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Wir spielen keinen überragenden Fußball

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Toni Kroos will in die Stammelf. © dpa

Danzig - Bei Bayern gesetzt, im Nationaltrikot nur auf der Bank. Toni Kroos (22) erlebt gerade ganz schwierige Zeiten. Der Edeltechniker spricht in der tz über sein Reservistendasein.

Auch gegen Holland kam er erst in der 81. Minute zum Zuge, musste das Ergebnis über die Zeit retten. Zu wenig für einen mit seinen Qualitäten – wie er auch im Interview mit der tz verrät.

Herr Kroos, wie gehen Sie damit um: Die Mannschaft spielt super Fußball, Sie kommen aber erst in den letzten zehn Minuten dazu…

Kroos: Befriedigend ist das alles nicht. Gerade nach der Saison, die ich gespielt habe, ist es doch logisch, dass ich spielen will. Wir haben jetzt zweimal geführt, ich sehe es jetzt nicht ganz so, dass wir überragenden Fußball spielen. Sieht das für Sie so aus?

Zumindest die erste Halbzeit gegen Holland war doch sehr sehenswert.

Kroos: Nun gut, da sind wir dann etwas anderer Meinung. Ich finde, da geht noch immer was nach oben. Aber gut, wir haben geführt und lagen nicht zurück, der Bundestrainer war also nicht gezwungen, neuen Schwung reinzubringen.

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Und damit Ihnen früher eine Chance zu geben?

Kroos: Ja, sicherlich. Wir standen gut, haben zu Null gespielt – daher war eher die andere Richtung gefragt. Und das bedeutet, es ging darum, das Ergebnis zu halten, Ballsicherheit reinzubekommen. Gerade nach der Phase nach dem Anschlusstreffer waren dann eben andere Qualitäten gefragt.

Und was bedeutet das nun für Sie? Wie nah sind Sie dran an der ersten Elf?

Kroos: Der Bundestrainer weiß ja, was er an mir hat. Er hat die letzte Saison auch verfolgt, weiß, dass ich sehr gut gespielt habe. Die letzten Länderspiele waren gut, und das weiß er. Und er weiß, dass er mich jederzeit bringen kann. Auch von Beginn an! Ohne Probleme!

Und wo? Bei Bayern spielen Sie meist auf der Zehn, mal auf der Sechs. Löw hat für Sie eine Zwischenposition gefunden. Was passt Ihnen denn am besten?

Kroos: Es ist ja nur wichtig, wo er mich sieht. Er weiß, dass ich alle Positionen im Zentrum spielen kann. Warten wir mal ab.

Spielen Sie vielleicht schon gegen Dänemark? Eine Rotation scheint möglich.

Kroos: Ja, das ist die Frage. Es ist nach wie vor ein wichtiges Spiel, aber er weiß ja auch, dass er mich bringen kann, egal gegen wen es geht. Er hätte mich auch an diesem Abend gegen Holland bringen können! Oder eben im nächsten Spiel. Ich bin jederzeit bereit.

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Könnte das Dänemark-Spiel zur Partie der Chancen werden für all die, die sonst nicht zum Zuge kommen?

Kroos: Ich weiß nicht, inwieweit rotiert wird. Wir sind noch nicht zu 100 Prozent durch, und als Trainer wechselt man ungern auf sieben, acht Positionen, wenn man zweimal gewonnen hat. Wir wollen das Spiel schon ernst nehmen! Aber wenn ich spielen sollte, ist das kein Problem!

Interview: Michael Knippenkötter

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