Deutschland gegen Gibraltar

Schneider: "...sonst muss ich mir Gedanken machen"

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Thomas Schneider fordert gegen Fußball-Zwerg Gibraltar die richtige Einstellung.

Berlin - Deutschland spielt am Freitag in der EM-Qualifikation gegen Fußball-Zwerg Gibraltar. Im Vorfeld der Partie wird nur über die Höhe des Sieges diskutiert.

Für Thomas Schneider geht es am Freitag auch um seine Ehre. „Ich bestehe darauf, dass wir gewinnen, sonst muss ich mir Gedanken über meine Arbeit machen“, sagte der neue Assistent des Bundestrainers Joachim Löw scherzhaft zwei Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel des Weltmeisters Deutschland gegen den Fußball-Zwerg Gibraltar in Nürnberg (20.45 Uhr/RTL).

Auch wenn Schneiders Job nicht ernsthaft in Gefahr ist, war seine Forderung gegenüber Ersatz-Kapitän Manuel Neuer und Co. durchaus ernst gemeint: „Wir hinken in der EM-Qualifikation hinterher und müssen gegen Gibraltar Boden gut machen“, sagte der 41-Jährige, der im vergangenen Monat einen missglückten Einstand an der Seite von Löw als Nachfolger von Hansi Flick gegeben hatte.

Nach seiner verpatzten Premiere beim 0:2 in Warschau gegen Polen hatte der frühere Stuttgarter Trainer und Profi auch beim anschließenden 1:1 gegen Irland einen Sieg verpasst. Dass diese beiden Teams nach drei Spieltagen vor Deutschland stehen, war so nicht geplant.

Spanien spielt noch keine Rolle

„Es ist wichtig, dass wir jetzt einen positiven Abschluss haben. Das Stadion in Nürnberg ist ausverkauft, da haben wir auch den Zuschauern gegenüber eine große Verpflichtung“, sagte Schneider. Er betonte, dass sich die Mannschaft am Dienstag und Mittwoch nach den Feierlichkeiten zu Wochenbeginn mit Filmpremiere und Erhalt des Silbernen Lorbeerblattes sehr konzentriert auf das Duell gegen die Amateure von der iberischen Halbinsel vorbereitet habe - und zwar ausschließlich auf diese.

„Wir haben zwar das Spiel am Dienstag gegen Spanien im Hinterkopf, aber das darf jetzt noch keine Rolle spielen. Wir nehmen Gibraltar sehr ernst“, so Schneider. Gegen das Tabellenschlusslicht, das in drei Quali-Spielen 17 Gegentore kassierte und selbst noch keinen Treffer erzielte, sei entscheidend, „dass wir mit der richtigen Einstellung in das Spiel gehen“. Zudem müsse man die Fehlerquote aus den letzten beiden Spielen minimieren und den Torabschluss verbessern.

"Mit der bestmöglichen Mannschaft"

Dass im Vorfeld der Partie nur darüber diskutiert werde, wie hoch der deutsche Sieg ausfällt und ob möglicherweise am Ende sogar ein deutscher Rekordsieg (bisher 16:0 gegen Russland) herausspringt, sei für die Trainer uninteressant. „Wenn die Leistung stimmt, wäre auch ein 5:0 oder 6:0 in Ordnung. Wenn das Ergebnis höher ausfällt, nehmen wir das gerne mit“, sagte Schneider einen Tag vor dem Umzug der DFB-Auswahl von Berlin in die fränkische Metropole, wo am Donnerstagabend das Abschlusstraining auf dem Programm steht.

Zuvor wird Löw möglicherweise Einblicke in seine personellen Planungen geben. Seine rechte Hand wollte am Mittwoch noch nichts vorwegnehmen, erklärte lediglich: „Ich kann versprechen, dass wir mit der bestmöglichen Mannschaft spielen.“

Ob dazu auch der Neuling Jonas Hector zählt, der in den beiden Trainingseinheiten in der Hauptstadt „die Erwartungen voll erfüllt hat“, ließ Schneider offen. Der Linksverteidiger darf sich aber berechtigte Hoffnungen auf sein Debüt machen.

Sein Comeback könnte der Leverkusener Lars Bender geben, der wegen einer Oberschenkelverletzung die WM verpasst hatte. Der Kapitän von Bayer Leverkusen versprach den deutschen Fans einen engagierten Auftritt des WM-Champions. „Wir werden Feuer und Gas geben“, sagte der Mittelfeldspieler, der dann auch gleich die Marschrichtung vorgab: „In solchen Spielen ist es immer wichtig, das Bollwerk zu knacken. Da tut ein frühes Tor gut.“

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung: Neuer - Rüdiger, Boateng, Höwedes, Hector (Durm) - Khedira, Kroos - Bellarabi, Müller, Podolski - Götze. - Trainer: Löw

SID

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1954 in der Schweiz © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1958 in Schweden: Helmut Rahn © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1962 in Chile: Karl-Heinz Schnellinger  © picture-alliance/ dpa
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WM 1966 in England: Helmut Haller © picture alliance / dpa
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WM 1970 in Mexiko: Karl-Heinz Schnellinger © picture-alliance/ dpa
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WM 1974 in Deutschland: Gerd Müller © picture alliance / dpa
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WM 1978 in Argentinien: Berti Vogts © picture-alliance/ dpa
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WM 1982 in Spanien: Manfred Kaltz (l.) und Hans-Peter Briegel (r.) © picture-alliance / dpa
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WM 1986: Hans-Peter Briegel im grünen Auswärtstrikot © picture-alliance / dpa
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WM 1990 in Italien: die Weltmeister-Mannschaft © picture alliance / dpa
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WM 1994 in USA: Jürgen Klinsmann © picture-alliance/ dpa
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WM 1998 in Frankreich: Jürgen Klinsmann © picture-alliance / dpa/dpaweb
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WM 2002 in Südkorea und Japan: Torsten Frings (l.) und Miroslav Klose © picture alliance / dpa
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WM 2006 in Deutschland: Tim Borowski (von l. nach r.), Arne Friedrich, David Odonkor und Jens Lehmann © picture-alliance/ dpa
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WM 2010 in Südafrika: Thomas Müller (l.) und Lukas Podolski © picture alliance / dpa
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Mesut Özil im Dress der Nationalmannschaft für die WM 2014 in Brasilien. © picture alliance / dpa

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