Türkgücü nach fünf Spielen ungeschlagen

Türkgücü München selbstbewusst: „Wir wollen uns oben festbeißen“ - Personalsorgen nach Corona-Fall

Moritz Kuhn von Türkgücü München richtet eine Kampfansage an die Konkurrenz.
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Moritz Kuhn von Türkgücü München richtet eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Türkgücü München hat am Mittwochabend einen souveränen Auswärtssieg beim TSV Havelse eingefahren. Nach zwei Siegen in Folge will der ambitionierte Klub hoch hinaus.

Hannover/München - Türkgücü München* hat zuletzt erneut vermehrt abseits des Rasens für Schlagzeilen gesorgt. Wie zuvor bereits die SpVgg Unterhaching oder Borussia Dortmund* will der Verein von Präsident Hasan Kivran an die Börse. Dafür wurde eigens die Rechtsform geändert, um einen Einstieg von Investoren zu ermöglichen.

Fast untergegangen ist dabei, dass Türkgücü München am Mittwochabend einen souveränen 3:0-Auswärtssieg beim TSV Havelse geholt hat. Nach dem Erfolg gegen den SC Freiburg II hat Türkgücü damit sechs Punkte aus den vergangenen zwei Spielen geholt und bleibt in der laufenden Saison weiter ungeschlagen.

Sliskovic führt Türkgücü München auf die Siegerstraße - „So kennen wir ihn“

In der Arena von Zweitligist* Hannover 96 lieferte die Mannschaft von Petr Ruman eine souveräne Vorstellung ab. Petar Sliskovic stellte die Weichen früh auf Auswärtssieg. Bereits in der sechsten Minuten traf der Torjäger zum 1:0. „Wie der Slisko den macht, so kennen wir ihn. Wenn er im Strafraum ist und so eine Gelegenheit bekommt, dann nutzt er sie halt“, beschreibt Vorlagengeber Moritz Kuhn die Szene.

Der Rechtsverteidiger war es höchstpersönlich, der wenig später zum 2:0 nachlegte (22.). „Es war natürlich super, dass wir in den Anfangsminuten 2:0 geführt haben, das hat es uns leichter gemacht“, resümierte Kuhn im Anschluss an das „erwartet schwere Spiel.“ In der 80. Spielminute machte Albion Vrenezi dann alles klar für die Münchner.

Ruman lobt den Mannschaftsgeist nach Havelse-Sieg: „Das ist genau die Mentalität, die wir brauchen“

Auch Trainer Petr Ruman war nach dem Spiel zufrieden. „Mir hat gut gefallen, dass wir von Anfang an unseren Plan umgesetzt und endlich auch ein Tor nach einer Standardsituation gemacht haben“, sagte der 44-Jährige gegenüber „MagentaSport“. Besonders eine Sache imponierte Ruman: „Wir haben trotz des klaren Ergebnisses am Ende auf die Null gepocht. Das ist genau die Mentalität, die wir brauchen.“

Trio um Torjäger Sararer in Corona-Isolation - Ruman adelt Kaderplaner Plesche

Aufgrund eines Corona-Falls im Lager von Türkgücü befinden sich Sercan Sararer, Paterson Chato und Leroy Mickels in Isolation. Auf einer Pressekonferenz am Freitag informierte der Trainer über den aktuellen Stand. „Aktuell rechne ich nicht damit, dass sie am Samstag (gegen den VfL Osnabrück - d. Red.) dabei sein können. Wir sind mit dem Gesundheitsamt in Kontakt. Wie es in den nächsten Tagen und Wochen ist, werden wir sehen“, so Petr Ruman vor dem Spiel.

„Die Jungs haben einen überragenden Charakter und wollen einfach ihren Teil dazu beitragen, erfolgreich zu sein. Und das ist mittel- und langfristig gesehen brutal wichtig.“

Petr Ruman

Trotz der zahlreichen Umstellungen in der Anfangsformation machte sich bei der ersatzgeschwächten Elf kein Leistungsabfall bemerkbar. „Da muss ich natürlich auch unseren Kaderplaner (Roman Plesche - d. Red.) loben, der einen richtig guten Job gemacht hat. Die Jungs haben einen überragenden Charakter und wollen einfach ihren Teil dazu beitragen, erfolgreich zu sein. Und das ist mittel- und langfristig gesehen brutal wichtig“, betont der Türkgücü-Trainer gegenüber „MagentaSport“.

Gegen Absteiger VfL Osnabrück soll die Englische Woche „vergoldet“ werden

„Das gibt uns jetzt richtigen Auftrieb“, versichert Moritz Kuhn im Anschluss an die Partie beim TSV Havelse. Nach zwei Siegen in Folge zeigt sich der ambitionierte Drittligist selbstbewusst. „Wir wollen so lange es geht oben mitspielen“, stellt Kuhn klar und richtet eine Kampfansage an die Konkurrenz: „Wir wollen es der Konkurrenz so schwer wie möglich machen und wollen uns da oben auf jeden Fall festbeißen.“ Gegen den Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück (Samstag, 14 Uhr) visiert die Mannschaft die perfekte Englische Woche an. Moritz Kuhn hofft auf die nächsten drei Punkte: „Am Wochenende wollen wir das Ding vergolden.“

Einen erhöhten Druck spürt Petr Ruman trotz des Laufs nicht. „Der einzige Druck, den wir haben, ist unser Anspruch an uns selbst“, so der Türkgücü-Coach vor der Partie gegen Osnabrück, um später anzufügen: „Der Druck ist immer da. Ich sehe das aber als positiven Druck.“

Türkgücü und die Fan-Frage - Ruman: „Für uns macht das keinen Unterschied“

Beim TSV 1860 München und seiner stimmungsvollen Atmosphäre holte Türkgücü nur ein Remis. In den Spielen gegen die Reserve des SC Freiburg und Aufsteiger TSV Havelse - beide nicht gerade für ihre lautstarken Fan-Lager bekannt - gab es jeweils einen Sieg. An der Zuschauerzahl im Stadion will Ruman jedoch keine Auswirkungen auf das Spiel festmachen. „Für uns macht das gar keinen Unterschied“, so der Coach auf der Pressekonferenz lapidar. (Vinzent Fischer) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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