Staatsekretär im Bundesstaat Bahia

"WM ist nicht nur Glamour"

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Ney Campello ist als Staatssekretär von Bahia für die WM zuständig

Salvador de Bahia - Die tz stellt Ney Campello vor, für die WM zuständiger Staatsekretär im Bundesstaat Bahia. Was darf oder muss das deutsche Team erwarten?

Am 16. Juni wird es für die DFB-Elf ernst. Gegen Portugal startet das Team von Jogi Löw dann in Salvador de Bahia in die WM am Zuckerhut. Viele Brasilianer finden, dass die Milliarden, die die teuerste WM aller Zeiten verschlucken wird, besser in Bildung, Gesundheit und Infrastruktur hätten investiert werden sollen. Die tz hat sich deshalb in Salvador umgeschaut und stellt in einer losen Serie Menschen aus Salvador vor. Einer davon ist Ney Campello, für die WM zuständiger Staatsekretär im Bundesstaat Bahia. Was darf oder muss das deutsche Team erwarten?

„Wir sind gut vorbereitet, aber natürlich wird es wie bei jeder WM kleine Mankos geben. Die Besucher werden hier nicht nur Glamour sehen. Salvador wird sich so präsentieren, wie es ist. Wir werden keine Kosmetik auftragen. Es stimmt nicht, dass Obdachlose mit Gewalt und gegen ihren Willen aus der Stadt vertrieben werden. Die Stadt bemüht sich lediglich, sie in adäquaten Unterkünften unterzubringen, aber niemand wird gezwungen. Als WM-Tourist nach Brasilien zu reisen und zu hoffen, keinen Obdachlosen zu sehen, ist genau so unrealistisch, wie nach Deutschland zu reisen und zu hoffen, nicht ein einzigen übelgelaunten Deutschen zu sehen.

Auch dass für die WM Gelder verwendet werden, die eigentlich für den Gesundheits- oder Bildungssektor gedacht waren, stimmt nicht. Eine Umwidmung wäre gar nicht möglich gewesen. Politische Gegner setzen sehr viele Fehlinformationen über die WM in die Welt. Wenn etwas schief läuft, soll es auf die Präsidentin zurückfallen, die im Oktober zur Wiederwahl antritt. Ich gehe davon aus, dass es auch während der WM wieder Proteste geben wird. Brasilien ist ein Rechtsstaat, in dem Andersdenkende das Recht haben, ihre Meinung auszudrücken. Aber der Staat hat auch das Recht und die Pflicht, diejenigen zu schützen, die sicher ins Stadion und in ihr Hotel gelangen wollen. Wir freuen uns sehr auf die Besucher aus aller Welt. Aber jede Gastfreundschaft hat Grenzen. Wir wollen den Gästen nicht den Titel überlassen. Sie können mich gerne zu Hause besuchen. Aber Sie können nicht in meinem Bett mit meiner Frau schlafen!“ (lacht)

Philipp Hedemann

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