tz-Kolumne

Heinrich heute: Der "drüberste" Elfer seit Uli Hoeneß 1976

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Stefan Kießling nach seinem verschossenen Elfmeter.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal nimmt er den vergeigten Elfmeter von Stefan Kießling gegen

Es ist die Woche der spektakulären Himmelsphänomene. Am Sonntag der Meteorit, morgen die Sofi. Und auch am Dienstag brauste ein rätselhaftes Flugobjekt über Madrid. Doch es war nur der Ball, den Leverkusens Stefan Kießling beim Elfmeterschießen gegen Atlético über das Tor jagte. Man kann es nicht anders sagen: Es war der ­drüberste Elfer seit Uli Hoeneß 1976 in Belgrad gegen die CSSR. Selbst wenn das Tor ­ausnahmsweise hochkant ­gestanden wäre, hätte es nicht ­gereicht. Mit diesem Elfmeter wollte Kießling den ­Alt-Präsidenten des FC Bayern ganz ­bewusst wieder in die ­Gemeinschaft des deutschen Fußballs aufnehmen: „Schau her, Uli, du bist einer von uns! Wir hauen Elfer meterweit übers Tor, genau wie du! Du bist nicht allein!“ Wir finden das eine wunderbare Geste vom Kießling. So schön hoch drüber – wir sprechen unsere Hochachtung aus!

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