Unglückliche Wahl in Italien

Spieler protestieren wegen Sponsor gegen Verband

Rom - Italiens Spielergewerkschaft wehrt sich gegen einen neuen Sponsorenvertrag des Verbands. Der Grund: Der Partner ist ausgerechnet ein Glücksspielunternehmen.

Der Sponsorenvertrag mit dem Glücksspielunternehmen Intralot hat Italiens Fußballverband FIGC heftige Kritik eingebracht. "Wir werden uns mit allen Mitteln gegen diesen Sponsorvertrag wehren. Wir wollen nicht, dass die Nationalspieler mit einer Glücksspielgesellschaft in Verbindung gebracht werden", sagte Umberto Calcagno, Präsident der Spielergewerkschaft AIC.

Vize-Innenminister Filippo Bubbico erklärte, es sei "paradox, dass der Fußballverband eine Verbindung mit einer Glücksspielgesellschaft eingehen." Die oppositionelle "Fünf Sterne"-Bewegung forderte gar den Rücktritt von Verbandschef Carlo Tavecchio. Der Verbraucherschutzverband Codacons drohte damit, den Verband zu verklagen.

FIGC-Generaldirektor Michele Uva entgegnete, man habe gemeinsam mit dem neuen Hauptsponsor "ein Projekt zur Bekämpfung von Spielsucht entwickelt."

sid

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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