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Thomas Müller liefert ganz eigenen WM-Ausblick: „Wer in der 65. Minute den Fernseher ausgemacht hat, ...“

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Von: Antonio José Riether

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Beim FC Bayern läuft es aktuell nicht gut. Geht es nach Thomas Müller, so bedeutet eine Trendwende beim Rekordmeister wohl auch Gutes für die Nationalelf.

London - Elf Minuten vor dem regulären Ende der Partie zwischen England und Deutschland wurde Thomas Müller eingewechselt. Der 33-Jährige konnte allerdings nicht mehr allzu viel auslösen, war sowohl am 3:2 der Gastgeber als auch am 3:3-Ausgleich unbeteiligt. Nach dem Spiel tat der Bayern-Star das, was er außerhalb des Platzes am liebsten macht und sprach im Interview über die Form der Nationalelf sowie die aktuelle Krisenlage beim FC Bayern.

DFB-Spieler Thomas Müller legt Fokus auf den FC Bayern: „Das wird anstrengend genug“

Bereits kurz nach Abpfiff hatte Müller wieder seine tägliche Arbeit beim Rekordmeister im Sinn, gerade weil die Bayern in den letzten vier Bundesligaspielen sieglos blieben und aktuell nur Platz fünf belegen. „Na klar ist jetzt für uns Bayern-Spieler der Fokus voll auf den nächsten Wochen. Das wird anstrengend genug“, meinte der Offensivspieler nach dem Remis am Montagabend.

Thomas Müller im Zweikampf mit Harry Maguire.
Der eingewechselte Thomas Müller im Zweikampf mit Harry Maguire. © Shutterstock/imago

Für Müller wäre eine Aufwärtsentwicklung beim FC Bayern wichtig für das Selbstvertrauen in der Nationalmannschaft. „Da wir viele Bayern-Spieler haben, wäre es schon von Vorteil, wenn wir so ein natürliches Selbstverständnis, Kombinationssicherheit, Abläufe hätten, auf die man zurückgreifen kann, die auch beim Verein funktionieren. Das wäre cool, wenn wir uns das erarbeiten können“, sagte der Weilheimer im Wembley Stadion. Insgesamt nominierte Bundestrainer Flick sieben Bayern-Profis, von denen mit Manuel Neuer und Leon Goretzka allerdings zwei coronabedingt abreisen mussten.

Thomas Müller sieht DFB-Team 65 Minuten in WM-Form - „Selbst wenn es nicht so gut läuft, ...“

Dreizehn Pflichtspiele haben die Bayern-Profis noch vor sich, ehe das erste WM-Vorrundenspiel am 23. November gegen Japan ansteht. Noch achtmal treten Müller und Co. bis dahin in der Bundesliga an, hinzu kommen vier Partien in der Champions League und eines im DFB-Pokal – die Trendwende sollte jedoch so früh wie möglich gelingen. „Selbst wenn es nicht so gut läuft, werden wir trotzdem versuchen, eine gute WM zu spielen“, versicherte Müller.

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft äußerte sich der Oberbayer in seiner typischen Art. „Wer in der 65. Minute den Fernseher ausgemacht hat, ist euphorisch für die Weltmeisterschaft ins Bett gegangen“, meinte Müller. Nach 67 Minuten führte das DFB-Team mit 2:0 und sah bereits dem Sieg entgegen, dann jedoch drehten die Engländer innerhalb von elf Minuten das Spiel zu einem 3:2. Müller ließ jedoch leisen Optimismus durchblicken und resümierte: „Du führst 2:0, gibst das aber wieder aus der Hand, kommst dann aber hier im Wembley trotzdem noch mal zu dem 3:3. Dann kann uns das auch ein gutes Gefühl geben.“ (ajr)

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