Historisches 4:2 gegen Florenz

Stindls Dreierpack hält Gladbach auf Europa-Kurs

Gladbachs Lars Stindl (L) dreht das Spiel mit seinem dritten Tor zum Spielstand von 3:2. Foto: Marius Becker
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Gladbachs Lars Stindl (L) dreht das Spiel mit seinem dritten Tor zum Spielstand von 3:2. Foto: Marius Becker
Torschütze Nikola Kalinic (L) und seine Teamkollegen von AC Florenz jubeln nach dem Treffer zur 1:0 Führung. Foto: Marius Becker
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Torschütze Nikola Kalinic (L) und seine Teamkollegen von AC Florenz jubeln nach dem Treffer zur 1:0 Führung. Foto: Marius Becker
Trainer Paulo Sousa von Florenz ist nicht zufrieden mit seinem Team. Foto: Marius Becker
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Trainer Paulo Sousa von Florenz ist nicht zufrieden mit seinem Team. Foto: Marius Becker
Gladbachs Christoph Kramer (L) und Andreas Christensen ist die Enttäuschung und Wut beim 0:2-Rückstand ins Gesicht geschrieben. Foto: Marius Becker
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Gladbachs Christoph Kramer (L) und Andreas Christensen ist die Enttäuschung und Wut beim 0:2-Rückstand ins Gesicht geschrieben. Foto: Marius Becker
Gladbachs Lars Stindl trifft per Strafstoß zum 2:1 Anschlusstreffer. Foto: Marius Becker
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Gladbachs Lars Stindl trifft per Strafstoß zum 2:1 Anschlusstreffer. Foto: Marius Becker

Borussia Mönchengladbach stürmt nach einem irren Fußballkrimi ins Achtelfinale der Europa League. Matchwinner ist Kapitän Lars Stindl - mit drei Treffern kurz vor und nach der Pause dreht er die Partie.

Florenz (dpa) - Borussia Mönchengladbach setzte sich im Rückspiel beim AC Florenz nach 0:2-Rückstand noch spektakulär mit 4:2 (1:2) durch und feierte damit den ersten Sieg auf italienischem Boden seit mehr als 37 Jahren. Das Hinspiel der Zwischenrunde hatte die Fiorentina mit 1:0 für sich entschieden.

Nach einer magischen Nacht in der Toskana lagen sich die ausgepumpten Profis des Elften der Fußball-Bundesliga in den Armen und feierten mit ihren Fans in der Kurve. Mit einem Dreierpack von Lars Stindl und einer furiosen Aufholjagd hatten die Gladbacher erstmals den Sprung ins Achtelfinale der Europa League geschafft.

Vor 24 712 Zuschauern im Stadio Artemio Franchi erzielten Kapitän Stindl (44./Foulelfmeter/47./55.) und Andreas Christensen (60.) die Treffer für die Gladbacher, die neben dem FC Schalke 04 nun als zweites deutsches Team in der Runde der letzten 16 Teams stehen. Nikola Kalinic (16.) und Borja Valero (29.) hatten den Achten der Serie A mit 2:0 in Führung gebracht.

"Zum Glück ist es gut gelaufen, jetzt können wir nur drüber lachen. Andersrum wäre es bitter gewesen", sagte Verteidiger Jannik Vestergaard nach dem denkwürdigen Abend. "Dass wir wieder einen 0:2-Rückstand aufgeholt haben, das zeigt die Mentalität der Mannschaft und dass wir die Ruhe nicht verloren haben."

Eine Woche nach der unglücklichen Niederlage im eigenen Stadion war die Hecking-Truppe von Anfang an hochmotiviert, arbeitete sich vor allem vor der Pause Chancen fast im Fünf-Minuten-Takt heraus, leistete sich aber auch dicke Abwehrschnitzer. Nur der Pfosten verhinderte das 1:0 nach Kopfball von Vestergaard (8.), der beim 0:2 der Pechvogel war: Beim Abwehrversuch säbelte der Däne über den Ball und fiel dann ohne Kontakt mit einem Gegenspieler um - Valero nahm das Geschenk dankend an.

Eine scharfe Hereingabe von Linksverteidiger Oscar Wendt, der sein 75. Europapokalspiel bestritt, wurde gerade noch abgefangen (4.). Mitten in die Angriffsoffensive der Gladbacher platzte das 1:0 der Fiorentina: Top-Torjäger Kalinic schloss einen sehenswerten Konter nach schönem Pass von Hinspieltorschütze Federico Bernardeschi mit einem Schuss ins lange Eck ab - sein fünfter Treffer im laufenden Wettbewerb. Hecking reagierte kurz vor dem 0:2 auf die Verletzung von Thorgan Hazard, brachte Josip Drmic und stellte notgedrungen auf ein 4:1:4:1-System um.

Doch der UEFA-Cup-Sieger von 1975 und 1979 blieb auch danach vor allem bei seinen schnellen Angriffen über die Flügel gefährlich. Eiskalt nutzte der überragende Stindl seine Chancen und machte den kaum noch für möglich gehaltenen Einzug in die nächste Runde praktisch im Alleingang perfekt. Weltmeister Christoph Kramer wird im Achtelfinal-Hinspiel wegen einer Gelb-Sperre allerdings fehlen.

Hecking hatte seine Startelf im Vergleich zum Hinspiel nur auf einer Position verändert: Jonas Hofmann spielt auf der linken Seite für Fabian Johnson. Beim AC Florenz nahm Trainer Paulo Sousa im Vergleich zum Hinspiel vor acht Tagen ebenfalls nur eine Veränderung vor: Der in Gladbach gesperrte Federico Chiesa spielte für Cristian Telo.

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