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Thomas Müller spricht über Equal Pay: US-Frauen sind as stärkere Pferd

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Thomas Müller
Thomas Müller © IMAGO/Revierfoto

Thomas Müller spricht über Equal Pay für Frauen und Männer im US-Fußball und über die Zukunft des Frauenfußballs in Deutschland.

Aachen - Nationalspieler Thomas Müller kann die gleiche Bezahlung für Frauen und Männer im US-Fußball nachvollziehen, sieht sie in Deutschland aber schwer anwendbar. «In Amerika ist die Frauenfußball-Mannschaft ja das deutlich stärkere Pferd und bewegt vielleicht sogar mehr Massen», sagte der Offensiv-Star des FC Bayern München auf dem Zukunftskongress «Neuland» am Mittwoch in Aachen.

«Wenn es ums Geld geht, geht es ja drum, wie viel Erlös das Produkt bringt. Und dementsprechend geht der Geldfluss in das Produkt hinein», sagte der in Weilheim geborene Müller. Das habe «weniger mit der Leistung zu tun. Wir Fußballer bekommen mehr Geld als Basketballer und Handballer. Aber nicht, weil wir besser Fußball spielen als die Basketball und Handball, sondern weil zum Glück den Fußball die meisten Menschen auf der Welt lieben.»

Wohin die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland gehe, sei nicht abzusehen. «Natürlich kann die Sportpolitik unterstützen, aber am Ende entscheidet ja der Kunde, wo er hingeht und nicht», sagte Müller: «Wir haben Teams mit Wolfsburg oder Bayern München, die auch in der Champions League immer eine gute Figur machen, das ist cool. Aber wieso Frauenfußball in den Stadien weniger gut besucht wird als bei den Männern, weiß ich nicht.»

Der Frauen-Nationalmannschaft drücke er bei der am 6. Juli beginnenden EM in England die Daumen, erklärte der 32-Jährige: «Wie bei uns in Katar können wir den Titel holen, aber wir gehören nicht zu den Top-Favoriten. Als ich im jugendlichen Alter war, gehörten wir immer zu den Top-Favoriten. Das war zuletzt, glaube ich, nicht mehr so. Aber wir sind immer noch gut.» (dpa)

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