Randale in Spanien und Ostdeutschland

Torres & Co. im Rausch: Jetzt holen wir den WM-Pokal

Olé, wir haben den Pokal! Spanien feiert.
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Olé, wir haben den Pokal! Spanien feiert.

Wien - Das Königspaar feierte fröhlich im Ehrengastbereich, die Spieler machten in den Stadion-Katakomben Polonaisen, und in der Heimat machten hunderttausende Fans die Nacht zum Tag.

Der EM-Titel hat eine Nation in einen Ausnahmezustand versetzt. „Glorreiches Spanien“, jubelte El Mundo. Und Marça tönte: „Es ist kein Traum mehr, es ist Wirklichkeit: Wir sind die Könige Europas. Jahrzehnte des Schwermuts sind vorbei.“

44 Jahre nach dem EM-Triumph im eigenen Land holte die Selección wieder einen bedeutenden internationalen Titel. Und dass diese Mannschaft eine große Zukunft vor sich hat, das ist offensichtlich. Bei der WM 2010 werden lediglich Carles Puyol und Marcos Senna über 30 Jahre alt sein. Deshalb ist auch dort der Titel das Ziel. „In zwei Jahren streben wir den WM-Pokal an“, bekannte der Liverpooler Fernando Torres freimütig.

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Spanien ist Europameister!

Der Schütze des goldenen Tores hatte bei der Siegerehrung auch seinen König Juan Carlos in Erstaunen versetzt. „Junge! Du bist so stark. Was geben sie dir denn in England zu essen?“, fragte der Monarch seinen Untertan. Dabei muss man hinter Torres’ Auftritt nicht gleich Doping mit Fish and Chips vermuten – der 24-Jährige ist auf dem Weg, „einer der besten Stürmer der Welt zu werden“, wie sein Trainer Luis Aragones befand. Torres ließ bei seinem Siegtor Philipp Lahm wie einen Anfänger aussehen. „Er hat für einen Augenblick nachgelassen“, erzählte Torres. „Dieses Detail gab den Ausschlag.“

Welches Potenzial in dem „Killer mit dem Engelsgesicht“ steckt, das wissen sie in Liverpool genau. 38 Millionen Euro Ablöse zahlten die Reds 2007 an Atlético Madrid, Torres kassiert pro Woche 150 000 Euro. Und er zahlte es in der Premier League mit 24 Saisontoren zurück. Seine bescheidenen Ziele: „Ich will einer der wichtigsten Spieler Europas, ja der Welt werden.“

Sein neuer Nationaltrainer wird vermutlich Vicente Del Bosque (57/ehemals Real Madrid) werden, denn Aragones verabschiedet sich Richtung Fenerbahce. Und dann muss der scheidende Trainer noch eine Wette einlösen und mit seiner Frau über den Jakobsweg pilgern.

Leider verliefen die Feierlichkeiten in Spanien nicht immer friedlich. Betrunkene Fans bewarfen in Madrid Polizisten mit Steinen und Flaschen, die Ordnungskräfte zielten mit Gummigeschossen auf die Rowdys. Es gab einige Leichtverletzte und mehrere Festnahmen. Bei den Siegesfeiern in Madrid wurden 120 Menschen verletzt. Die meisten erlitten Schnittwunden, weil sie Flaschen auf den Boden schleuderten. Bei den Fan-Festen in Westdeutschland ging es friedlich zu, dagegen gab es in Magdeburg, Halle, Schwerin und Bautzen Krawalle. In Sachsen-Anhalt wurden 25 Polizisten verletzt, 60 Gewalttäter in Gewahrsam genommen.

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Quelle: tz

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