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Ticker: Eurosport und Amazon übertragen die Bundesliga

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Von: Florian weiß

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Frankfurt am Main - Am Donnerstag hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die Ergebnisse der großen Auktion um die TV-Rechte an der Bundesliga bekannt gegeben. Der Ticker.

TV-Rechte der Bundesliga, der Ticker

+++ Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat mit dem Verkauf der TV-Rechte für den Zyklus von 2017/18 bis 2020/2021 die Milliarden-Schallmauer durchbrochen. Die Zusammenfassung gibt es hier.

+++ Bisher bekamen die Bundesligisten 2,51 Milliarden Euro für einen TV-Vertrag über vier Jahre. Jetzt liegt die Summe bei 4,64 Milliarden. Im Schnitt erhalten die Vereine jetzt statt 628 Millionen nun 1,159 Milliarden Euro.

+++ Das Paket H geht an das ZDF!

+++ Die Montagsspiele der 2. Liga gibt es nur noch bei Sky, das ist das Paket G.

+++ Die Pakete B, C, D, E und F gehen an Sky.

+++ Eurosport gewinnt Paket A.

+++ Wir kommen zur Berichterstattung im Live-Bereich.

+++ Die Sportschau, "Das aktuelle Sportstudio" und auch die Sport1-Berichterstattung bleiben bestehen.

+++ Die ARD hat sich die Übertragungsrechte für das normale Radio gesichert. Der Versandhändler Amazon hat die Rechte für die Internetübertragung erworben.

+++ Eilmeldung vom Sportinformationsdienst (SID): In Zukunft werden Freitagsspiele bei Eurosport übertragen. Samstags, Sonntags und auch Montags zeigt dafür Sky die Bundesliga-Partien. Die ARD-Sportschau und "Das aktuelle Sportstudio" im ZDF werden wie bislang weitergeführt. Auch zeigt Sport1 die Partien weiterhin am Sonntag in der Wiederholung.

+++ Millionen von Fans der Bundesligisten müssen möglicherweise ihre Sehgewohnheiten ändern. In der kommenden Saison 2016/2017 kommen die "Sportschau" der ARD im Free-TV und der Pay-TV-Sender Sky, der alle Bundesligaspiele live überträgt, noch einmal wie gewohnt zum Zug. Ob das danach so bleibt, ist eine ebenso spannende wie offene Frage.

+++ Diese Zahlen sind schon beeindruckend: Die offizielle Zielmarge von DFL-Chef Seifert für die zukünftigen Gesamteinnahmen liegt bei 1,1 bis 1,5 Milliarden pro Spielzeit. 2015/2016 kassierten die Vereine noch 696,2 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die englische Premiere League kassiert pro Saison rund 2,3 Milliarden Euro.

+++ Vor allem für Sky steht heute viel auf dem Spiel. Die meisten der 4,6 Millionen Kunden haben den TV-Sender wegen der Fußball-Übertragungen abonniert. Zukünftig sollen die Live-Spiele aber nicht nur an einen Bieter gehen. Ohne die exklusiven Rechte wird es für den Pay-TV-Kanal schwierig. Deshalb möchte Sky unbedingt der finanzstärkste Partner der DFL bleiben.

+++ Gegen 14.30 Uhr können wir mit einer Verkündung der neuen Rechtevergabe für die Bundesliga-Spiele von der Saisons 2017/18 bis 2020/21 rechnen. Die DFL wird die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz mitteilen.

+++ Seifert hat mit der „komplexen Ausschreibung“ in Absprache mit dem Kartellamt vor allem Sky unter Druck gesetzt. Der Pay-TV-Anbieter soll noch mehr Geld in die Kassen spülen. In der kommenden Saison gibt es 673 Millionen Euro aus dem deutschen Markt, wovon Sky rund 80 Prozent zahlt - das soll deutlich getoppt werden. Dass es wie in der englischen Premier League 2,3 Milliarden Euro pro Saison aus dem Inlands-Markt gibt, hält aber auch Seifert für utopisch.

+++ "Der Profifußball benötigt viel Geld", sagte Christian Seifert, der als DFL-Geschäftsführer ein kompliziertes Konstrukt und ein eigenwilliges Prozedere entwickelt hat. Seifert hatte mit einem kleinen Kreis von Kollegen die DFL-Zentrale in Frankfurt verlassen, um an einem geheimen Ort seit dem 30. Mai das Auktionsverfahren durchzuführen. Bis zum Montag konnten Medienunternehmen in mehreren Phasen über gesicherte Internet-Leitungen für insgesamt 17 Rechtepakete der Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 bieten. Die DFL hatte zuvor für jedes Paket einen vertraulichen Mindestpreis festgesetzt, den außer dem kleinen Team um Seifert nur das Kartellamt kennt. Lag ein Angebot über dem Fixum und zudem 20 Prozent über dem zweihöchsten Gebot, erhielt der Bieter sofort den Zuschlag. Für die hochwertigen Live-Pakete gab es noch eine zweite Runde.

+++ Hallo und herzlich willkommen zu unserem News-Ticker rund um die große Auktion um die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird am Donnerstag das Ergebnis des Milliarden-Pokers um die neuen Medienrechte verkünden. Dann entscheidet sich, welche Sender die Spiele in den nächsten vier Jahren zeigen. Der Pay-TV-Sender Sky und die ARD könnten die großen Verlierer sein, die Fußballfans die Gewinner. Bis zu sechs Milliarden Euro möchte die Fußball-Bundesliga in vier Jahren für ihre Medienrechte kassieren, um mit den anderen großen Ligen in Europa mithalten zu können.

Die DFL hatte in der Ausschreibung die Live-Spiele der 1. und 2. Bundesliga in acht Paketen angeboten. Die Pakete A, B, C und F konnten ausschließlich von Pay-TV-Sendern erworben werden, für die Pakete D, E und H durften auch Free-TV-Sender bieten. Die Pakete im Überblick:

TV-Rechte der Bundesliga, Paket A (nur für Pay-TV)

TV-Rechte der Bundesliga, Paket B (nur für Pay-TV)

TV-Rechte der Bundesliga, Paket C (nur für Pay-TV)

TV-Rechte der Bundesliga, Paket D

TV-Rechte der Bundesliga, Paket E

TV-Rechte der Bundesliga, Paket F (nur für Pay-TV)

TV-Rechte der Bundesliga, Paket G

TV-Rechte der Bundesliga, Paket H

fw mit SID/dpa

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