Umfrage vor dem Saisonstart

Wer steigt auf? Das tippen die 18 Zweitligatrainer

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RB Leipzig wird als heißer Favorit gehandelt.

Berlin - Am Freitag beginnt die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga. Die Trainer setzen dabei vor allem auf die ambitionierten Leipziger und Absteiger Freiburg - und auf Union Berlin.

Markus Gellhaus (SC Paderborn): „Neben dem Topfavoriten RB Leipzig gibt es eine ganze Reihe von Mannschaften, die sich viel vorgenommen haben. Es wird ganz sicher eine spannende Saison. Wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns, in der die Mannschaft kontinuierlich zusammengewachsen ist. Nach dem Jahr in der Bundesliga wollen wir in der zweiten Bundesliga wieder Fuß fassen und eine gute Rolle spielen.“

Rene Weiler (1. FC Nürnberg): „Es gibt einige Vereine, die um die begehrten Aufstiegsplätze mitspielen können. Die größten Favoriten dürften aus unterschiedlichen Gründen RB Leipzig und der SC Freiburg sein. Zu den möglichen Absteigern: Schlussendlich müssen alle 18 Plätze belegt werden, aber wir haben in der vergangenen Saison gesehen, wie eng es in dieser Liga zugehen kann. Eine verlässliche Prognose ist nicht möglich.“

Torsten Lieberknecht (Eintracht Braunschweig): „Meine Tipps lauten: SC Freiburg, 1. FC Union Berlin, 1. Kaiserslautern. Das sagt mir mein Bauchgefühl. Unsere Erwartungen und Ziele sind sehr ehrgeizig.“

Stefan Ruthenbeck (Greuther Fürth): „Für mich ist die zweite Liga, sofern man das jetzt schon abschätzen kann, noch ausgeglichener geworden, zumindest wenn ich mir die Kader der Mannschaften anschaue. Trotzdem sticht natürlich Leipzig hervor, die es dieses Jahr ganz sicher wissen wollen. Auch Union Berlin und Fortuna Düsseldorf haben sich sehr umfassend verstärkt - und den SC Freiburg darf man auch nicht vergessen. Dann kommen da wahrscheinlich noch sechs, sieben Mannschaften, die das Zeug haben, ebenfalls ganz oben mitzuspielen. Für uns ist zunächst wichtig, dass wir eine stabilere Saison spielen und nicht unten reinrutschen. `

Kosta Runjaic (1. FC Kaiserslautern): `Für die Spitzengruppe gibt es in der kommenden Saison sicherlich zahlreiche Anwärter, denn einige Mannschaften gehen mit hohen Erwartungen in die Saison und haben sich personell entsprechend gut aufgestellt. Da könnte ich jetzt die halbe Liga nennen: Düsseldorf, Nürnberg, Union Berlin, Braunschweig, Leipzig. Dazu kommen mit Freiburg und Paderborn zwei starke Absteiger aus der Bundesliga, die beide sicherlich schnell wieder hoch möchten. Und wie nahezu jede Saison wird es auch wieder Teams geben, die keiner auf dem Zettel hat und die sich in einen Lauf spielen.“

Markus Kaucinski (Karlsruher SC): „Leipzig und Freiburg werden ganz vorne sein.“

Frank Kramer (Fortuna Düsseldorf): „Leipzig ist für mich der Topfavorit. Dazu kommen diesmal aber rund zehn andere Mannschaften, unter anderem Union Berlin, die haben stark aufgerüstet.“

Torsten Fröhling (1860 München): „Zu den Favoriten zählen natürlich Freiburg als Bundesliga-Absteiger, der FCK, der auch schon in der letzten Saison den besten und attraktivsten Fußball gespielt hat, und RB Leipzig mit ihrem sehr gut aufgestellten Kader. `

Ewald Lienen (FC St. Pauli):  `RB Leipzig hat den ohnehin guten Kader qualitativ noch mal deutlich verstärkt und ist für mich Topfavorit. Dahinter haben sicherlich mehrere Klubs Ambitionen wie Nürnberg, Freiburg, Union Berlin, aber auch Düsseldorf oder Kaiserslautern.“

