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Müller hat kein Mitleid mit Kimmich: „Regeln stehen ein bisschen länger fest“

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Von: Marius Epp

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Corona hat die Nationalmannschaft fest im Griff. Fünf Spieler mussten nach dem positiven Test von Niklas Süle abreisen - Thomas Müller hat kein Mitleid.

Wolfsburg - Und plötzlich waren es fünf weniger: Niklas Süle wurde positiv getestet, mit ihm mussten Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala und Karim Adeyemi die Nationalmannschaft verlassen. „Das haben wir uns anders vorgestellt“, musste Bundestrainer Hansi Flick eingestehen.

Obwohl Süles „Kontaktpersonen 1“ einen negativen Test vorweisen konnten, müssen sie in eine siebentägige Quarantäne. Auf der Pressekonferenz wurde Thomas Müller darauf angesprochen. Ob er Mitleid mit seinem Bayern-Kollegen Kimmich habe? „Die Regeln stehen ein bisschen länger fest“, stellte er klar. Heißt: Kimmich habe gewusst, was ihm blüht.

Corona-Chaos beim DFB: Müller hat kein Mitleid mit Kimmich

„Über die Regeln kann man diskutieren. Schlussendlich sind die Regeln für alle gleich. Was passieren wird, war eigentlich allen klar“, sagte Müller und machte dabei einen nachdenklichen Eindruck. Beim Thema Corona und Impfen war vom „Scherzkeks Müller“ nichts zu sehen, er blieb ernst.

Thomas Müller bei der DFB-Pressekonferenz.
Thomas Müller bei der DFB-Pressekonferenz. © Darius Simka/imago-images

Über das sportlich bedeutungslose Spiel gegen Liechtenstein am Donnerstag redet momentan kaum jemand mehr. Stattdessen bestimmen Kimmich, Corona und Quarantäne die Schlagzeilen. Für den ungeimpften Profi könnte die Quarantäne sogar finanzielle Folgen haben: Der FC Bayern hätte rechtlich die Möglichkeit, sein Gehalt für die Dauer der Abwesenheit einzubehalten.

DFB: Hansi Flick denkt über Nichtnominierung ungeimpfter Spieler nach

Flick war der Ärger über das Chaos anzumerken. Er schloss nicht aus, in Zukunft nur noch geimpfte Spieler zu nominieren. „Wir werden sehen, was kommt. Ich lasse das auf mich zukommen und mache mir nach dem Lehrgang Gedanken.“ Er warb nochmal mit Nachdruck für die Impfung. „Man darf die Leute, die sich nicht impfen lassen, nicht verurteilen. Für mich ist das Impfen aber der einzige Weg aus der Pandemie. Ich bin der Meinung, dass wir uns impfen lassen sollten.“

Eine Studie enthüllte derweil teils erschreckende Corona-Langzeitfolgen für Fußballer. (epp)

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