Ehemaliger PSG-Coach wohl vor Unterschrift

Thomas Tuchel: Neuer-Chelsea-Trainer! Muss ein DFB-Star jetzt trotzdem gehen?

Thomas Tuchel ist neuer Trainer des FC Chelsea. Die deutschen CFC-Profis sehen nun eine neue Chance, einer steht vor dem Absprung.

  • Der ehemalige BVB- und PSG-Trainer Thomas Tuchel wird neuer Trainer beim FC Chelsea.
  • Beim Premier-League-Klub trifft Tuchel auf mehrere Landsleute.
  • Ein deutscher Nationalspieler könnte aaber auch unter Tuchel keine Zukunft im Verein haben.

London - Die Entlassung von Thomas Tuchel bei Paris Saint-Germain kurz vor Heiligabend kam etwas überraschend, seitdem wird über ein mögliches neues Ziel spekuliert. Neben einer Rückkehr in die Bundesliga stand vor allem ein Wechsel zu einem Premier-League-Klub im Raum. Nun entließ der FC Chelsea mit der Vereins-Ikone Frank Lampard seinen Teammanager, Tuchel soll Medienberichten zufolge übernehmen. Am Abend des 26. Januar folgte schließlich die Bestätigung: Tuchel wird neuer Boss an der Stamford Bridge!

Premier League: Tuchel wohl zum FC Chelsea - nun müssen die deutschen Star-Neuzugänge funktionieren

Am Montag trennten sich die Londoner von ihrer Legende Frank Lampard, der 42-Jährige spielte zwischen 2001 und 2014 für den FC Chelsea und ist bis heute mit 211 Treffern der erfolgreichste Torschütze des Vereins. Zudem holte er als Spieler neben drei englischen Meisterschaften beim „Finale dahoam“ des FC Bayern München 2012 den bisher einzigen Champions-League-Titel in der Historie der „Blues“. Aufgrund der ausbleibenden Erfolgserlebnisse und Tabellenplatz neun trennte sich der Verein schließlich von Lampard.

Nun folgt also Thomas Tuchel. In seinem Aufgebot finden sich unter zahlreichen Stars auch drei deutsche Nationalspieler. Neben den beiden Sommer-Neuzugängen Kai Havertz und Timo Werner, die noch nicht richtig zündeten, steht auch DFB-Verteidiger Antonio Rüdiger im Kader des englischen Erstligisten. Allerdings kam Rüdiger erst zu neun Einsätzen in dieser Saison, die Zeichen standen zuletzt klar auf Abschied.

Insgesamt gab Chelsea mehr als 250 Millionen Euro für Neuzugänge im Sommer aus. Für Havertz überwiesen die Engländer 80 Millionen Euro an Bayer Leverkusen, 53 Millionen Euro gingen für Werner an RB Leipzig. Doch eine Einsatz-Garantie für die beiden DFB-Kicker gibt es auch unter Tuchel nicht. Schon bei PSG mussten deutsche Profis wie Julian Draxler und Thilo Kehrer oftmals auf der Bank Platz nehmen.

Premier League: Letzte Chance für aussortierten DFB-Verteidiger - CL-Quali als Saisonziel

Durch den Heilsbringer Tuchel erhofft sich der von Roman Abramowitsch finanzierte Klub wohl eine bessere Kommunikation zwischen Trainer und Team. Spätestens seit seiner Zeit in Paris beherrscht der gebürtige Krumbacher mehrere Sprachen fließend, was im internationalen Chelsea-Team ein großer Vorteil wäre. Das Potenzial der Bundesliga-Neuzugänge könnte durch die fallende Sprachbarriere besser genutzt werden, aktuell hinken beide den Erwartungen hinterher.

Tuchel soll das Star-Ensemble mit seiner Expertise aus der Krise helfen, unter Umständen könnte Antonio Rüdiger noch eine Chance beim neuen Coach bekommen. Andernfalls müsste sich der Nationalspieler einen neuen Verein suchen, das deutsche Trio könnte also auch unter dem neuen Trainer gesprengt werden. Tuchel, der im letzten Jahr das Finale der Königsklasse erreichte, soll die Qualifikation zur Champions League sichern, aktuell beträgt der Rückstand auf Platz vier fünf Punkte. (ajr)

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