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Tore-Gala von Schick: „Das hatte ich nicht erwartet“

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Patrik Schick
Souvenir: Patrik Schick nahm den Spielball seiner Tore-Gala mit nach Hause. © Marius Becker/dpa

Großer Tag für Torjäger Schick: Als erster Bayer-Profi traf er viermal in einem Bundesligaspiel und führte sein Team zum 7:1-Kantersieg gegen Aufsteiger Fürth.

Leverkusen - Den Spielball nach dem ersten Viererpack in seiner Profikarriere hat sich Patrik Schick gesichert: „Den lasse ich von meinen Mitspielern unterschreiben und dann kommt er zu den anderen Trophäen“, sagte der Torjäger von Bayer Leverkusen.

Schick hatt beim 7:1 (3:1)-Kantersieg gegen das abgeschlagene Bundesligaschlusslicht SpVgg Greuther Fürth einen großen Tag und für einen Vereinsrekord gesorgt. Trotz prominenter Vorgänger wie Rudi Völler oder Ulf Kirsten ist der Tscheche, der erste Spieler, der vier Tore für Bayer Leverkusen in einem Spiel erzielen konnte. „Das habe ich gerade erst erfahren“, sagte der Mittelstürmer nach der Partie.

Schon bei der Fußball-Europameisterschaft glänzte er als Torschützenkönig und sorgte mit einem spektakulären Treffer gegen Schottland aus mehr als 50 Metern für Furore. Zuletzt hatte den besten Leverkusener Torschützen ein Bänderriss zurückgeworfen. „Ich habe viel im Kraftraum gearbeitet. Aber ich bin noch nicht wieder in der Form, in der ich vor meiner Verletzung war. Aber dieses Spiel hilft mir natürlich sehr“, sagte Schick, der nach der Halbzeitpause bei einer sicheren 3:1-Führung zwischen der 49. und 76. Minute den zweitschnellsten Viererpack der Bundesliga erzielen konnte.

„Wie beim Öffnen einer Ketchup-Flasche“

„Natürlich wollte ich heute treffen, aber das hatte ich nicht erwartet“, sagte Schick, der mit vier Torschüssen vier Treffer erzielte. „Es war irgendwie wie beim Öffnen einer Ketchup-Flasche bei mir und die Tore fielen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Spielen so weiter machen kann“, sagte der 25-Jährige, der bislang 12 Saisontore erzielen konnte. „Er bringt alles mit. Ich war schon immer ein Fan von ihm. Und er hat trotz Verletzungspause mehr Treffer als Erling Haaland gemacht“, sagte Bayer-Geschäftsführer Rudi Völler am Sonntag im „Doppelpass“ bei Sport1.

Trainer Gerardo Seoane war vor allem mit der Torausbeute zufrieden. „Wir hatten 13 Torschüsse und haben sieben Tore erzielt. Das ist extrem effektiv und spricht für die individuelle Qualität der Mannschaft, die aus sehr wenig sehr viel herausholt“, sagte der Coach. Bei den Lobeshymnen wollte er aber seinen zweiten Angreifer Lucas Alario nicht vergessen. „Ich habe immer gesagt, wir brauchen einen Mittelstürmer, ob das Patrik ist oder Lucas Alario, der ähnliche Qualitäten hat. Beide Stürmer haben extreme Abschlussqualitäten und sind sehr effizient auch im Training. Darum sind das wertvolle Spieler“, sagte Seoane.

In dieser Verfassung mit fast kompletten Kader ist der Tabellendritte auch ein absoluter Champions-League-Kandidat. Nicht nur die weiteren Torschützen Amine Adli (12. Minute), der einen artistischen und sehenswerten Treffer erzielte, Edmond Tapsoba (17.) und Piero Hincapie (45.) zeigten ihre Klasse, sondern vor allem die Vorbereiter Moussa Diaby und Florian Wirtz, die an fast allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt waren. Damit ist die Bayer-Elf seit sechs Pflichtspielen unbesiegt und feierte dabei fünf Siege. „Wir sind zurück in der Spur“, sagte Schick. dpa

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