21-Jähriger verlässt Arsenal

Gnabry-Wechsel zu Werder Bremen perfekt

Bremen - Am Dienstag war ein regelrechtes Wirrwarr um einen möglichen Wechsel von Serge Gnabry in die Bundesliga entstanden. Nun ist es fix: Der 21-Jährige wechselt zu Werder Bremen.

Olympia-Held Serge Gnabry soll als Hoffnungsträger den SV Werder Bremen in sichere Regionen führen. Der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga verpflichtete den 21 Jahre alten Stürmer des FC Arsenal am letzten Transfertag. Der U 21-Nationalspieler, der in Rio die Silbermedaille mit dem deutschen Team gewonnen hatte, unterzeichnete am Mittwoch einen längerfristigen Vertrag in Bremen. Zu der Laufzeit machte Werder-Sportchef Frank Baumann keine Angaben, die Ablösesumme für das umworbene Talent wird auf fünf bis sechs Millionen Euro geschätzt.

„Wir wünschen uns, dass Serge Stammspieler bei uns wird. Er hat viel Qualität, einen schnellen Antritt und ist gut im 1:1-Spiel. Er benötigt aber Spielpraxis“, sagte Baumann bei der Vorstellung des Angreifers. Gerüchte über ein Mitwirken von Bayern München an dem überraschenden Transfer wies der Geschäftsfrüher energisch zurück. „Wir sind liquide genug, um den Transfer allein zu stemmen. Es war keine anderer Verein daran beteiligt“, betonte Baumann.

„Die Gespräche mit Trainer Viktor Skripnik waren sehr positiv. Deshalb habe ich mich für Werder entschieden“, erläuterte Gnabry seine Wahl für die Hanseaten. „Ich bin ein offensiver und kreativer Spieler. Ich will viel Wind machen und der Mannschaft helfen. Wir werden sicher eine erfolgreiche Saison haben und können im oberen Mittelfeld mitspielen“, erklärte er die Ziele für seine erste Station in der Bundesliga.

Bilder: Gnabrys erster Auftritt in Bremen

Werder Bremen Neuzugang Serge Gnabry wird vorgestellt
Serge Gnabry wurde am Mittwoch offiziell als Neuzugang von Werder Bremen vorgestellt.  © dpa
Werder Bremen Neuzugang Serge Gnabry wird vorgestellt
Serge Gnabry wurde am Mittwoch offiziell als Neuzugang von Werder Bremen vorgestellt.  © dpa
Werder Bremen Neuzugang Serge Gnabry wird vorgestellt
Serge Gnabry wurde am Mittwoch offiziell als Neuzugang von Werder Bremen vorgestellt.  © dpa
Werder Bremen Neuzugang Serge Gnabry wird vorgestellt
Serge Gnabry wurde am Mittwoch offiziell als Neuzugang von Werder Bremen vorgestellt.  © dpa
Werder Bremen Neuzugang Serge Gnabry wird vorgestellt
Serge Gnabry wurde am Mittwoch offiziell als Neuzugang von Werder Bremen vorgestellt.  © dpa
Werder Bremen Neuzugang Serge Gnabry wird vorgestellt
Serge Gnabry wurde am Mittwoch offiziell als Neuzugang von Werder Bremen vorgestellt.  © dpa

In Bremen erhält Gnabry das Trikot mit der Rückennummer 29. Die Nummer trug bei Werder einst auch sein bisheriger Arsenal-Kollege Per Mertesacker, mit dem sich die Bremer Verantwortlichen über den Transfer ausgetaucht hatten. „Ich habe auch mit Per und Mesut Özil gesprochen, die letzte Entscheidung habe aber ich getroffen“, sagte Gnabry. Er reiste nach der Präsentation sofort zurück nach Kassel zur U 21-Nationalmannschaft, für die er in den nächsten Tagen zwei Länderspiele bestreiten soll.

Sein erstes Training mit den Werder-Profis ist frühestens am 7. September möglich. Gnabry soll die Verletzung von Neuzugang Max Kruse auffangen, der noch mehrere Wochen ausfallen wird. Torjäger Claudio Pizarro, dessen Verletzung abklingt, freute sich auf die Verstärkung im Angriff. „Das ist auch gut für mich. Wir werden versuchen, ihn schnellstmöglich zu integrieren“, sagte der Routinier.

Der gebürtige Stuttgarter Gnabry war 2011 nach London gewechselt, konnte sich aber in der Premier League bei Arsenal nie durchsetzen. Zuletzt sorgte der Offensivspieler allerdings bei den Olympischen Spielen mit sechs Toren in sechs Spielen für Furore. Olympia-Trainer Horst Hrubesch setzt große Stücke auf den Neu-Bremer und traut ihm den Sprung in die A-Nationalmannschaft zu. „Er hat sicher die Voraussetzungen“, sagte Hrubesch über den Rechtsfuß.

Welche Wechsel in der Fußballwelt noch in letzter Minute über die Bühne gegangen sind, können Sie in unserem Transferticker nachlesen.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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