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Träsch k.o. – kommt Hummels?

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Mats Hummels macht sich noch Hoffnung auf die WM
Mats Hummels macht sich noch Hoffnung auf die WM © Getty

Südtirol - Nach dem Ausfall von Christian Träsch ist auch eine Nachnominierung wieder ein Thema. Eine Personalie kann Jogi Löw dabei ausschließen. Ein möglicher Nachrücker hat Hoffnung.

Am späten Montagabend sorgten zwei vom DFB verschickte SMS für Aufregung unter den Journalisten. Die erste um 22.37 Uhr besagte, dass sich Nationalspieler Christian Träsch beim Testspiel gegen den FC Südtirol (4:0) schwer am Sprunggelenk verletzt habe und für die gesamte WM ausfalle. Ein Schock! Nach der Verletzung von Kapitän Michael Ballack nun auch sein möglicher Ersatz kaputt?

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Um 22.54 Uhr folgte eine neue SMS des DFB. Inhalt: „Korrektur! Der Bundestrainer entscheidet frühestens am Mittwoch über die Behandlung von Christian Träsch und was das für die WM bedeutet.“ Im DFB gab es wegen der ersten SMS mächtig Ärger, Bundestrainer Jogi Löw fühlte sich übergangen. Am Dienstag, 12.33 Uhr, löste Co-Trainer Hansi Flick das Rätsel auf: „Christian Träsch hat sich eine schwere Kapselbandverletzung zugezogen. Er fällt jetzt zwei Wochen aus, muss danach vier Wochen in die Reha. Wir alle bedauern das sehr, er wäre Teil des 23er-Kaders gewesen.“

Also doch: WM-Aus für Träsch! „Ich habe schnell gemerkt, dass etwas kaputt war, denn es hat einen Knackser im Fußgelenk gemacht. Es war damit zu rechnen, dass es etwas Schlimmes ist“, sagte der Ingolstädter. Nach Simon Rolfes, René Adler und zuletzt Michael Ballack ist das schon die vierte verletzungsbedingte Absage für Jogi Löw. Und: Träsch wäre eine Alternative für Ballack auf der Sechser-Position gewesen. Langsam gehen Löw die Mittelfeldspieler aus. Zurzeit stehen ihm mit Schweinsteiger und Khedira nur zwei gelernte Sechser zur Verfügung.

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Eine Nachnominierung steht für Löw aber nicht zur Debatte. „Das war uns sofort klar. Wir haben Spieler, die sehr flexibel sind. Deswegen stellt sich die Frage nicht. Außerdem können wir auch nur mit einer Sechs spielen“, sagte Flick.

Doch will Jogi wirklich mit sechs Stürmern, aber nur zwei defensiven Mittelfeldspielern nach Südafrika fliegen? Das Problem: Torsten Frings, der vielleicht geeignetste Ersatz, hat nach seiner Ausbootung eine Nachnominierung abgelehnt. Bleiben noch Gentner, Hitzlsperger – und Ex-Bayer Mats Hummels. Der war im Testspiel gegen Malta dabei, hat die Position in Dortmund überzeugend gespielt.

Zur tz sagte Hummels am Dienstag: „Natürlich macht man sich jetzt wieder ein bisschen Hoffnung. Noch gab es keinen Kontakt mit dem Bundestrainer. Aber ich weiß, dass ich jetzt trotz Urlaub nicht völlig überfettet sein sollte…“ Hummels bereitet sich also auf den eventuellen Notfall vor. „Mein Urlaub startet erst Anfang Juni, nach der endgültigen Nominierung. Das war aber immer schon so geplant.“ Vielleicht muss er ja noch umbuchen…

jj, ta

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