Scharfe Kritik an der Super League

Baldiges Karriereende? „Angst und Sorge“ - Ex-FCB-Star Kroos spricht übers Aufhören

Toni Kroos ist ein Spieler, der viele Themen hinterfragt.
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Toni Kroos ist ein Spieler, der viele Themen hinterfragt.

Toni Kroos ist ausgesprochener Gegner der Super League. Er spricht von einem „guten Zeitpunkt, um aufzuhören“, sollte es diese wirklich geben.

Madrid - Vielen Fußballfans graut es bereits vor der jüngst beschlossenen Super League, in der sich mindestens zwölf finanzkräftige Spitzenteams aus England, Spanien und Italien in einer eigenen Liga messen werden. Auch einigen Profis wird der radikale Schritt als Entfernung von der Basis angesehen. Real Madrid ist einer der Super-League-Mitbegründer, der deutsche Real-Star Toni Kroos hingegen fand kritische Worte gegen das Konstrukt Super League.

Super League: Toni Kroos mit scharfer Kritik an dem Vorhaben - „Geht darum, alles finanziell herauszusaugen“

Bereits beim Thema Katar-WM nahm Kroos kein Blatt vor den Mund, nun hat dies der Nationalspieler auch bezogen auf das Vorhaben der zwölf europäischen Spitzenklubs. In seinem Podcast „Einfach mal Luppen“ , den er regelmäßig mit seinem Bruder Felix aufnimmt, erklärte er seine Ablehnung gegen über einer exklusive Liga der Superreichen.

„Bei diesen Wettbewerben geht es darum, alles finanziell herauszusaugen“, meinte Kroos in einer Episode im November. „Ich bin aber großer Fan, Dinge so zu lassen, wenn sie gut sind. Die Ligen sind gemeinsam mit der Champions League, der WM und der EM schon Top-Produkte“, fügt er hinzu. Auch wenn der viermalige Sieger der Königsklasse durchaus einen sportlichen Reiz erkenne, ginge „die Kluft zwischen den großen und den kleineren Vereinen geht dadurch noch weiter auseinander“.

Super League: Toni Kroos deutet Karriereende an - „Wäre ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören“

Wie der 31-Jährige offen sagt, seien die Hände der Profis jedoch gebunden. „Wir entscheiden sowas als Spieler ja leider nicht. Wir sind nur die Marionetten von FIFA und UEFA“, so der Greifswalder. „Wenn es eine Spielergewerkschaft geben würde, dann würden wir auch keine Nations League oder keinen spanischen Supercup in Saudi-Arabien spielen“, meinte der ehemalige Bundesliga-Spieler vor etwa fünf Monaten. Damals sprach er noch von „Sorge und Angst“ vor einer Umsetzung der Pläne.

Angesichts der neuen Entwicklungen in Sachen Super League gerät der DFB-Star auch aufgrund einer Aussage in den Fokus. „Wir machen da nicht mit“, so der Entschluss der beiden Brüder zur Super League - auch wenn Felix derzeit mit Eintracht Braunschweig um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga kämpft und das Thema kaum tangiert.

„Das legen wir schon einmal fest. Es wäre ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören, wenn es nur noch so einen Quatsch gibt“, meint Toni Kroos entschieden und deutet auf sein Karriereende hin. Sein Ex-Verein FC Bayern stellte sich bereits klar gegen die Super-League-Pläne. Eine Rückkehr ist jedoch ausgeschlossen, der Mittelfeldstratege besitzt in Spanien noch einen Vertrag bis 2023. (ajr)

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