-Präsident regt die Fantasie der Fans gewaltig an…

Seinsch träumt vom Uefa-Cup

Augsburg - Martin Luther King hatte 1963 einen Traum. FCA-Präsident Walther Seinsch hat 2008 gleich zwei.

Und einer davon endet mit dem Uefa-Cup-Sieg des FC Augsburg, nach 0:3-Rückstand, im Elfmeterschießen!

In der aktuellen Ausgabe der Stadionzeitschrift Stadionkurier bemüht er die Fantasie der Fans.

Traum eins: „Der FCA liegt 0:2 zurück und spielt einen großen Mist.“ Aber: „Kein Pfeifen im großen Rund, kein Stinkefinger, keine Aggressionen.“ Seinschs Version der Restaurantkritik, wie sie Manager Andreas Rettig nach dem 0:2 gegen den FSV Mainz am 6. Spieltag an den Fans übte? Der Traum ist erfüllbar, auch wenn der FCA seitdem zu Hause weniger „Mist“ abgeliefert hat… Und der zweite – „Auch nur ein Traum?“ Im Uefa-Cup-Finale hat zumindest noch kein Team ein 0:3 gedreht. Allenfalls in der Champions League, als der FC Liverpool gegen den AC Mailand 2005 noch im Elfmeterschießen gewonnen hat. Aber Liverpool hatte in den Jahren davor nicht viel mit der zweiten Liga zu tun…

Seinsch im Wortlaut

„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe FCA-Fans, Ich hatte zwei Träume.

Der erste Traum:Der FCA spielt in der impuls arena. Alle fühlen sich dort wohl. Die Rollifahrer, die Sponsoren, die Armen, die Reichen, die Gottlosen und die Frommen, die Intellektuellen und die Einfältigen, Alt und Jung, Mann und Weib, Familien und Singles, Einheimische und Gäste, Spieler, Fans und Trainer. Wir singen zusammen, wir fassen uns bei den Händen, wir genießen die fröhliche Aura und fühlen uns alle miteinander verbunden. Der FCA liegt 0:2 zurück und spielt einen großen Mist. Die Menschen im Stadion reagieren: Sie singen lauter, feuern an und reißen alle mit!! Kein Pfeifen im großen Rund, kein Stinkefinger, keine Aggressionen. Wir verlieren. Wir sind traurig. Wir freuen uns auf das nächste Spiel. Bleibt das ein Traum?

Der zweite Traum: Der FCA kommt ins Endspiel des Uefa-Cups. Austragung des Spiels im Ausland. Tausende FCA-Anhänger fahren und fliegen dorthin. Wir liegen 0:3 zurück. Wir singen aus tausenden Kehlen und bejubeln jeden Einwurf unseres Teams. Wir holen auf und gewinnen im Elfmeterschießen. Auch nur ein Traum?

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Walther Seinsch“

Quelle: tz

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