Der Fußballclub aus Franken

SpVgg Greuther Fürth: Der Fußballverein mit großer Tradition

Der Fürther Julian Green (M) jubelt mit seinen Kollegen über einen Treffer
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Der Fürther Julian Green (M) jubelt mit seinen Kollegen über einen Treffer

In der Saison 2021/22 gelang der SpVgg Greuther Fürth der Aufstieg in die erste Bundesliga. Alle Infos zum Verein und seiner Geschichte.

Fürth – In der Saison 2021/2022 ist die SpVgg Greuther Fürth das erste Mal seit fast zehn Jahren wieder in der ersten Bundesliga. Das letzte Mal spielte der Fußballverein aus Mittelfranken in der Saison 2012/2013 erstklassig.

SpVgg Greuther Fürth: Die Geschichte des Fußballvereins

Im Jahr 1903 gründeten Mitglieder des ehemaligen TV Fürth 1860 die Spielvereinigung Fürth. Dieses Vorhaben fand bei der Vereinsführung wenig Unterstützung, weshalb es 1906 zu einer Loslösung und der Gründung eines eigenen Vereins kam. 1914 war die SpVgg Fürth der größte deutsche Sportverein mit mehr als 3.000 Mitgliedern.

Bedeutende Erfolge feierte der Fußballverein vor dem Zweiten Weltkrieg. Zwischen 1912 und 1914 gewann die SpVgg Fürth die Ostkreisliga drei Jahre in Folge. Jedes Jahr qualifizierte sich der Fußballverein für die süddeutsche Meisterschaft und gewann diese schließlich im Jahr 1914.

Mit Beginn der 1930er-Jahre spielte der Fußballverein eine immer kleinere Rolle. Noch Ende der 1920er-Jahre liefen die meisten Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft für die SpVgg Fürth auf, doch während der 1930er befand sich der Fußballverein hauptsächlich in der Mitte der Ligatabelle.

Die SpVgg Fürth spielte anschließend zweit- bis viertklassig. Seit der Umbenennung in SpVgg Greuther Fürth im Jahr 1996 spielte der Fußballverein in den grün-weißen Vereinsfarben hauptsächlich in der zweiten Liga. Das wird auch an der Erfolgsbilanz deutlich: An der Spitze der ewigen Tabelle der zweiten Fußball-Bundesliga befindet sich die SpVgg Greuther Fürth.

SpVgg Greuther Fürth: Das Stadion des Fußballvereins

Das Stadion der SpVgg Greuther Fürth ist der Sportpark Ronhof. Seine Anfänge hatte das Stadion als Sportplatz am Ronhofer Weg. Im Gründungsjahr 1910 war der Ronhof noch eine eigene, unabhängige Gemeinde. Das Stadion bestand zu diesem Zeitpunkt aus einer Holztribüne und Stehwällen, die Platz für 8.000 Zuschauer boten. Über die Jahre hinweg vergrößerten die zuständigen Akteure das Stadion und somit fanden im Jahr 1919 bereits 25.000 Zuschauer Platz.

Den Besucherrekord erfuhr das Stadion im Jahr 1952, als die SpVgg Greuther Fürth gegen den fränkischen Rivalen 1. FC Nürnberg spielte. Das Stadion besuchten 32.000 Zuschauer. Diese Besucherzahl hat der Verein nicht mehr erreicht – im Gegenteil: Die Kapazitäten wurden sogar verkleinert. Im Jahr 2021 umfasst das Stadion Sitzplätze für 16.626 Zuschauer, also nur noch fast halb so viel im Vergleich zum Besucherrekord aus dem Jahr 1952.

Am bekanntesten ist das Stadion unter dem Namen „Playmobil-Stadion“. Der Spielzeughersteller kommt aus Fürth und war von 1997 bis 2010 Hauptsponsor des Fußballvereins.

SpVgg Greuther Fürth: Trainer und Schlüsselspieler des Vereins

Seit Umbenennung der SpVgg Fürth in die SpVgg Greuther Fürth im Jahr 1996 waren 17 Trainer im Amt. Diese waren die folgenden:

  • Bertram Beierlorzer. 13.04.1995 – 30.06.1996
  • Armin Veh, 01.07.1996 14.10.1997
  • Benno Möhlmann, 15.10.1997 – 21.10.2000 / 17.02.2004 – 30.06.2007 / 01.07.2008 – 20.12.2009
  • Paul Hesselbach, 22.10.2000 – 19.11.2000 / 01.09.2001 – 29.10.2001
  • Uwe Erkenbrecher, 20.11.2000 – 30.08.2001
  • Eugen Hach, 30.10.2001 – 05.11.2003
  • Werner Dreßel, 06.11.2003 – 29.12.2003
  • Thomas Kost, 30.12.2003 – 16.02.2004
  • Bruno Labbadia, 01.07.2007 – 30.06.2008
  • Mike Büskens, 28.12.2009 – 20.02.2013 / 23.02.2015 – 30.05.2015
  • Ludwig Preis, 21.02.2013 – 10.03.2013
  • Frank Kramer, 11.03.2013 – 22.02.2015
  • Stefan Ruthenbeck, 22.06.2015 – 20.11.2016
  • Janos Radoki, 21.11.2016 – 28.08.2017
  • Mirko Dickhaut, 29.08.2017 – 09.09.2017
  • Damir Buric, 10.09.2017 – 04.02.2019
  • Stefan Leitl, 05.02.2019, Vertrag bis 30.06.2023

Erfolgsgaranten unter den Spielern gab es im Verein bisher wenige. Die goldene Ära der SpVgg Fürth lag in den 1920er-Jahren. Der bekannteste Spieler im aktuellen Kader ist der 26-jährige US-Amerikaner Julian Greene, der in der Saison 2015/2016 beim FC Bayern München spielte. Schlüsselspieler des Vereins ist der Stürmer Branimir Hrgota, der in der Saison 2020/2021 32 Tore und in der Saison davor 31 Tore erzielte.

Unter den Mitgliedern des Fußballvereins gibt es auch bekannte Personen, darunter den ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger. Der ehemalige Politiker wurde 1923 in Fürth geboren und ist Ehrenmitglied der SpVgg Greuther Fürth.

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