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Steffen Freund kritisiert DFB scharf und fordert indirekt einen neuen Bundestrainer

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Steffen Freund.
Steffen Freund. © picture alliance / dpa / Rolf Vennenbernd

Harsche Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB), Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff hat Ex-Europameister Steffen Freund geübt.

"Ich glaube, dass diese Struktur absolut altertümlich ist, wenn der Bundestrainer keine Kontrollfunktion innerhalb des DFB hat. Wir wissen, dass der Präsident in dieser Situation im Vorfeld falsch gehandelt und den Vertrag vorzeitig um zwei Jahre verlängert hat", sagte der ehemalige Dortmunder Mittelfeldspieler in der TV-Sendung "100 Prozent Bundesliga" bei Nitro.

Auch Löw wurde von Freund für dessen verspätete Analyse des WM-Desasters in Russland gescholten. Er habe sich die Erklärungen von Löw genau angehört und wie alle den Eindruck, "dass das nicht 56 Tage dauern muss. Das sind Auswertungen, die relativ schnell nach dem Turnier kommen sollten. Es ist schon erstaunlich, dass man dafür so lange braucht, aber vielleicht war es gut, um den Druck weg zu nehmen und aus der Schusslinie zu geraten", so der Ex-Nationalspieler.

Freund weiter: "Die jetzige DFB-Struktur zeigt, dass der Bundestrainer im sportlichen Bereich der starke Mann ist

Freund weiter: "Die jetzige DFB-Struktur zeigt, dass der Bundestrainer im sportlichen Bereich der starke Mann ist. Die einzige Möglichkeit, mit dem Bundestrainer abzurechnen, ist das Turnier. Und so schlecht waren wir noch nie. Da sind seine Vorgänger auch direkt gegangen und haben einem anderen Trainer die Chance gegeben, weil der Kader ja nicht groß geändert wird.

Auch Bierhoff bekam sein Fett weg: "Nach so einer Vorrunde kann Oliver Bierhoff sich doch nicht hinsetzen und bestimmen, wer die Akademie leitet, und wer der neue Sportdirektor wird. Im Endeffekt bleibt alles beim Alten. Er übernimmt keine Verantwortung und Joachim Löw bleibt der starke Mann im sportlichen Bereich."

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