Achtelfinale in der Champions League

Vor dem Duell mit dem BVB: Paris-Legende ätzt gegen Thomas Tuchel

Paris-Legende Luis Fernandez stänkert gegen Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel. Ob PSG das "Trauma" gegen Borussia Dortmund in der Champions League überwinden kann? 

  • Luis Fernandez, Ex-Spieler von Paris Saint-Germain, ätzt gegen Thomas Tuchel. 
  • Der PSG-Trainer steht vor dem Achtelfinal-Duell in der Champions League gegen den BVB massiv unter Druck. 
  • Der ehemalige Coach von Borussia Dortmund musste sich schon mal heftige Kritik anhören. 

Paris - Diese Worte sitzen. Luis Fernandez (60), ehemaliger Profi von Paris Saint-Germain, teilt gegen Trainer Thomas Tuchel (46) aus. Und das ausgerechnet vor den wichtigen Duellen gegen Borussia Dortmund im Achtelfinale der Champions League am 18. Februar und 11. März, wie RUHR24.de* berichtet.

BVB: Thomas Tuchel bei Paris Saint-Germain vor dem Achtelfinale massiv unter Druck

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußerte sich der 60-Jährige über die Arbeit von Thomas Tuchel: "Mit Blick auf die Ergebnisse der vergangenen Saison ist Tuchel der schlechteste Trainer seit dem Einstieg Katars." 

Luis Fernandez prophezeit dem Ex-BVB-Trainer bei PSG eine sehr schwere Zeit. Dafür liefert er auch einen Grund. In der vergangenen Saison sei Paris Saint-Germain zwar Meister geworden. Aber vor allen Dingen das Achtelfinal-Duell in der Champions League würde noch immer ein Trauma im Prinzenpark sein.

Hoffnung für den BVB? Paris Saint-Germain hat ein Achtelfinal-Trauma 

"Das hat auf jeden Fall Spuren hinterlassen", so Luis Fernandez gegenüber der dpa. In der Saison 2018/2019 gewann PSG mit 2:0 auswärts gegen Manchester United. Eigentlich eine gute Ausgangsposition. In Paris gab es jedoch eine 1:3-Niederlage. 

So war im Achtelfinale Endstation. Das war und ist auch in dieser Saison zu wenig für die Ambitionen des von Qatar Sports Investments übernommenen Klubs aus der französischen Hauptstadt. Ob dieses Trauma überwunden sei, würde man gegen den BVB sehen, so Luis Fernandez.

Für PSG und Thomas Tuchel sind die Duelle gegen den BVB entscheidend 

Doch damit nicht genug. Der ehemalige Nationalspieler Frankreichs vergleicht Thomas Tuchel auch noch mit anderen Trainern. "Er ist immer noch weit entfernt vom Niveau eines Jürgen Klopp, Pep Guardiola oder Carlo Ancelotti."

Paris Saint-Germain ist seit 2011 insgesamt sechsmal Meister geworden und holte viermal den Pokal. Ein nationaler Titel ist jedoch bei Weitem nicht so viel Wert die europäische Krone - die Champions League

PSG kam in der Champions League nie weiter als ins Viertelfinale - Thomas Tuchel sollte das ändern 

Von 2013 bis 2016 scheiterte PSG viermal im Viertelfinale: am FC Barcelona (2013, 2015), FC Chelsea (2014) und Manchester City (2016). Von 2017 bis 2019 war dreimal in Folge schon im Achtelfinale Schluss. 

Unvergessen bleibt die Saison 2016/2017, in der Paris Saint-Germain mit 4:0 daheim gegen den FC Barcelona gewann und im Rückspiel mit 1:6 im Camp Nou unterging. Doch auch die schon besagten Duelle gegen Manchester United wiegen schwer. 

BVB gegen PSG: Scheitert Thomas Tuchel an seinem ehemaligen Klub? 

Im Jahr 2020 soll es endlich mit der Champions League klappen. Thomas Tuchel muss mit Paris Saint-Germain zunächst im Westfalenstadion gegen den BVB (18. Februar) ran. Am 11. März steigt dann das Rückspiel im Pariser Prinzenpark. Scheitert er, könnte es das Ende bedeuten. 

Auch für Amtskollege Lucien Favre (62) ist beim BVB aktuell alles nicht ganz so leicht. Die Duelle gegen Eintracht Frankfurt und Paris Saint-Germain* könnten über die Zukunft des Schweizers entscheiden. 

Lucien Favre steht beim BVB in der Kritik.

Luis Fernandez ist nicht der erste, der Thomas Tuchel kritisiert. Schon Christophe Dugarry (47), Weltmeister von 1998 und unter anderem aktiv für den AC Milan, FC Barcelona und Olympique Marseille, stänkerte gegen den Ex-BVB-Trainer

Für Christophe Dugarry hat Thomas Tuchel überhaupt keine Kontrolle bei PSG 

Im Dezember des vergangenen Jahres äußerte sich der 47-Jährige wie folgt: "Er hat keine Kontrolle mehr über irgendwas." Man wisse nicht wie PSG spiele. Da seien nur Typen, die auf ihre eigenen Leistungen achten. Es gebe kein Kollektiv, kein bevorzugtes Spiel. 

Die Kritik von Christophe Dugarry zielte vor allen Dingen auf die Spannungen zwischen den Superstars Neymar (27), Kylian Mbappé (21) und Thomas Tuchel ab. Unabhängig von der Kritik: Paris Saint-Germain steht in der französischen Liga unangefochten auf Platz 1.

Für PSG und Thomas Tuchel ist die Champions League alles

In der Champions League setzte sich das Team von Thomas Tuchel gegen Real Madrid als Gruppenerster durch. Und auch gegen den BVB, der nicht nur in der Champions League gegen PSG auf Marco Reus und Julian Brandt verzichten muss*, sind die Franzosen im Achtelfinale der Champions League favorisiert. 

Klar ist aber auch: Der Druck ist bei PSG und Thomas Tuchel immens größer als bei Borussia Dortmund. 

del

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktiionsentzwerks.

Rubriklistenbild: © Robert Michael / dpa / Franck Fife / AFP / Fotomontage: RUHR24

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