„Davon braucht in Haching keiner zu reden“

SpVgg Unterhaching: Wagner hakt Aufstieg ab - Gründe für den Fehlstart gegen Nürnberg

Regionalliga Bayern - 03. Spieltag: 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN - Erneut konnte die SpVgg Unterhaching mit Coach Wagner keinen Sieg erringen.
+
Am Dienstagabend musste die SpVgg Unterhaching erneut ohne Sieg vom Platz gehen.

Die Bilanz des neuen Trainers Sandro Wagner ist schlecht: Mit 1:5 verliert Unterhaching erneut, diesmal gegen Nürnberg. War‘s das schon mit den Hoffnungen der Spielvereinigung?

Unterhaching/Nürnberg - Aufbruchsstimmung? Nach dem auch in der Höhe verdienten 1:5 (0:1) der SpVgg Unterhaching beim 1. FC Nürnberg II fühlt sich die Lage beim Regionalliga-Absteiger aktuell eher nach Abbruch an. Ein Punkt aus den ersten drei Saisonspielen, 2:7 Tore – die Bilanz von Neu-Trainer Sandro Wagner sorgt in den sozialen Netzwerken für Hohn und Spott.

Sarkastisches Highlight: die Empfehlung eines langjährigen Fans, doch bitteschön Ex-Trainer Arie van Lent zurückzuholen. „Die Spiele zu Beginn der letzten Saison haben mir besser gefallen.“ Sechs Punkte holen die Hachinger damals aus den ersten drei Partien – um am Ende sang- und klanglos aus der Dritten Liga abzusteigen.

SpVgg Unterhaching: Wagner hakt Aufstieg ab -„Davon braucht in Haching keiner zu reden“

So weit sollte es dieses Mal nicht kommen, dafür dürfte der umgebaute Kader dann doch zu stark besetzt sein. Den Aufstieg allerdings hat Wagner öffentlich bereits jetzt abgehakt. „Davon braucht in Haching keiner zu reden“, sagte er nach dem Abpfiff am Dienstagabend. „Die Mannschaft ist nicht so weit dieses Jahr. Es sind 18 Spieler weg und alle erfahrenen Spieler, die hier sind, haben in den letzten zwölf Monaten kaum Spiele gemacht.“

„Die Mannschaft ist nicht so weit dieses Jahr. Es sind 18 Spieler weg und alle erfahrenen Spieler, die hier sind, haben in den letzten zwölf Monaten kaum Spiele gemacht.“ 

Sandro Wagner, Trainer bei der SpVgg Unterhaching

So weit, so korrekt, lässt man den erfahrenen Kapitän Markus Schwabl mal außen vor. Erschwerend kam in Nürnberg hinzu, dass die beiden Ex-Löwen Dominik Stahl und Stephan Hain angeschlagen passen mussten. Auch der Ausfall von Mittelstürmer Patrick Hasenhüttl (Meniskus-OP) wiegt schwer; Zugang Patrick Hobsch vom VfB Lübeck konnte bislang noch keine Akzente setzen.

SpVgg Unterhaching: Wagner erklärt Pleite gegen Nürnberg - Leistung hat „Riesenschritt“ gemacht

Trotzdem sollte mit talentierten Spielern wie Felix Göttlicher, Jannis Turtschan, Elfmeter-Torschütze Niclas Anspach oder Christoph Ehlich deutlich mehr drin sein als das bislang in dieser Saison Gezeigte. „Wir hatten vom ersten zum zweiten Spiel einen Riesenschritt gemacht – nicht vom Ergebnis her, aber von der Leistung“, sagte Wagner. „Die Tendenz war positiv.“

Aber: „Heute war keiner annähernd an seinem Leistungsniveau. In der zweiten Halbzeit sind wir sprichwörtlich auseinandergefallen, waren nicht mehr gut in den Zweikämpfen – und dann verlierst du hoch.“ Angesichts der Nürnberger Chancen in der zweiten Halbzeit waren die Hachinger mit fünf Gegentoren sogar noch gut bedient.

SpVgg Unterhaching: Wagner zieht Konsequenz aus Niederlage - Statistik verheißt nichts Gutes!

Wagners Konsequenz: „Es liegt jetzt an mir, das wieder rauszukitzeln in den nächsten Tagen und Wochen. Wir müssen einfach weitermachen, hart arbeiten. Am Freitag geht’s schon weiter.“ Um 19 Uhr kommt dann die Reserve des FC Augsburg in den Sportpark, zuletzt 3:1-Sieger gegen Schalding-Heining.

Wer auf die Kraft der Statistik vertraut, muss tapfer sein. Nach dem letzten Abstieg in die Regionalliga dauerte es in der Saison 2015/16 bis zum fünften Spieltag, ehe die Hachinger ihren ersten Sieg einfahren konnten. Torschütze beim 1:0 gegen Schweinfurt: Jonas Hummels, Wagners heutiger Experten-Kollege beim Streamingdienst DAZN. (LK)

Auch interessant

Kommentare