Norbert Düwel (Union Berlin): „Zuallererst die Absteiger aus der Bundesliga, vor allem Freiburg. Die haben die finanziellen Mittel und sind bundesligaerfahren. Dazu kommen noch RB Leipzig, Fortuna Düsseldorf und Nürnberg.“ Absteiger: „Ich gehe, davon aus, dass wir nicht dazu gehören. Das reicht mir.“

Alois Schwartz (SV Sandhausen): Eintracht Braunschweig (ohne Zitat)

Tomas Oral (FSV Frankfurt): „RB Leipzig ist für mich der klare Favorit. Dort investieren sie unheimlich viel, Ralf Rangnick hat jetzt auch den Trainerposten übernommen. Der Klub setzt alles daran, einen attraktiven Ball zu spielen. Wir freuen uns darauf, dass uns mit dem Heimspiel gegen Leipzig gleich zum Saisonstart ein echter Kracher vor toller Kulisse ins Haus steht.“

Gertjan Verbeek (VfL Bochum):  „Zum jetzigen Zeitpunkt, wenn der Transfermarkt noch in Bewegung ist und die Kader der meisten Vereine noch nicht komplett sind, eine Prognose abzugeben, wäre nicht seriös.“

Ralf Rangnick (RB Leipzig): „Den Aufstieg als Pflicht zu bezeichnen, wäre respektlos und überheblich gegenüber den anderen Mannschaften, aber natürlich wollen wir in der kommenden Saison versuchen, das maximale Ziel zu erreichen. Von der individuellen Qualität her haben wir eine bessere Mannschaft als in der vergangenen Saison. Es haben noch nicht alle Vereine ihre Kader komplett, aber natürlich die Vereine, die auch letzte Saison oben standen, mit denen muss man diese Saison wieder rechnen. Wie man so hört, ist Union Berlin durchaus offensiv in der Formulierung des Ziels Aufstieg. Den KSC muss man ganz klar auf der Rechnung haben. Aber auch Braunschweig, Nürnberg oder den VfL Bochum und St. Pauli hat eine gute Rückrunde gespielt. Auch die Aufsteiger Duisburg und Bielefeld sind keine normalen Aufsteiger. Das ist ja schon bald die Hälfte der Liga. Erfahrungsgemäß gibt es dann auch immer noch ein Team, mit dem man gar nicht rechnet.“

Frank Schmidt (1. FC Heidenheim):  „Für mich gibt es eine Mannschaft, die muss nicht nur aufsteigen, sondern eigentlich auch Meister werden: RB Leipzig. Hinter Leipzig sind es acht, neun Mannschaften, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen können. Dazu zählen die Absteiger aus der Bundesliga, dazu Kaiserslautern, Nürnberg, Union Berlin, Düsseldorf, Karlsruhe, vielleicht auch Fürth. Die andere Hälfte strebt eine möglichst sorgenfreie Saison an - dazu zähle ich auch uns. Mit den Abstiegsplätzen wollen wir nichts zu tun haben.“

Norbert Meier (Arminia Bielefeld): „Es wird viele Vereine in der Liga geben, die sich zumindest intern der Zielsetzung verschrieben haben, oben mitzuspielen. Ich erwarte ein enges Rennen um die oberen drei Plätze. Es gibt mehrere Mannschaften - ohne Namen nennen zu wollen - die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage und der Kadersituation die Möglichkeit haben, oben mitzuspielen.“

Gino Lettieri (MSV Duisburg): „Ich glaube, dass sieben, acht Mannschaften, um den Aufstieg kämpfen werden. Die 2. Liga ist in diesem Jahr enorm stark aufgestellt. Dazu kann es wie im vergangenen Jahr mit Darmstadt oder bei uns in der 3. Liga mit Holstein Kiel immer noch ein Team geben, das keiner auf der Rechnung hat.“

SID

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