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Überraschung in der Bundesliga: Hoffenheim wirft Hoeneß raus

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Von: Vinzent Fischer

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Nicht mehr Trainer der TSG 1899 Hoffenheim: Sebastian Hoeneß.
Nicht mehr Trainer der TSG 1899 Hoffenheim: Sebastian Hoeneß. © Imago/Michael Weber

Die TSG 1899 Hoffenheim trennt sich nach zwei Jahren von Trainer Sebastian Hoeneß. Der Club zieht damit die Konsequenzen aus dem jüngsten Abwärtstrend.

Sinsheim - Selbst der große Name konnte Sebastian Hoeneß nicht mehr retten. Fünf Tage nach seinem 40. Geburtstag hat der bisherige Trainer des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim als verspätetes „Geschenk“ seine Papiere bekommen. Der fahrlässig verspielte Europacup-Einzug durch zuletzt neun Partien ohne Sieg kostete dem Neffen von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Job. Die Trennung erfolgte laut beiden Seiten „einvernehmlich“.

TSG 1899 Hoffenheim: 1:5-Schlappe gegen Borussia Mönchengladbach bringt das Fass zum Überlaufen

Obwohl Sportchef Alexander Rosen dem Trainer erst Ende April das Vertrauen ausgesprochen hatte, war für Hoeneß kurz nach dem verpatzten Saisonfinale bei Borussia Mönchengladbach (1:5) Schluss. „Unsere Wertschätzung für den Trainer und Menschen Sebastian Hoeneß haben wir in den zurückliegenden Monaten stets klar zum Ausdruck gebracht. Auch deshalb ist uns die Entscheidung nicht leichtgefallen“, sagte Rosen.

„Unsere Wertschätzung für den Trainer und Menschen Sebastian Hoeneß haben wir in den zurückliegenden Monaten stets klar zum Ausdruck gebracht. Auch deshalb ist uns die Entscheidung nicht leichtgefallen.“

Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen erklärt die Trennung von Sebastian Hoeneß.

Die Verantwortlichen müssten sich „aber eingestehen, dass die Ergebnisse und Ereignisse in den vergangenen zwei Monaten viel von den zahlreichen positiven Aspekten, die diese Saison bereithielt und uns zwischenzeitlich bis auf Platz vier brachten, überschattet haben“. Die Kraichgauer beendeten die Spielzeit in der Bundesliga auf einem enttäuschenden neunten Platz. In den letzten drei Saisonspielen kassierte die TSG drei Niederlagen mit insgesamt 13 Gegentoren. Als Folge musste Hoeneß, der zwei erfolglose Spielzeiten im Amt war, nun seinen Hut nehmen.

TSG Hoffenheim zwischenzeitlich auf Kurs Champions League - doch dann der Absturz

Lange Zeit sah es nach einer Rückkehr der TSG in das internationale Geschäft aus. Zwischenzeitlich befand sich der ambitionierte Club um Mäzen Dietmar Hopp sogar auf Kurs Champions League. Zahlreiche Corona-Fälle und langwierige Ausfälle von Leistungsträgern wie Andrej Kramaric sorgten jedoch für inkonstante Leistungen. Gegen Saisonende brachen die Hoffenheimer wie bereits in der vergangenen Spielzeit ein.

„Die alles entscheidende Frage, die wir uns nach diesen negativen Eindrücken zu stellen hatten, war, ob wir als Klub in dieser Konstellation unbelastet in eine neue Spielzeit starten können“, äußerte Rosen: „Nach eingehenden Gesprächen haben wir diese Frage gemeinsam negativ beantwortet.“

Sebastian Hoeneß findet Trennung von der TSG 1899 Hoffenheim „folgerichtig“

Nach Adi Hütter (Borussia Mönchengladbach), Markus Weinzierl (FC Augsburg) und Florian Kohfeldt (VfL Wolfsburg) ist Hoeneß bereits der vierte Trainer, der nach dem Ende der Saison seinen Platz räumt oder räumen muss. Die Entlassung von Hoeneß, dessen Vertrag eigentlich bis Juni 2023 lief, kam trotz der jüngsten Talfahrt überraschend. Vor rund zwei Wochen hatte Rosen noch erklärt, dass der Trainer beim ambitionierten Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp fest im Sattel sitzt.

Hoeneß selbst machte aus den internen Unstimmigkeiten keine Hehl. „In den zurückliegenden Wochen haben wir eine intensive Analyse unserer gemeinsamen Arbeit vorgenommen und dabei keinen Konsens über die zukünftige Ausrichtung gefunden“, sagte der Ex-Trainer: „Daher ist auch aus meiner Sicht eine einvernehmliche Trennung folgerichtig.“ (sid/vfi)

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