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Starke beendet Rentnerdasein - Bis Neuers Rückkehr ist er Nummer drei

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Von: José Carlos Menzel López

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Bayern-Torwart Tom Starke
Bayern-Torwart Tom Starke © dpa

Eigentlich hatte er sich schon aus dem Profifußball zurückgezogen, doch nach Neuers Ausfall muss er doch wieder ran: Bayerns dritter Torhüter Tom Starke steht wieder auf dem Platz.

Es soll einfach nicht klappen mit Tom Starke und seinem „Rentnerdasein“. Ende der vergangenen Saison war Bayerns Ersatzkeeper eigentlich vom Profigeschäft zurückgetreten, um sich um die Torhüter im neuen Nachwuchsleistungszentrum zu kümmern. In der Vorbereitung musste er jedoch bereits aufgrund von Manuel Neuers Verletzung wieder in den Kasten. Was für den 36-Jährigen nur als Intermezzo gedacht war, wird die kommenden vier Monate wieder zur Routine. Der Grund: Starke stand gestern erneut auf dem Trainingsplatz der Münchner und rückt nach Neuers Rückfall bis zu seiner Rückkehr als Nummer drei in den Profikader auf.

So bestätigte es Carlo Ancelotti am Donnerstag vor der Partie der Münchner gegen den VfL Wolfsburg. „Er kommt zu uns zurück, weil wir mit ihm auch in den vergangenen Jahren gearbeitet haben und er es in dieser Zeit gut gemacht hat“, meinte der Trainer des Rekordmeisters, stellte jedoch gleichermaßen klar: „Starke rückt an dritte Position, Christian Früchtl an zweite, das ist überhaupt kein Problem. Bis Manu zurückkehrt, wird er bei uns im Kader sein.“ Starke selbst meinte: „Ich bin immer noch fit genug. Der FC Bayern kann sich auf mich verlassen, wenn es so weit ist.“ Neuer geht es auch den Umständen entsprechend gut. „In diesem Moment braucht er vor allen Dingen Ruhe“, so Ancelotti am Donnerstag. „Erst danach werden wir uns wieder voll um seine Vorbereitung kümmern.“

Woran es lag, dass Neuer den Rückfall erlitten hat? Erfolgte das Comeback des Kapitäns vielleicht zu früh? Ancelotti betonte, dass die Entscheidung „von allen zusammen“ getroffen worden sei, sprich „vom Doktor, vom Spieler und auch von mir“. Und die Gelegenheit nutzte der 58-Jährige auch, um eine Lanze für den oft kritisierten Fitnesscoach Giovanni Mauri zu brechen. Laut Sport Bild soll der 60-Jährige im Spielertrakt an der Säbener Straße gelegentlich zur E-Zigarette greifen, im Bezug auf Manuel Neuer treffe ihn aber keine Schuld. „Er ist nicht für die Torwarte verantwortlich und war bei Manu daher nicht involviert“, so Carletto über seinen engen Vertrauten. Und weiter: „Ich habe von der Kritik an seiner Person gehört, aber er ist der beste Fitnesstrainer der Welt für mich.“ Klare Worte.

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