Dritter deutscher Aktien-Klub

Plötzliche Millionen-Ausbeute eingeplant: Türkgücü München geht an die Börse

Geschäftsführer Max Kothny (li.) und Finanzchef Kenen Kivran (re.) wollen mit Türkgücü München an die Börse.
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Geschäftsführer Max Kothny (li.) und Finanzchef Kenan Kivran (re.) wollen mit Türkgücü München an die Börse.

Türkgücü München will kurz- bis mittelfristig in die 2. Bundesliga. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, plant der Klub nun, an die Börse zu gehen.

München - Es ist kein Geheimnis, dass Türkgücü München ein ambitionierter Verein mit hohen Zielen ist. So will man bis spätestens 2023 in die 2. Bundesliga aufsteigen. Wie die SportBild berichtet, sollen nun acht Millionen Euro über den Verkauf von Aktien eingesammelt werden.

Türkgücü München: Aktienverkauf startet ab Donnerstag

Fans, Privatanleger und Investoren haben ab Donnerstag (26. August) die Möglichkeit, Aktien im Rahmen einer vorbörslichen Kapitalerhöhung zum Stückpreis von zwölf zu erwerben, so die SportBild. Anleger müssen mindestens zehn Aktien kaufen, die dann beim Börsenstart, der später erfolgt, 15,02 Euro pro Stück kosten sollen. In diesem Modell sei der erlaubte Maximalbetrag acht Millionen Euro, welchen Türkgücü hofft, nach Ende der siebenwöchigen Zeichnungsphase eingenommen zu haben.

Türkgücü: Dritter deutscher Klub an der Börse

Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) habe, so berichtet die SportBild, bereits das „Go“ für das Vorhaben des Münchener Vereins gegeben. Türkgücü wäre nach Borussia Dortmund* (2000) und der SpVgg Unterhaching (2019) der dritte deutsche Verein an der Börse. Nice-to-know: Eine BVB-Aktie kostet momentan 5,95 Euro (Anfangswert bei 11 Euro) und eine Unterhaching-Aktie liegt bei 5,70 Euro (Anfangswert bei 8,10 Euro).

Max Kothny: „Türkgücü München steht als Klub für Integration, Dynamik und Zielstrebigkeit.“

Die Suche nach Gründen für den Gang an die Börse ist nicht all zu schwierig. Der Verein braucht Geld, um essentielle Investitionen tätigen zu können. So fehlen bisher ein eigenes Stadion, ein profitaugliches Trainingsgelände und auch ein Nachwuchsleistungszentrum, was übrigens von der DFL für die 2. Bundesliga vorgeschrieben ist. „Türkgücü München steht als Klub für Integration, Dynamik und Zielstrebigkeit. Gemeinsam mit unseren Aktionären wollen wir unser ambitioniertes Ziel 2. Bundesliga erreichen“, so Geschäftsführer Max Kothny gegenüber liga3-online. Auf Rückfrage von Fussball Vorort/FuPa Oberbayern wollte sich der Verein zunächst nicht weiter dazu äußern. Eine Pressekonferenz ist für Donnerstag angesetzt.

Des Weiteren will man auch finanziell unabhängiger von Investor Hasan Kivran werden. Was passieren kann, wenn Kivran aussteigt, hat man Ende des letzten Jahres spüren müssen, als Türkgücü schon am Abgrund stand, aber der 55-Jährige seinen Rücktritt doch noch nichtig gemacht hat.

Thema Aufstieg: Sportlicher Erfolg lässt noch auf sich warten

Der Weg hat die Börse hat sich natürlich schon dadurch angedeutet, als die Mitglieder des Vereins der Umwandlung der Rechtsform von einer GmbH in eine GmbH & Co. KGaA zugestimmt haben. Finanziell ist man für den Weg zur zweiten Liga also gewappnet, sportlich fehlt es aber noch an Erfolg. Nach dem ersten Saisonsieg am Sonntag steht man nun mit sechs Punkten aus vier Spielen auf Rang zwölf. Am Mittwochabend (19.00 Uhr) sollen die nächsten drei Punkte gegen Schlusslicht TSV Havelse her, mit denen man schonmal am Stadtrivalen TSV 1860 München vorbeigehen würde. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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