Begehrter Coach im Sommer zu haben

Baumgart verlässt Paderborn - schlägt Gladbach zu? Ausgerechnet Erzfeind könnte dazwischenfunken

Steffen Baumgart verabschiedet sich nach vier Jahren vom SC Paderborn. Zwei Bundesliga-Rivalen könnten sich um seine Dienste streiten.

Paderborn - Einer der begehrtesten Trainer im deutschen Fußballgeschäft ist ab Sommer verfügbar: Steffen Baumgart wird seinen Vertrag mit dem SC Paderborn nicht verlängern - und den Klub nach vier Jahren verlassen. Mit den Ostwestfalen schaffte er den Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga.

Die Trennung von seinem Erfolgstrainer gab der Verein am Donnerstag bekannt. „In den vergangenen Wochen bin ich zum Schluss gekommen, dass es nun Zeit ist für eine Veränderung“, begründete der 49-Jährige seine Entscheidung. „Ich hatte in Paderborn eine unglaublich spannende und intensive Zeit, in der wir bemerkenswerte Erfolge erzielen konnten.“

Steffen Baumgart verlässt den SC Paderborn - nächste Station Bundesliga?

Baumgart sucht nun eine neue Herausforderung - und scheint für Höheres berufen zu sein. Er ist Kandidat für einen Trainerposten in der Bundesliga. Ausgerechnet zwei Erzfeinden wird das größte Interesse nachgesagt: Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln.

Die Fohlenelf steht nach dem Abgang von Marco Rose noch ohne Coach für die neue Saison da. Beim 1. FC Köln ist Markus Gisdol noch im Amt, sitzt dort aber wohl nicht mehr besonders sattelfest. Die Domstadt wäre der nächste logische Schritt für Baumgart, die Borussia könnte eventuell noch eine Nummer zu groß sein.

Zieht es Steffen Baumgart an den Rhein? Köln und Gladbach mögliche Ziele

In die Karten schauen lässt sich Gladbach-Sportdirektor Max Eberl nicht. Von der Meldung, Xabi Alonso würde schon als neuer Trainer feststehen, ließ er sich ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Welche Pläne Baumgart genau hat, ließ er sich noch nicht entlocken - vielleicht wartet er auch erst einmal die Angebote ab. Nach dem Rauswurf von Christian Groß war er auch schon beim FC Schalke 04 im Gespräch, am Ende bekam aber Dimitrios Grammozis das Vertrauen.

Auch der FC Bayern könnte im Sommer wieder ohne Trainer dastehen. Hansi Flick liebäugelt mit dem Bundestrainer-Job, intern scheint der Graben zu Hasan Salihamidzic tief zu sein. Für Lothar Matthäus ist die Sache gar „schon durch“. Diese Aufgabe dürfte für Baumgart allerdings noch etwas früh kommen. (epp)

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen

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