Spanische Presse krisisiert Özil und Khedira

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Sami Khedira am Samstag im Real-Dress

Madrid - Real Madrid kommt nicht in Schwung. Die spanische Presse ging mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira hart ins Gericht.

Ausrutscher im Armenhaus: Real Madrid, der reichste Fußballverein der Welt, kam beim Aufsteiger UD Levante, dem ärmsten Club der spanischen Liga, nur zu einem torlosen Remis. Die Madrider Presse machte nach dem enttäuschenden 0:0 die deutschen Real-Profis Mesut Özil und Sami Khedira als Schwachstellen aus. Der Ex-Bremer und der frühere Stuttgarter mussten sich vorhalten lassen, nicht genügend für den Spielaufbau getan zu haben.

Real (11 Punkte) musste die erst am Dienstag eroberte Tabellenführung in der Primera División wieder an den FC Valencia (13) abtreten, der bei Sporting Gijón 2:0 gewann. Titelverteidiger FC Barcelona (12) zog mit einem 3:1-Sieg bei Athletic Bilbao ebenfalls an den “Königlichen“ vorbei. Neben dem Athletic-Verteidiger Fernando Amorebieta wurde auch Barças Nationalstürmer David Villa vom Platz gestellt.

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Nicht nur auf den neuen und alten Weltmeister Felix Sturm und seinen Gegner Giovanni Lorenzo waren Anfang September in Köln die Blicke gerichtet. In der Lanxess-Arena gab's auch einen echten Promi-Auflauf - unter anderem mit zahlreichen Fußball-Nationalspielern © dpa
Die Moderatorin Barbara Eligmann und ihr Ehemann Thomas Justus © dpa
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Lukas Podolski und seine Monika © dpa
Toni Kroos (l-r), Miro Klose und der Moderator Oliver Pocher © dpa
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Holger Badstuber, Bastian Schweinsteiger und Sascha Riether © AP
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Gekämpft wurde natürlich auch. Felix Sturm blieb Weltmeister. © Getty
Christine Theiss verteidigte ihren Kickbox-Titel © Getty

Real hatte beim Neuling ganz anders Sorgen und musste sich nach der niveuarmen Nullnummer derbe Medienschelte gefallen lassen. Besonders hart ging die Sportzeitung “As“ mit Khedira ins Gericht. “Der Deutsche war praktisch von der Bildfläche verschwunden. Sein Beitrag zum Spielaufbau war gleich null“, meinte das Blatt und stufte Khedira als schlechtesten Spieler auf dem Platz ein.

Özil wurde vorgeworfen, als Spielmacher kleine Verantwortung übernommen zu haben und ebenfalls in der Versenkung verschwunden zu sein. “Er zeigt zunehmend Anzeichen von Unbeständigkeit, vor allem in den Auswärtsspielen“, hielt das Sportblatt “Marca“ dem Ex-Bremer vor, der nach 62 Minuten ausgewechselt wurde. “Er muss diese Durststrecken unbedingt überwinden, denn Real braucht ihn dringend.“

Özil, nach zwei glanzvollen Partien für Real bereits als aufgehender Stern am Fußballhimmel gefeiert, erinnert die Madrilenen immer mehr an Guti. Der Mittelfeldspieler, der zu Saisonbeginn zu Besiktas Istanbul gewechselt ist, war bei Real mal ein genialer Ideengeber, mal ging er aber auch völlig unter. “Bei UD Levante erinnerte Özil an die schlechte Seite von Guti“, kritisierte “As“.

Der Rekordmeister berannte fast pausenlos das Tor des Aufsteigers, hatte aber kein Schussglück. Zudem wirkten die Madrilenen ideenlos und schwerfällig gegen einen Gegner, dessen Budget nur vier Prozent des Etats der “Königlichen“ beträgt. UD Levante, der kleine Nachbar des FC Valencia, hatte vor kurzem noch am Rande des Bankrotts gestanden. Der Club war für zahlungsunfähig erklärt worden, seine Finanzen standen bis vor wenigen Tagen unter der Kontrolle eines gerichtlichen Aufsehers. Levante konnte jahrelang nur Spieler verpflichten, die keine Ablösesumme kosteten. “Ein Bein des Real- Stars Cristiano Ronaldo kostet mehr als der ganze Kader von Levante“, witzelte die Zeitung “El País“.

Real-Trainer José Mourinho räumte ein: “Unsere Schwäche im Abschluss macht mir Sorge.“ Das Starensemble um Ronaldo erzielte in fünf Punktspielen nur sechs Treffer. Vor einem Jahr waren es 16. Dennoch wurde Trainer Manuel Pellegrini zum Saisonende entlassen.

dpa

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