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Tuta rettet Eintracht Punkt in letzter Minute gegen Leipzig

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Eintracht Frankfurt - RB Leipzig
Tuta rettet mit seinem Kopfballtor Eintracht Frankfurt einen Punkt gegen RB Leipzig. © Sebastian Gollnow/dpa

Leipzig trauert zwei verlorenen Punkten hinterher. Die Sachsen haben in Frankfurt das Spiel im Griff, die besseren Chancen und kassieren doch unmittelbar vor dem Abpfiff den Ausgleich.

Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurt hat in letzter Minute gerade noch einen weiteren Rückschlag in der Fußball-Bundesliga abgewendet.

Mit der letzten Aktion des Spiels erzielte Tuta den Ausgleichstreffer zum 1:1 (0:1) gegen RB Leipzig. Mit bisher nur einem Sieg in zehn Spielen und nur neun Punkten steht der Europa-League-Teilnehmer aber weiterhin in der unteren Tabellenhälfte. Die Leipziger verpassten indes vor 31.000 Zuschauern am Samstag trotz des Tores von Youssuf Poulsen (35.) den erste Pflichtspielerfolg in Frankfurt überhaupt. So blieb auch der Rückenwind für den Champions-League-Hit am Mittwoch gegen Paris Saint-Germain aus.

„Haben bis zum Schluss daran geglaubt“

„Es war ein sehr schwieriges Spiel. Wir hatten bis kurz vor Schluss keine richtige Chance. Aber wir haben bis zum Schluss daran geglaubt. Es fühlt sich wie ein Sieg an, in der letzten Sekunde noch den Punkt mitzunehmen“, sagte Frankfurts Torhüter Kevin Trapp beim TV-Sender Sky und fügte hinzu: „Wir stehen im Tabellenkeller. Wir haben viel Qualität in der Mannschaft, haben aber auch unsere Probleme. Wir glauben aber daran, dass wir mehr Qualität haben.“

Leipzigs Torschütze Poulsen war dagegen bedient. „Wir haben ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht. Es ist immer schwierig in Frankfurt. Wir haben lange nichts zugelassen“, sagte der Däne, monierte aber, dass in den letzten 30 Sekunden nicht konsequent verteidigt wurde. Auch RB-Trainer Jesse Marsch konnte den späten Ausgleich nicht verstehen: „Wir müssen das zweite Tor machen. Wahnsinn. Wir hatten viele Chancen. Wir machen zu viele Fehler und sind nicht konsequent genug.“

Frankfurt kopf-, ideen- und planlos

Wie so oft in dieser Saison wirkte die Spielanlage der Eintracht über weite Strecken ziemlich kopf-, ideen- und planlos. Die zuletzt oft wackelige Abwehr der Gastgeber konnte gegen die von Beginn an dominierenden und klüger agierenden Sachsen mehr als eine halbe Stunde standhalten, wenngleich es brenzlige Situationen gab. In der zehnten Minute hatten die Gäste die erste große Chance: Amadou Haidara hob den Ball gefühlvoll in den Strafraum und in den Lauf von Dominik Szoboszlai, der zu Poulsen verlängerte. Freistehend scheiterte der Däne an Eintracht-Torwart Kevin Trapp.

Erstmals für Torgefahr sorgten die Hessen, wenn auch etwas glücklich, in der 18. Minute. Eine etwas verzogene Flanke von Filip Kostic flog über RB-Keeper Peter Gulacsi an den rechten Querbalken. Glück hatten auch die Frankfurter zwei Minuten später, als Christopher Nkunku den Ball per Hacke auf das gegnerischen Tor lenkte, aber Trapp erneut stark parierte. Den Nachschuss setzt Poulsen an den Pfosten. Kurz danach war es wieder Kostic, der Gulacsi mit einem knallharten Schuss aus 25 Metern herausforderte, ihn aber nicht überwinden konnte.

Besser, aber nicht ganz korrekt gelang den Leipzigern das 1:0. Eine Ecke von Szoboszlai verlängerte Willi Orban per Kopf auf Poulsen, der etwas akrobatisch aus Nahdistanz den Ball über die Linie schoss. Allerdings war die Ecke unberechtigt, da der Leipziger Josko Gvardiol zuvor den Ball ins Toraus gelenkt hatte.

Nach dem Wiederanpfiff gingen die Frankfurter mit großem Engagement und guter Zweikampfhärte ans Werk, fanden aber kaum Lücken in der Leipziger Abwehr. Dagegen hatten die Gäste in der 69. Minute die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch Nkunku scheiterte an dem starken Eintracht-Schlussmann Trapp. Keine Akzente konnte bei den Leipzigern der erst in der 65. Minute eingewechselt André Silva setzen, der für Frankfurt in der vergangenen Saison 28 Tore erzielt hatte. Kurz vor Schluss vergab der eingewechselte Emil Forsberg die Riesenchance zum 2:0, als über das leere Tor schoss. Das sollte sich rächen, als Tuta in der Nachspielzeit per Kopf noch zuschlug. dpa

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