Blues weiter auf dem Vormarsch

Was war da bei Chelsea los? Tuchel motzt Werner an! „Du spielst seit einer Viertelstunde ...“

Zwei Deutsche beim FC Chelsea: Timo Werner und Thomas Tuchel.
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Zwei Deutsche beim FC Chelsea: Timo Werner und Thomas Tuchel.

Der FC Chelsea fuhr in der Premier League den nächsten Sieg ein. Trainer Thomas Tuchel musste zwischendurch aber laut werden - und Timo Werner zurechtweisen.

London - Es läuft beim FC Chelsea*! Die Blues sind mittlerweile wieder klar auf Champions-League-Kurs in der Premier League, am Montagabend gab es einen 2:0-Sieg über den FC Everton. Damit bleibt Thomas Tuchel als Trainer der Londoner ungeschlagen. Chelsea rückte nach dem elften Spiel in Serie ohne Niederlage bis auf drei Punkte an den Drittplatzierten Leicester City heran.

Vier Tage nach dem 1:0-Erfolg beim FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp stand neben Timo Werner* erstmals seit Januar auch wieder der Ex-Leverkusener Kai Havertz in der Startelf. Das DFB-Juwel bereitete auch den Führungstreffer der Blues vor. Sein Direktschuss aus acht Metern wurde von Everton-Verteidiger Ben Godfrey (31.) unglücklich ins eigene Tor abgefälscht.

FC Chelsea und Thomas Tuchel gewinnen weiter - Kai Havertz stark

In der 54. Minute jubelte Havertz erneut, doch vergeblich: Sein Treffer wurde aberkannt, weil er zuvor den Ball mit dem Oberarm berührt hatte. Doch schließlich hatte der deutsche Nationalspieler auch am zweiten Treffer seinen Anteil, als er im Strafraum von Everton-Torwart Jordan Pickford zu Fall gebracht wurde. Jorginho (65.) verwandelte den fälligen Foulelfmeter und sorgte für die Entscheidung. Timo Werner scheiterte vier Minuten vor dem Ende am stark reagierenden Pickford und verpasste somit einen noch höheren Sieg.

Der Nationalstürmer rieb sich auf, hatte viele gute Aktionen - sein Problem bleibt die Chancenverwertung. Der einstige Leipziger erhielt Mitte der ersten Halbzeit außerdem einen Rüffel von seinem Trainer! Tuchel war nicht damit einverstanden, auf welchem Flügel sich sein Landsmann aufhielt. Er hatte Werner auf der rechten Seite aufgestellt, Havertz kam durch das Zentrum und Callum Hudson-Odoi gab eigentlich den linken Flügelstürmer. Aber: Nach 25 Minuten hatte Werner eben diese Position für sich beansprucht - sehr zum Ärger seines Coaches.

FC Chelsea: Thomas Tuchel sauer auf Timo Werner

„Timo, wie lange spielst du noch links? Du spielst rechts!“, rief Tuchel angesäuert auf Deutsch auf den Platz. Dazu gestikulierte er wild. „Du spielst seit einer Viertelstunde links und verstehst es nicht“, kritisierte er. Werner zog es in der Folge wieder auf rechts - und die Anweisung fruchtete sofort. Nur fünf Minuten nach der Standpauke leitete Hudson-Odoi - wieder zurück auf seiner ursprünglichen Position - über den linken Flügel das 1:0 ein.

Es scheint ganz so, als hätte Tuchel in London das richtige Händchen. Seine lautstarke Kritik dürfte schnell wieder vergessen sein. Denn eigentlich ist der ehemalige PSG-Trainer extrem zufrieden mit Werner, der kürzlich seinen 25. Geburtstag feierte. (akl/dpa) tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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