Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

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Sky-Moderatorin im tz-Interview

Kastrop: Doppel­sechs interessiert mehr als Sixpack

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tz-Redakteur Bernd Brudermanns mit Jessica Kastrop in der Sportbar Kennedy’s am Sendlinger Tor.

München - Was Sky-Moderatorin Jessica Kastrop sich für die kommende Saison erwartet und warum immer mehr Frauen ins Stadion gehen, darüber sprach die tz mit der Münchnerin in der Sportbar Kennedy’s.

Sie war die erste deutsche TV-Frau an der Fußball-Seitenlinie und gehört heute zu den bekanntesten Sportjournalistinnen: Jessica Kastrop, Sky-Moderatorin, Buchautorin und Botschafterin der deutschen Sportlotterie. Zum Bundesliga-Auftakt ist sie bei Bremen gegen Schalke vor Ort. Was sie sich für die kommende Saison erwartet und warum immer mehr Frauen Fußball gucken und auch ins Stadion gehen, darüber sprach die tz mit der Münchnerin in der Sportbar Kennedy’s am Sendlinger Tor.

Frau Kastrop, erobert der Fußball jetzt endgültig auch die Frauen?

Jessica Kastrop: Vereinfacht gesagt haben viele Frauen früher eher nach Spielern geschaut, jetzt geht es eher darum, wirklich das Spiel zu gucken. Es gibt genügend Mädels, die sich nicht mehr nur für Mario Gomez interessieren - zumindest war das zu seiner Bayern-Zeit ja immer ein Thema –, sondern wirklich Partie und Taktik verfolgen. Doppel­sechs statt Sixpack ist für die Frauen angesagt.

Also sind auch für uns Männer nur noch Fachdebatten angesagt ...

Jessica Kastrop: Es gibt einfach immer mehr Frauen, die sich mit der Schönheit des Spiels beschäftigen. Insofern ist der Fußball in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Er ist ein verbindendes Element, für Familien, aber auch unter Frauen. Ich würde mir deshalb auch wünschen, dass Frauen noch mehr wahrgenommen werden.

Inwiefern?

Jessica Kastrop: In der US-Football-Liga NFL gibt es zum Beispiel ein Programm für weibliche Fans, da werden Fan-Reisen für Frauen angeboten. So etwas bräuchten wir hier auch, viele Frauen haben einfach keinen Bock auf die Unannehmlichkeiten. Das beginnt im Parkhaus und geht hin bis zum Essen im Stadion – für den normalen Fan, nicht im VIP-Bereich. 25 Prozent der Stadion-Zuschauer sind Frauen, aber wir fühlen uns teilweise nicht abgeholt.

Aber zumindest bei den Fußball-Outfits ändert sich was – es wird immer modischer...

Jessica Kastrop: Ja, das sieht man ja beim Frauen-Trikot von Manchester United mit dem tiefen V-Ausschnitt. Das ist doch großartig, ich finde diese Sexismus-Debatte geradezu absurd.

Zurück zum Sportlichen: Was erwarten Sie in der kommenden Saison?

Jessica Kastrop: Ich glaube, dass Dortmund eine ganz andere Rolle spielen wird, wenn Thomas Tuchel den Henrich Mchitarjan hinkriegt. Und ich traue das dem Trainer zu, weil er sensibel und empathisch ist. Für die Borussia ist das alles ein frischer Start. Zu den Bayern: Mit seiner enormen Schnelligkeit bietet Neuzugang Douglas Costa der Offensive eine weitere Waffe – auch deshalb führt der Weg zum Titel auch in diesem Jahr nur über den Rekordmeister. Und dann erwarte ich natürlich auch wieder Wolfsburg mit oben. Ich finde die unaufgeregte Arbeitsweise von Klaus Allofs und Dieter Hecking bemerkenswert. Sie haben nicht nur den Verein, sondern auch die Spieler weiterentwickelt.

Sehen Sie noch einen Klub, der oben angreifen kann?

Jessica Kastrop: Nein. Leverkusen, Schalke und Gladbach werden sich dahinter einreihen. Auf Schalke bin ich sehr gespannt. Gladbach hat natürlich Max Kruse verloren, aber sie sind das ja gewohnt: Marco Reus, Dante, Ter Stegen – immer wieder sind Leistungsträger gegangen.

Und auf was dürfen wir uns noch freuen?

Jessica Kastrop: Auf die Lilien, vielleicht kann Darmstadt mit viel Euphorie die Klasse halten. Und ich freue mich auf den HSV. Ich bin mal gespannt, ob Anspruch und Wirklichkeit da noch weiter auseinanderklaffen können...

Kastrops Tipps für Münchner Sky-Bars

  • Bachmaier Hofbräu, Leopoldstr. 50
  • Stadion an der Schleißheimerstraße, Schleißheimer Str. 82
  • Sportsbar B7 Lounge, Theresienhöhe 7
  • H’ugo’s, Promenadeplatz 1 – 3
  • Tegernseer Tal, Tal 8
  • Sax (VfB Stuttgart Fan-Kneipe), Hans-Sachs-Str. 5
  • Café an der Uni, Ludwigstraße 24
  • Kennedy’s, Sendlinger-Tor-Platz 11
  • Sport-Café Schiller, Schillerstraße 3

Interview: Bernd Brudermanns

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