Sieg für Freiburg im Abstiegskampf - 1:0 gegen Köln

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Siegtorschütze Mike Frantz (r) sicherte den Freiburgern drei Punkte im Abstiegskampf. Foto: Patrick Seeger

Der SC Freiburg brachte im umkämpften Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln die 1:0-Pausenführung über die Zeit. Es war der dritte Pflichtspielsieg der Freiburger gegen den Aufsteiger in dieser Saison.

Freiburg (dpa) - Nach 63 Minuten ging Mike Frantz raus mit Applaus. Der Stürmer des SC Freiburg hatte sich bis dahin nicht nur völlig verausgabt im Heimspiel gegen den 1. FC Köln.

Er hatte auch seinen optimalen Beitrag dazu geleistet, dass der Fußball-Bundesligist aus Südbaden den Abstand auf die Abstiegszone weiter vergrößerte. In der 37. Minute erzielte Frantz vor 23 800 Zuschauern im Schwarzwaldstadion per Kopfball das Tor zum 1:0 (1:0)-Sieg der Freiburger. "Vom Timing her hat alles gepasst. Das war ein schöner Treffer von uns", sagte Frantz.

Die Leistung der Gastgeber war zwei Wochen nach dem 2:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg dagegen nicht so berauschend. SC-Trainer Christian Streich war zwar erleichtert, dass seine Mannschaft weiter Boden gutmachte im Kampf um den Klassenverbleib. Er sprach aber von einem "wirklich glücklichen Sieg", weil Köln vor allem nach der Pause "die bessere Mannschaft" gewesen sei. "Aber ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Das zeigt, was für ein langer Weg noch vor uns liegt."

Die Breisgauer weisen als 14. nun 28 Punkte auf und liegen drei Zähler vor dem Hamburger SV, der vor den Sonntagsspielen den Relegationsrang belegt. Freiburg rückte bis auf zwei Zähler an die Kölner heran, die wieder in die Gefahrenzone gerieten. Es war der dritte Pflichtspielsieg gegen den Aufsteiger in dieser Saison nach dem 1:0-Auswärtserfolg in der Hinrunde und dem 2:1 im Pokal-Achtelfinale. "Wieder mal Gratulation an Freiburg. Es ist heute bitter", sagte der Kölner Coach Peter Stöger, weil er denke, dass die Niederlage "nicht notwendig war". Aber nur 45 Minuten eine gute Leistung abzurufen, reiche eben nicht. 

Vor der Pause verlegten sich die Kölner eher aufs Abwarten und Kontern. Die Gastgeber versuchten dagegen wie schon gegen Augsburg, mit einer Mischung aus langen Bällen und Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen. Beide Marschrichtungen brachten lange Zeit nichts ein, weil sich die Mannschaften zwischen den Strafräumen weitgehend neutralisierten. Mit zunehmender Spieldauer verschafften sich die Freiburger Feldvorteile. Für ihr Engagement sahen sie sich in der 37. Minute belohnt. Einen von Oliver Sorg gefühlvoll in den Strafraum gechippten Flankenball verwertete Frantz aus sechs Metern zu seinem vierten Saisontor. 

Nach dem Wechsel drängten die Gäste auf den Ausgleich und die Breisgauer häufiger in deren Hälfte zurück. Für wirkliche Torgefahr sorgte der Aufsteiger aber erst in der 77. Minute, als ein Schuss von Marcel Risse aus spitzem Winkel an der Latte landete. Wenige Minuten zuvor war der eingewechselte Freiburger Maximilian Philipp im Kölner Strafraum in Bedrängnis zu Fall gekommen, der Elfmeterpfiff blieb aber aus.

In der spannenden Schlussphase, in der der für Nils Petersen gekommene Freiburger Angreifer Admir Mehmedi den Pfosten traf, hielt SC-Torhüter Roman Bürki den Dreier für die Gastgeber fest. "Das war ein kleiner Schritt von uns Richtung Klassenerhalt", meinte er.  

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 44,6 - 55,4

Torschüsse: 10 - 19

gew. Zweikämpfe in %: 48,7 - 51,3

Fouls: 8 - 16

Ecken: 5 - 7

Quelle: optasports.com

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