"Wichtiges Ziel ist der Klassenerhalt"

Reuter neuer Manager beim FC Augsburg

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Stefan Reuter arbeitete zuletzt für eine Rasenfirma

Augsburg - Stefan Reuter wird neuer Manager beim FC Augsburg und damit Nachfolger von Jürgen Rollmann. "Ein wichtiges Ziel ist der Klassenerhalt", erklärt der 46-Jährige.

Weltmeister Stefan Reuter lässt sich auf eine „mission impossible“ ein. Als Geschäftsführer Sport soll der frühere Nationalspieler, Champions-League- und Weltpokal-Sieger den FC Augsburg in der Bundesliga wieder auf Kurs bringen. Beim Tabellenvorletzten unterschrieb Reuter (46) am Donnerstag bis Juni 2015, der Vertrag gilt auch für die 2. Liga. Er ist in dieser Saison bereits der dritte Manager der Augsburger nach Manfred Paula und dem am Sonntag entlassenen Jürgen Rollmann.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Ein wichtiges Ziel ist der Klassenerhalt“, sagte der Weltmeister von 1990 dem SID. Und auch der Vorstandsvorsitzende Walther Seinsch (71) ist wieder mal überzeugt von der Entscheidung. „Wir freuen uns“, ließ der starke Mann im Klub mitteilen, „dass wir mit Stefan Reuter einen absoluten Fachmann für den FC Augsburg gewinnen konnten. Er hat sich ganz kurzfristig zum FCA bekannt, weil er das Potenzial des Klubs erkannt hat.“

Bereits am vergangenen Freitag hatten die Augsburger mit Reuter Kontakt. Am vergangenen Sonntag entließen sie dann Rollmann, ohne allerdings genaue Angaben zu den Gründen zu machen. „Unüberbrückbare Differenzen in der sportlichen Entwicklung“ habe es gegeben, teilte der Verein mit. Ein „schwebendes Verfahren“ nannte Peter Bircks den Vorgang. Bircks ist Aufsichtsratsvorsitzender, doch es wirkte, als habe er nichts zu sagen, oder genauer: als dürfe er nichts sagen.

Nun also Reuter. „Ich habe die Entwicklung des Vereins intensiv mitverfolgt, ich war etliche Male im Stadion“, sagte er dem SID. Er wolle nun „daran arbeiten, unsere Ziele zu erreichen“. Erstes Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Zum ersten Nichtabstiegsplatz sind es bereits zehn Punkte - aber nur drei zum Relegationsplatz. Und so sagt Reuter: „Es gibt auch die Möglichkeit der Relegation. Es wird schwierig, aber nicht unmöglich.“

Was am Ende zur Entlassung von Rollmann geführt hatte, bleibt aber nach wie vor unklar. Rollmann trat im Gegensatz zu Klub-Boss Seinsch in der Öffentlichkeit offensiv auf. Er setzte sich vor allem vehement für Trainer Markus Weinzierl ein, der im Sommer Nachfolger von Jos Luhukay (zu Hertha BSC) geworden war. „Er bekommt vom Verein die volle Rückendeckung“, hatte Rollmann zuletzt gesagt. Rollmann aber bekam plötzlich keine Rückendeckung mehr.

Reuter hat jetzt einiges an Arbeit vor sich. Rollmann hatte zuletzt mit Offensivspieler Daniel Adlung vom Zweitligisten Energie Cottbus über einen Wechsel zu den Schwaben verhandelt. Angeblich ist auch der bosnische Angreifer Eltin Adilovic (FK Sarajevo) ein Thema. Vor allem aber muss Reuter wohl oder übel auch für einen Abstieg in die 2. Liga planen. Und er kann sich seiner Sache nicht sicher sein: Reuter ist schon der neunte Manager unter dem Klub-Boss Seinsch.

Reuter bringt immerhin Erfahrung für seinen neuen Job mit. Der ehemalige Nationalspieler (69 Länderspiele) war ab 23. Januar 2006 ebenfalls Geschäftsführer Sport beim derzeitigen Zweitligisten 1860 München. Allerdings wurde er dort nach vereinsinternen Turbulenzen am 3. Februar 2009 beurlaubt, nachdem die „Löwen“ Miroslav Stevic als neuer Sportdirektor vorgestellt hatten. Zuletzt arbeitete Reuter als Berater für eine Agentur.

Stefan Reuter im Stenogramm

Stefan Reuter. - Geboren am 16. Oktober 1966 in Dinkelsbühl. - Größe: 1,81 m. - 502 Bundesligaspiele (25 Tore) für den 1. FC Nürnberg, Bayern München und Borussia Dortmund. - 28 Spiele in der Serie A für Juventus Turin. - 69 Länderspiele (2 Tore). - Champions-League-Sieger mit Borussia Dortmund (1997), fünfmal deutscher Meister (1989, 1990, 1995, 1996, 2002), Weltmeister (1990), Europameister (1996). - Assistenz der Unternehmenführung bei Borussia Dortmund (2004 bis 2005), Geschäftsführer Sport 1860 München (2006 bis 2009). - Verheiratet, zwei Töchter, ein Sohn.

sid

"Grätsche ich meine Frau um?" Die Sprüche der Bundesliga-Hinrunde

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„Vielleicht sollte ich mich mal so wegschütten wie der Butler.“ (Fürths Trainer Mike Büskens auf die Frage, ob er sich angesichts einer Pleitenserie so fühle wie bei „Dinner for one“) © Getty
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„Freu Dich DFB!“ (Plakat im Düsseldorfer Block beim Spiel gegen den SC Freiburg. Der Verein hatte die Fans aufgerufen, ihre Kritik am Deutschen Fußball-Bund nicht mehr so unflätig zu äußern - wohl wie etwa auf dem hier gezeigten Plakat) © dapd

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