Ersetzt sie Berater?

„Tinder für Fußballprofis“: Rene Adler bringt App auf den Markt

Sport und Wirtschaft: Kongress Spobis
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Rene Adler ist unter die Unternehmer gegangen.

Rene Adler hat seine Karriere beendet, und ihm ist offenbar ein bestimmtes Manko im Geschäft aufgefallen. Das will der Ex-Nationalkeeper nun beheben: mit einer App.

München - Tinder für Fußballprofis! So nennt Ex-Profi Rene Adler sein Projekt selbst, das Spieler und Vereine zusammenbringen soll. „Ich nenne es plakativ das Tinder für Fußballspieler und Vereine, weil bei uns auch zwei Parteien durch Matching zusammengebracht werden“, erklärt Adler in der Vorstellung.

Der Ex-Mainzer beschreibt seine Idee auf seiner Website als „Startup von Ex-Spielern, Juristen und Transfer-Experten, die Möglichkeiten schaffen, die ich mir als aktiver Spieler während meiner Profikarriere gewünscht hätte.“

Rene Adler mit Transfer-App: 11TransFAIR kann heruntergeladen werden

Adler über die App „11TransFAIR“, die ab sofort zum Download verfügbar ist: „Es ist offensichtlich, dass sich Spieler immer mehr um die eigenen Belange kümmern wollen, nicht mehr komplett von der Arbeit ihrer Berater abhängig sein möchten. Nicht jeder Profi kann dabei aber wie die absoluten Topstars Joshua Kimmich oder Kevin De Bruyne, die inzwischen selbst verhandeln, aus Angeboten aussuchen wie er möchte.“

Die App soll vor allem von Spielern aus den ersten vier deutschen Ligen genutzt werden, doch auch Kicker aus dem Ausland können sich anmelden. Via Videocall oder Ausweis wird ihre Identität bestätigt. Sie können in der App dann ihr Profil anlegen, und etwa Gehaltsforderung, mögliche Ablösesummen oder Eigenschaften ihrer Spielweise angeben.

Ex-Nationalspieler Adler: „Aus einer Liste von bis zu 20 Eigenschaften dürfen die Spieler maximal vier benennen.“ Ein Algorithmus bezieht zudem die Leistungdaten mit ein. Auch das Match entsteht dann via Algorithmus.

„Swipen“ heißt bei Rene Adlers App „Shooten“

„Wir versuchen dem Spieler weitere Transferoptionen über das bestehende Netzwerk hinaus zu ermöglichen“, so Adler: „Wir wollen Transparenz in einen intransparenten Markt bringen. Damit ein Spieler nicht nur zwischen Lübeck und Meppen, sondern vielleicht einem ungarischen und einem australischen Verein wählen kann. Sie sollen ihre besten Karriere-Optionen finden.“

Zunächst sind Kicker und Vereine anonym unterwegs, bis beim sogenannten „Matching Score“ genug Übereinstimmungen angezeigt werden. Tinders „Swipen“ nennt sich hier „Shooten“. Bei gegenseitigem Interesse können die Verhandlungen beginnen. Adler ist der Datenschutz und die Diskretion wichtig: „Die Parteien kontrollieren selbst ihre Daten.“ (cg)

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