FCA träumt weiter vom Siegtor – in Dortmund?

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Augsburgs größte Chance: Doch Stürmer Sascha Mölders scheitert an Hannovers Tormann Zieler.

Augsburg - Die Bundesliga-Ausbeute des FC Augsburg ist bislang überschaubar. Doch nach vier Unentschieden und drei Niederlagen wollen die Augsburger vor allem eins: einen Sieg.

Für die Fans des FC Augsburg dauerte das Spiel mal wieder 100 Minuten. 90 Anfeuern plus 10 Feiern der Mannschaft vor der Kurve. Nur: Wofür eigentlich? Dass sie auch am siebten Bundesliga-Spieltag einen direkten Abstiegsplatz vermieden und öfter nicht verloren (viermal Unentschieden) als verloren (dreimal) hat? Dass sie den ligaweit gefürchteten Auswärts-Fieslingen von der Kontertruppe Hannover 96 kein Tor gestattete? Oder dafür, dass FCA-Trainer Jos Luhukay sich erstmals traute, „mutig 4-4-2“ (so seine Eigenaussage) spielen zu lassen, wenigstens eine Stunde lang, ehe er zum System mit Sascha Mölders als Allein-Spitze zurückkehrte?

0:0 endete das Heimspiel von Aufsteiger Augsburg gegen den Europa League-Teilnehmer Hannover, und natürlich gab es ein paar Argumente, sich das Geschehen schön zu klatschen (wie Fans das eben tun). Doch ein Sinnbild dieser Partie war auch, dass beim Schlusspfiff die halbe Augsburger Mannschaft niedersank auf den Rasen. Wieder muss das Ansinnen auf den ersten Sieg in der Bundesliga vertagt werden (und jetzt folgen Auswärtspartien in Dortmund und Mainz), und wieder einmal mussten die Schwaben erkennen, dass ihnen die Gegnerschaft vieles voraus hat. „Man muss fair sein“, sagte Luhukay, „diesmal war das Glück auf unserer Seite“. Bei zwei Pfostentreffern des Hannoveraners Ya Konan, einem vergeigten Nachschuss von Lars Stindl und einer großen Tat von FCA-Keeper Simon Jentzsch gegen Stindl – das alles in der von den 96ern bestimmten zweiten Halbzeit. „Wenn man sich im oberen Drittel der Bundesliga etablieren will, müsste man so ein Spiel gewinnen“, kritisierte Hannovers Trainer Mirko Slomka seine Elf, bedauerte aber Chancentod Stindl: „Supertyp, der läuferisch viel auf den Platz bringt. Er hätte mal ein Siegtor verdient.“

Siegtor – für den FCA ein unerfüllter Traum. Stürmer Nando Rafael, erstmals im Einsatz („Achillessehne hat gehalten“) weiß auch nicht, gegen wen es fallen wird. „Wir müssen Geduld haben, ackern, und irgendwann fällt das Tor.“

In Dortmund nächsten Samstag? „Wir werden ein Spiel nicht von vornherein abschenken“, sagt FCA-Manager Andreas Rettig. Aber eher gelingt der Sieg mal daheim. Wegen der Fans. Rettig; „Mehr geht nicht. Was wir mit ihnen erleben, das könnte der Punkt sein, der uns über die Ziellinie bringt.“

Günter Klein

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