Sieg über Aue

Lautern erobert Aufstiegsplatz

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Kaiserslauterns Alexander Baumjohann (l) jubelt mit Mohamadou Idrissou über sein Tor zum 2:1.

Kaiserslautern - Angeführt vom überragenden Alexander Baumjohann hat Zweitligist 1. FC Kaiserslautern erstmals in dieser Saison einen direkten Aufstiegsplatz erobert.

Die weiter ungeschlagenen „Roten Teufel“ bezwangen Erzgebirge Aue verdient mit 4:1 (2:1) und sind nach zwölf Spieltagen mit 24 Punkten erster Verfolger von Spitzenreiter Eintracht Braunschweig (30). Die Gäste aus Aue (12) fielen auf den 13. Rang zurück und stecken wieder mitten im Abstiegskampf.

„Platz zwei fühlt sich sehr gut an. Die Mannschaft hat ein tolles Spiel gezeigt, der Sieg war insgesamt verdient“, sagte FCK-Trainer Franco Foda. Aue-Coach Karsten Baumann haderte derweil mit Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen). „Er hat heute das Spiel entschieden. Das war nicht das erste Mal, dass wir nicht begünstigt waren“, sagte Baumann, der unter anderem einen nicht gegebenen Elfmeter bemängelte und in der Schlussphase auf die Tribüne geschickt wurde.

Hendrick Zuck (8.), Baumjohann mit einem Doppelpack (36. und 79. ) und Mohamadou Idrissou (81.) sorgten vor 23.372 Zuschauern auf dem Betzenberg für den erst am Ende deutlichen Heimsieg. Jan Hochscheidt (23.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich des FC Erzgebirge, der auswärts weiter auf seinen ersten Sieg wartet und zu allem Überfluss Jakub Sylvestr mit einer Roten Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung (80.) verlor.

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Bundestrainer, wie aktuell Joachim Löw, sitzen in der Regel fest im Sattel. Schwerer haben es da die Bundesliga-Trainer. Besonders wenn die ersten Spiele verloren gehen, wird der Coach meist als erstes hinterfragt. Sehen Sie hier die Trainerentlassungen seit 1999 und in welcher Situation sie den Verein verlassen mussten. © getty
1999/2000: Jörg Berger, Eintracht Frankfurt, 17. Spieltag, 18. Platz, 9 Punkte. © getty
2000/01: Andreas Zachhuber, Hansa Rostock, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © getty
2001/02: Frank Pagelsdorf, Hamburger SV, 6. Spieltag, 12. Platz, 5. Punkte. © getty
2002/03: Andreas Brehme, 1. FC Kaiserslautern, 3. Spieltag, 16. Platz, 1 Punkt. © dpa
2003/04: Armin Veh, Hansa Rostock, 8. Spieltag, 14. Platz, 5 Punkte. © dpa
2004/05: Jupp Heynckes, Schalke 04, 4. Spieltag, 17. Platz, 3 Punkte. © dpa
2005/06: Klaus Augenthaler, Bayer Leverkusen, 4. Spieltag, 12. Platz, 4 Punkte. © getty
2006/07: Peter Neururer, Hannover 96, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © dpa
2007/08: Petrik Sander, Energie Cottbus, 6. Spieltag, 18. Platz, 2 Punkte. © getty
2008/09: Jos Luhukay, Borussia Mönchengladbach, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2009/10: Jörn Andersen, FSV Mainz 05, vor Saisonbeginn, nach der Pleite im DFB-Pokal gegen Lübeck. © dpa
2010/11: Christian Gross, VfB Stuttgart, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2011/12: Michael Oenning, Hamburger SV, 6. Spieltag, 18. Platz, 1 Punkt. © getty
2012/13: Felix Magath, Vfl Wolfsburg, 8. Spieltag, 18. Platz, 5 Punkte © dpa

In einem munteren und intensiven Spiel versteckten sich die Gäste keineswegs, ließen aber die nötige Torgefahr vermissen. Ganz anders Kaiserslautern: Mit schnellem Direktspiel kam die Mannschaft von Trainer Foda immer wieder zu Chancen und nach nur acht Minuten auch zur Führung. Nach Flanke von Kapitän Florian Dick erzielte Zuck mit einer schönen Direktabnahme sein zweite Saisontor. In seiner besten Phase kam Aue anschließend zum Ausgleich, als Hochscheidt aus sechs Metern per Kopf zur Stelle war. Ein Genie-Streich von Baumjohann sorgte wenig später jedoch für die erneute FCK-Führung. Der Ex-Schalker, erst vor einer Woche Vater geworden, traf nach einem zunächst abgeblockten Schuss per Fallrückzieher ins lange Eck zum 2:1.

Nach der Pause verflachte die Partie zunächst. Kaiserslautern gab weiter den Ton an, hatte durch Steven Zellner (53.) und Konstantinos Fortounis (60.) auch gute Gelegenheiten, offenbarte jedoch Schwächen im Abschluss. Aue versuchte mit großem Einsatz Nadelstiche zu setzen, kam aber kaum zu konstruktiven Kontern. Die beste Chance zum Ausgleich vergab der Ex-Lauterer Fabian Müller in der 71. Minute. In der Schlussphase sorgten Baumjohann mit seinem dritten und Idrissou mit seinem achten Saisontor für den Endstand.

Beste Spieler bei Kaiserslautern waren der überragende Baumjohann und Fortounis. Bei Aue überzeugten Hochscheidt und Marc Hensel.

sid

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