Streit um Video-Berichterstattung im Amateur-Fußball

Urteil: Kamerateams müssen Lizenzgebühren an BFV zahlen 

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Für Videos von Partien wie dem Amateur-Derby zwischen dem FC Bayern und dem TSV 1860 München müssen Kamerateams eine Lizenzgebühr an den BFV zahlen.

München - Der Streit um die Video-Berichterstattung bei Spielen von Amateur-Fußballmannschaften zwischen dem BFV und zahlreichen bayerischen Medien geht in die nächste Runde. Das Landgericht hebt eine Verfügung gegen den BFV auf.

Im Streit um Videoberichte vom Amateur-Fußball hat das Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen den Bayerischen Fußballverband (BFV) aufgehoben. Bei dem Konflikt zwischen Zeitungsverlagen und dem BFV geht es um die Richtlinien zur Videoberichterstattung in den Bayern- und Landesligen für die kommende Spielzeit 2015/2016. Demnach wird den Vereinen auferlegt, Kamerateams nicht zu akkreditieren, sofern diese nicht 500 Euro Lizenzgebühren pro Video an den BFV zahlen oder ihr Material kostenlos der Verbandsplattform bfv.tv zur Verfügung stellen.

Zeitungsverlage werfen dem BFV vor, seine Monopolstellung auszunutzen 

Der BFV bewertete die Entscheidung vom Donnerstag als „gute Nachricht für die Vereine“. Die „Mittelbayerische Zeitung“ (Regensburg), die „Main-Post“ (Würzburg), die Mediengruppe Oberfranken (Bamberg) und der „Nordbayerische Kurier“ (Bayreuth) wollen dagegen in die nächste Instanz vors Oberlandesgericht gehen. Sie werfen dem BFV vor, seine Monopolstellung auszunutzen und die Gemeinnützigkeit zu missachten.

Erst im Mai hatte das Landgericht München I eine Einstweilige Verfügung gegen den BFV erlassen. Demnach konnten die Verlage bis auf weiteres nicht gezwungen werden, ihre Bewegtbilder von Amateurspielen der Bayern- und Landesligen kostenlos der Verbandsplattform bfv.tv zu überlassen oder 500 Euro pro Spiel zu zahlen.

dpa

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